ÔŁĄ´ŞĆ Hundegesundheit

Das Leben mit einem Hundesenior

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit AGILA Haustierversicherung und ist somit als Werbung gekennzeichnet.

Graue Schnauzen – Die ganz besondere Ausstrahlung von Hundesenioren

Ich pers├Ânlich liebe sie, die Ausstrahlung alter Hunde, in sich ruhend und irgendwie w├╝rdevoll. Sie scheinen mit sich und der Welt im Reinen zu sein und wirken auf mich immer absolut tiefenentspannt. Nat├╝rlich sind Hunde alle unterschiedlich und auch ihre Ausstrahlung, aber ich habe selten etwas anderes beobachten k├Ânnen bei einem Hundesenioren.

Meine erste H├╝ndin zog im stolzen Alter von 9,5 Jahren bei uns ein und durfte noch einige tolle Jahre mit uns verbringen. Sie hat mir so viel Ruhe entgegengebracht und mir jeden meiner Fehler verziehen, f├╝r mich war sie einfach der perfekte erste eigene Hund und ein super Lehrmeister.

Ich m├Âchte mit diesem Beitrag ├╝ber Hundesenioren und ihre ganz speziellen Bed├╝rfnisse aufkl├Ąren und aufzeigen, dass es sich durchaus lohnt auch einem ├Ąlteren Hund ein neues und sch├Ânes Zuhause zu schenken.

Die Geschichte von meiner grauen Schnauze

Meine erste eigene H├╝ndin war ein kleiner wei├čer Zwergpudel und bei ihrem Einzug bereits 9,5 Jahre alt, also eine echte Hundeseniorin. Gerade f├╝r einen kleinen Hund ist dies aber echt noch kein hohes Alter, obwohl er schon zu den Senioren z├Ąhlt. Auch wenn ich viel negatives ├╝ber ├Ąltere Hunde gelesen hatte, f├╝r mich stand damals fest, ich m├Âchte einem Hundesenioren ein sch├Ânes F├╝r-Immer Zuhause bieten und mit ihm den letzten Schritt gehen. Nat├╝rlich ist gerade dieser Gedanke an den letzten Schritt etwas, warum sich viele Hundehalter davon abschrecken lassen, aber ich habe damals keinen Gedanken an diesen Tag verschwendet und auch, wenn es dann doch leider viel zu fr├╝h passierte, so hatten wir doch eine wundervolle Zeit, f├╝r die ich unglaublich dankbar bin und ich habe nie daran gedacht, dass unsere gemeinsame Zeit nur sehr begrenzt sein k├Ânnte.

Bei ihrem Einzug stellte sich schnell heraus, dass sie keinerlei Erziehung genossen hatte, nie Gassi gegangen ist und ihr Halsband (ein Katzenhalsband) war im Fell eingewachsen und musste raus geschnitten werden. Zudem hatte sie nur noch ein Auge und zeigte direkt, dass sie Artgenossen nicht mochte, da sie diese nie kennen gelernt hatte.

Ich holte mir am Anfang eine Hundetrainerin f├╝r Einzeltraining nach Hause, da ich gern wissen wollte, was ich bei einem ├Ąlteren Hund ohne Erziehung wissen muss. Es zeigte sich schnell, dass sie meine K├Ârpersprache gut lesen konnte und sich gut an mir orientierte, das reichte der Trainerin und sie gab mir den Tipp, dass ich es einfach laufen lassen soll, da f├╝r die H├╝ndin eine komplette Erziehung viel zu viel sei. Und daran hielt ich mich bis zum Schluss.

Ich verglich uns nie, hinterfragte ihr Verhalten nie und akzeptierte sie so wie sie war, mit der Leinenaggression und der Abneigung gegen├╝ber anderer Artgenossen, sie war nicht aggressiv sondern ging einfach einen gro├čen Bogen um sie. Ich ├╝bte lediglich leichte Dinge mit ihr, wie Sitz und Platz oder andere kleine Tricks, an denen sie viel Spa├č hatte, um ihren Kopf fit zu halten. Sie zeigte viel Freude an Intelligenzspielzeugen und dem Schn├╝ffelteppich. Drau├čen war sie noch gut unterwegs und die Orientierung an mir lief vom ersten Tag an richtig gut. Wir waren schnell ein eingespieltes Team.

Aber es gab auch ein paar kleine Probleme, denn sie brauchte lange bis sie leinenf├╝hrig war und auch bis sie im Haus nicht mehr anschlug und alleine bleiben konnte. Zudem lie├č sie mich nie die F├╝hrung ├╝bernehmen und so zeigten sich Unsicherheiten durch starkes Gebell, z.B. drau├čen im Dunkeln beim abendlichen Gassi gehen im Herbst/Winter. Bis zuletzt behielt sie die F├╝hrung, die Hundetrainerin meinte aber, dass dies in diesem Fall ok sei, da man das nicht mehr raus bekommen w├╝rde und den Hund eher stressen w├╝rde.

Da es sich bei ihr um eine Angsth├╝ndin handelte, die auch misshandelt wurde, behielten wir ihre ├ängste und Bed├╝rfnisse immer im Blick und verzichteten auf gro├čen Stress. So fuhren wir nie in den Urlaub und passten m├Âgliche Ausfl├╝ge an sie und ihr Fitnesslevel an.

Sie war auch nie krank. Nat├╝rlich gab es durchaus mal Durchfall oder eine leichte Magenverstimmung, aber das war es auch schon. Im letzten Jahr, als sie 11 Jahre alt war, kam dann alles auf einmal. Es begann mit einer Mandelentz├╝ndung, die schnell chronisch wurde und nicht mehr in den Griff zu bekommen war. Wir lernten mit ihren Hustenanf├Ąllen zu leben und ihr zu helfen. Ein gutes halbes Jahr sp├Ąter wurde sie dann pl├Âtzlich ganz ruhig, zog sie komplett zur├╝ck, fra├č noch schlechter als sonst und fand an Bewegung keine Freude mehr. Unser Tierarzt schob es auf den Alterungsprozess im Herbst, was wir zuvor auch schon bei ihr erlebt hatten. Nachdem sich aber keine Besserung einstellte, wechselten wir den Arzt und der stellte sehr schnell einen Milztumor fest, welcher kurz vor dem platzen war. In einer Not-OP wurde sie dann erfolgreich operiert, der Krebs hatte scheinbar noch nicht gestreut. Allerdings tat sie sich mit dem Heilungsprozess sehr schwer, musste die Wochen danach t├Ąglich zur Bluttransplantation und Infusion. Nur langsam kam sie wieder auf die Beine und war drei Monate sp├Ąter wieder die alte. Allerdings nur kurz, denn ich stellte eines Abends mit Erschrecken fest, dass ihre Schleimh├Ąute blass waren. Ich erkannte an ihrem Blick, dass sie keine Kraft mehr hatte und sie mich bat, sie zu erl├Âsen. Sofort ging es zum Tierarzt und der erl├Âste sie noch am selben Tag, da bei ihr ein Knochenkrebs festgestellt wurde.

Wir hatten 3,5 wundervolle Jahre miteinander, sie starb einen Monat vor ihrem 13 Geburtstag. Wir hatten eine wundervolle Zeit miteinander, auch wenn es uns am Ende das Herz zerbrach, aber sie war der beste erste Hund den ich h├Ątte haben k├Ânnen. Sie hat mir so viel beigebracht und mir gezeigt, dass man nie vorhersagen kann was passiert oder wie lang ein Hundeleben sein wird. Mit ihr machte ich meine ersten richtigen Erfahrungen als Hundemama und ich w├╝rde es immer wieder so machen. Wir entschieden uns eigentlich direkt danach wieder f├╝r eine ├Ąltere H├╝ndin. Aber das Schicksal entschied anders und schickte uns diesmal einen Welpen.

Ich bin davon ├╝berzeugt, dass alles im Leben einen tieferen Sinn hat und so wird auch die Zeit mit meiner kleinen Pudeldame seinen Sinn gehabt haben. Uns verband so viel, sie war meine erste Seelenh├╝ndin und ich werde sie immer in meinem Herzen tragen. Ich habe es nie bereut und unserer kurzen Zeit nie nachgeweint, denn wir haben das beste aus unserer gemeinsamen Zeit geholt und sie hatte ein perfektes Zuhause bei uns.

Hundesenioren und ihre ganz speziellen Bed├╝rfnisse

Der Alterungsprozess ist ganz normal und so altern nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Tiere. Je nach Hundegr├Â├če und Rasse, z├Ąhlen die Hunde unterschiedlich fr├╝h/sp├Ąt zu den Hundesenioren. Und nur weil man von einem Hundesenioren spricht, bedeutet es noch lange nicht, dass der Hund nun gebrechlich wird, sondern weist lediglich daraufhin, dass der Hund nun ganz bestimmte Bed├╝rfnisse hat, auf die wir als Hundehalter achten m├╝ssen.

Wenn man herausfinden m├Âchte, ab wann der eigene Hund zu den Senioren geh├Ârt, kann man z.B. seinen Tierarzt fragen. Dieser wird dann wissen wollen, wie das Leben des Hundes in den letzten Jahren aussah. Hunde, die einer gro├čen Rasse angeh├Âren und schwer sind, die altern schneller als ein kleinerer Hund, der weniger Belastungen standhalten musste. Und auch wenn Hundesport eine tolle Sache f├╝r Hund und Halter ist, so kann extremer Hundesport eine Belastung f├╝r den Hundek├Ârper sein und der K├Ârper kann schneller altern. Hier kann man aber nicht pauschalisieren, sondern sollte einfach den Tierarzt fragen, der kann hier am besten eine Aussage zu treffen. Aber in der Regel spricht man davon, dass Hunde ab dem achten Jahr zu den Hundesenioren geh├Âren.

Dass der eigene Hund nun zu den Senioren geh├Ârt, kann man z.B. daran erkennen, dass er langsamer wird, vielleicht ein erh├Âhtes Bed├╝rfnis nach Ruhe zeigt und vielleicht nimmt der Hund auch pl├Âtzlich einiges an Gewicht zu. Solltet ihr diese Ver├Ąnderungen bemerken, ist es aber trotzdem wichtig, den Hund einmal beim Haustierarzt vorzustellen, denn viele Erkrankungen zeigen solche Symptome als Krankheitsbild. Daher schlie├čt bitte erst eine Erkrankung aus, bevor ihr von einer Ver├Ąnderung der Lebenssituation (z.B. den Eintritt ins Seniorenalter) ausgeht.

F├╝tterung eines Hundeseniors

Mit zunehmenden Alter ver├Ąndert sich der Stoffwechsel des Hundes und bei einer Fortf├╝hrung des bisherigen Futters kann eine Gewichtszunahme erfolgen. Da ein ├Ąlterer Hund einen anderen Energiebedarf hat, muss man sich nach einem anderen Futter bzw. einer anderen Futterzusammensetzung umsehen. Die meisten g├Ąngigen Marken bieten spezielles Seniorenfutter an und auch beim Barfen ist dies problemlos m├Âglich.

Man kann leider immer wieder lesen, dass dieses spezielle Seniorenfutter unn├Âtig und nur Geldmacherrei sei. Es w├╝rde gen├╝gen, das alte Futter einfach in der Menge zu reduzieren. Dem ist leider nicht so und wenn wir das alte Futter einfach in der Menge reduzieren, kann es vorkommen, dass unser Hund einen Mangel an wichtigen N├Ąhrstoffen und Mineralien aufweist.

Zudem brauchen Hundesenioren ein Futter mit leicht verdaulichen Eiwei├čen. Einige Futterhersteller bieten sogar Seniorenfutter mit Zus├Ątzen f├╝r die Gelenke, denn diese k├Ânnen einen alternden Hund gut unterst├╝tzen.

Es kann vorkommen, dass alte Hunde zwei gro├če Portionen am Tag nicht mehr so gut vertragen und schlechter verwerten k├Ânnen. Hier kann man ruhig das Futter auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilen, ├Ąhnlich wie es beim Welpen der Fall ist. So hat die Verdauung ein bisschen weniger Stress und kann in Ruhe arbeiten und muss nicht sehr gro├če Mengen auf einmal verarbeiten.

In der Ruhe liegt die Kraft

Ein alternder Hund zeigt ein anderes Bed├╝rfnis nach Ruhe und Schlaf. Er wird gem├Ąchlicher und wirkt zudem um einiges entspannter. Vielleicht bekommt er stressige Situationen weniger stark mit und wirkt gelassener. Wie beim Welpen auch, muss der Hundesenior durchaus mehr schlafen, als ein Hund von drei oder vier Jahren. Bei einem j├╝ngeren Tier liegt das Schlafbed├╝rfnis bei ca. 15-18 Stunden am Tag. Ein Hundesenior wird aber, ├Ąhnlich wie beim Welpen, auf 18-20 Stunden Schlaf- und Ruhebed├╝rfnis am Tag kommen. Hundesenioren verarbeiten langsamer als j├╝ngere Hunde und das Gehirn braucht einfach mehr Zeit, um alle Erlebnisse und Eindr├╝cke abzuspeichern.

Macht euch also keine Sorgen, wenn euer sonst so aktiver Hund mehr schl├Ąft oder der sonst so aufgedrehte Hund pl├Âtzlich viel langsamer erscheint als vorher. Das ist ganz normal, sofern keine gesundheitlichen Probleme und Erkrankungen vorliegen. Falls ihr euch wegen des gezeigten erh├Âhten Ruhe- und Schlafverhalten eures Hundes unsicher seid, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam, da nat├╝rlich auch eine Erkrankung vorliegen kann.

Dem alternden Hund sollte immer seine Ruhe gegeben werden. Falls im Haushalt kleine Kinder leben, sollten die Kinder dar├╝ber aufgekl├Ąrt werden, dass der Hund bitte nicht gest├Ârt werden sollte, denn seine Ruhe hat nun Vorrang.

Gesundheitsvorsorge beim Hundesenior

Die Gesundheitsvorsorge beim Hund ist ein sehr wichtiges Thema, welche regelm├Ą├čig erfolgen sollte. Noch viel wichtiger ist diese aber, wenn der Hund ins Seniorenalter gekommen ist. Die meisten Tier├Ąrzte raten zu einem halbj├Ąhrlichen gro├čen Bluttest ab ca. dem 6. Lebensjahr, Erkrankungen rechtzeitig entdecken zu k├Ânnen. Bei solchen Vorsorgeuntersuchungen k├Ânnen neben Blutproben auch Urinproben genommen werden, das Gewicht sollte regelm├Ą├čig ├╝berpr├╝ft werden. Zudem sind solche Gesundheitschecks f├╝r Reisen in bestimmte L├Ąnder, aber auch bei anstehenden Operationen sehr sinnvoll.

Au├čerdem sollten bei Hundesenioren Augen und Ohren nicht mehr nur j├Ąhrlich sondern halbj├Ąhrlich kontrolliert werden.

Zum Thema Impfen gibt es durchaus Tier├Ąrzte die meinen, dass ├Ąltere Hunde diese schlechter vertragen und raten bei einem bisher komplett durchgeimpften Hund dazu, dies nicht mehr durchf├╝hren zu lassen. Lasst euch hier am besten ausf├╝hrlich vom Tierarzt beraten und entscheidet, was das beste f├╝r euren Hund ist. Ich pers├Ânlich w├╝rde meine Hunde weiterhin impfen lassen, auch wenn der Hund angeblich gen├╝gend Impfstoff im K├Ârper hat.

Bitte beobachtet euren Hundesenior immer gut und schreibt euch k├Ârperliche Ver├Ąnderungen sowie Gewichtsver├Ąnderungen auf. Sobald euch etwas komisch vor kommt, kontaktiert bitte einen Tierarzt, da gerade im hohen Alter schnell Erkrankungen auftreten k├Ânnen. So kann eurem Hund schnell im Fall der F├Ąlle geholfen werden.

Aus diesem Grund ist es immer von Vorteil in jungen Hundejahren eine Hundekrankenversicherung abzuschlie├čen, welche im Krankheitsfall genutzt werden kann.

Die richtige Bewegung eines Hundeseniors finden

├ältere Hunde brauchen weniger Bewegung als junge Hunde, was allerdings nicht bedeutet, dass ihr nun auf lange und ausgedehnte Spazierg├Ąnge verzichten m├╝sst. In der Regel wird, sofern keine Gelenkserkrankungen und Einschr├Ąnkungen im Bewegungsapparat vorliegen, fast alles wie immer m├Âglich sein. Es kommt nat├╝rlich auf das Alter des Hundes an und ihr m├╝sst immer sein aktuelles Fitnesslevel im Blick haben. Nat├╝rlich werden die Runden wohl l├Ąnger werden, da der Hund immer langsamer wird, aber seine Freude an der Bewegung mit euch wird immer bleiben.

Bitte achtet wirklich auf euren Hund und auf seine Fitness. Auch wenn euer Hund immer ein begeisterter Sportler war oder gern dem Ball hinterher jagte, so macht bitte nur das, was er noch leisten kann und wozu er Lust hat. Euer Hund wird es euch schon zeigen, wozu er in der Lage ist.

Bei ganz alten und gebrechlichen Hunden empfehlen sich auch mehrere kleine Runden, die ├╝ber den Tag verteilt werden. Es gibt mittlerweile auch tolle Hundebuggys und Hundefahrradanh├Ąnger, mit denen euer Hund und ihr weiterhin als Team unterwegs sein k├Ânnt und ihr ihm weiterhin das Gef├╝hl von Mobilit├Ąt vermitteln k├Ânnt. Aber nat├╝rlich sollte der Hund weiterhin regelm├Ą├čig aktive Bewegung bekommen, damit seine Muskeln nicht abbauen und sich keine Gelenkserkrankungen bilden k├Ânnen.

So klappt der Alltag mit dem alten Hund

Der Alltag mit einem alten Hund wird mit einigen Ver├Ąnderungen daher kommen, je nachdem wie ihr bisher gelebt habt. Wenn dein Hund viele Treppen steigen musste, so sollte man hier schauen, ob man ihn die Treppen herunter tragen kann. Das Treppensteigen selbst ist weniger anstrengend und eine gute Fitness├╝bung, auch f├╝r alte Hunde. M├Âglicherweise muss auf Hundesport und Ballspiele verzichtet werden, aber vielleicht kann man daf├╝r regelm├Ą├čige Stunden beim Hundefitnesstrainer oder Hundephysiotherapheut nehmen, um das Fitnesslevel des Hundes zu halten und um die Muskulatur des Hundes zu erhalten. Auch eine Hunderampe f├╝rs Auto ist klasse, falls der Hund im Kofferraum mitf├Ąhrt und gerade bei gro├čen bzw. schweren Hunden unbedingt zu empfehlen, da die Gelenke so geschont werden k├Ânnen.

Es gibt Hunde, die werden im Alter blind und taub oder verlieren ihren Geschmackssinn. Wenn dies der Fall ist, wird euch eurer Tierarzt hierzu gut beraten und sicherlich helfen k├Ânnen.

Es gibt viele Nahrungserg├Ąnzungsmittel f├╝r alternde Hunde. Hier muss jeder f├╝r sich schauen, was ihm gef├Ąllt und ob man es f├╝r sinnvoll h├Ąlt. Ich habe mit einigen Dingen wie z.B. Gr├╝nlippmuschelpulver sehr gute Erfahrung bei alten Hunden gemacht. Auch hier kann man sich von seinem Tierarzt gut beraten lassen.

Vielleicht verlieren alte Hunde auch einige Z├Ąhne oder haben vermehrten Fellwechsel, wobei immer weniger Fell neu nachkommt. Hier gibt es sehr viele Alterungsprozesse vom K├Ârper wie beim Menschen auch. Daher sollten wir einem alten Hund immer mit Respekt und viel Liebe begegnen und Verst├Ąndnis f├╝r ihn haben und versuchen zu unterst├╝tzen wo man kann.

Das Leben mit einer grauen Schnauze in vollen Z├╝gen geniessen

Aus eigener Erfahrung wei├č ich, wie wichtig es ist, sich keine Gedanken dar├╝ber zu machen, wie lang die gemeinsame Zeit noch sein wird. Und so sch├Ân das Schwelgen in Erinnerungen an die fitten Jahre auch ist, kann es manchmal auch eher negativ sein, da man dann vielleicht nur noch sieht, was nicht mehr m├Âglich ist. Und es w├Ąre doch viel zu schade, wenn man daran festh├Ąngt und sich nicht darauf besinnt, was noch m├Âglich ist.

Unsere grauen Schnauzen haben ein w├╝rdevolles restliches Leben verdient und das kann durchaus noch lange sein, vielleicht sogar l├Ąnger als wir manchmal vermuten. Mit einer ordentlichen Portion Liebe, altersgerechtem Futter und mit einem guten Blick auf die ver├Ąnderten Bed├╝rfnisse kann die geliebte Fellnase noch richtig alt werden.

Und ja, auch mit einer grauen Schnauze kann man noch in den Urlaub fahren, Ausfl├╝ge machen oder den Sonnenuntergang am Meer genie├čen, man muss halt einfach einen Gang runter schalten und sollte das Beste aus der gemeinsamen Zeit machen, ohne an Morgen zu denken. Unsere Hunde haben leider ein, im Vergleich zum Menschen, viel zu kurzes Leben, was uns viel zu schnell bewusst wird und ich finde, darum sollte man sich in den guten Zeiten keine Gedanken machen.

Wenn man Hundesenioren ganz genau beobachtet, wird man erkennen, dass sie ├╝ber eine ganz spezielle Ausstrahlung verf├╝gen. So ruhig, ausgeglichen und bei sich selbst angekommen, habe ich immer nur Hundesenioren erlebt. Und ich liebe graue Hundeschnauzen einfach, sie zeigen einfach wie das Leben ist und erinnern mich an die gemeinsame Zeit. Man sollte als Hundehalter vor dem Alterungsprozess des eigenen Hundes keine Angst haben, sondern diesen besonderen Lebensabschnitt einfach genie├čen, denn nun beginnt eine ruhige Zeit, mit gem├Ąchlichen Spazierg├Ąngen, mit inne halten und tief durchatmen, wenn man mal wieder im Wald unterwegs ist. Nun beginnt eine Zeit des genauen Zuh├Ârers und Beobachtens, man kann noch so viel lernen ├╝ber unsere Hunde und ├╝ber sich selbst. Ein alter Hund wirkt so weise auf mich, als h├Ątte er das ganze Wissen dieser Welt in sich und darum beneide ich alte Hunde so sehr. Wie gern h├Ątte ich deren Gelassenheit und innere Ruhe!

Das Leben mit einem alten Hund kann weiterhin aktiv sein und richtig viel Spa├č machen, es warten noch immer tolle und spannende Abenteuer auf euch als Mensch-Hund-Team. Sie werden anders sein, und vielleicht ist auch kein Hundesport oder gemeinsames Joggen mehr m├Âglich, aber ihr werdet bestimmt etwas anderes Tolles finden, z.B. gemeinsames Walken oder im Sommer eine sch├Âne Wattwanderung machen. Ich finde, dass uns alte Hunde lehren, dass es eben nicht immer schneller, h├Âher, weiter sein muss, sondern wir einfach mal innehalten sollten und den Moment genie├čen sollten.

Unsere Hunde denken nie dar├╝ber nach, was die Zukunft bringt oder was morgen sein wird. Sie leben im Hier und Jetzt und sind nicht verkopft. Wir Menschen sollten uns genau an unseren Hunden ein Beispiel nehmen und eben dies von ihnen lernen, und das geht gerade mit einem Hundesenior am besten. Lasst euch von der Magie eines alten Hundes mitrei├čen und genie├čt gemeinsam die letzten Jahre, in Ruhe und ohne st├Ârenden Gedanken an das was noch kommen wird.

Vorurteile zu Hundesenioren

Es gibt leider viele Hundehalter die das Altern des eigenen Hundes als negativ betrachten und darin nur Nachteile sehen. Leider sind somit in den letzten Jahren immer mehr Vorurteile zum Leben mit einem alten Hund entstanden, mit denen ich gern mal ausr├Ąumen w├╝rde.

Die Kosten explodieren bei alten Hunden

Ein Vorurteil, was definitiv nicht stimmt! Jeder Hund kostet Geld und bei jedem Hund, ganz egal in welchem Alter, k├Ânnen die Kosten f├╝r Futter und Tierarzt innerhalb eines Augenblicks explodieren. Krankheiten fragen nicht nach dem Alter des Hundes und auch Allergien k├Ânnen immer auftreten und ein spezielles Futter mit sich bringen.

Falls man f├╝r seinen alten Hund einige Altagshelfer kauft, kann das zwar durchaus etwas teurer werden, aber hier reden wir von Einmalzahlungen. Und ja, auch ein alter Hund kann krankenversichert sein. Auch wenn man f├╝r ├Ąltere Hunde meist einen h├Âheren Versicherungsbeitrag zahlt, so lohnt es sich dennoch und man ist f├╝r den Ernstfall abgesichert.

Alte Hunde sind st├Ąndig krank

Dieses Vorurteil ist so ein Bl├Âdsinn, meiner Meinung nach, vorausgesetzt der Hund wurde immer gut gepflegt und nach seinen individuellen Bed├╝rfnissen gef├╝ttert und bewegt. Hunde k├Ânnen immer krank werden und auch junge Hunde k├Ânnen an schweren Krankheiten erkranken. Ich habe in meinem Umfeld viele Hundebesitzer, wo Hunde bereits mit sehr jungen Jahren an den Nieren oder dem Herzen erkranken und auch Gelenkprobleme wie HD und ED zeigen sich schon in jungen Jahren. Das sollte man niemals pauschalisieren und ich kenne sehr viele Hunde, die noch im hohen Alter gesund waren und den Tierarzt nur zur Kontrolle sahen.

Hundesenioren bedeuteten Verzicht und doppelte Arbeit

Ob alte Hunde einen gro├čen Verzicht und doppelte Arbeit bedeuten, h├Ąngt wohl immer vom Einzelfall ab und sollte niemals einfach so pauschalisiert werden. Nicht jeder alte Hund ist gebr├Ąchlich und ben├Âtigt gro├če Hilfe im Alltag. Viele sind noch lange fit und k├Ânnen weiterhin mit in den Urlaub kommen etc. Nat├╝rlich kann es immer vorkommen, dass ein alter Hund ├Âfter unter Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall leidet oder zur Inkontinenz neigt, aber das kann man nie vorher wissen.

Es ist vielmehr so, dass alte Hunde entspannter sind und gern ihre Ruhe f├╝r sich haben wollen, was man respektieren und diesem entgegen kommen sollte. Ich finde, dass ein alter Hund eher mehr Respekt und vielmehr Vertrauen von uns bekommen sollte. Ebenso wie guten Zuspruch und Verst├Ąndnis f├╝r Phasen die allen Kraft kosten.

Wenn ich einen alten Hund adoptiere bekomme ich keine Bindung

Das ist v├Âlliger Bl├Âdsinn, denn das Alter hat nichts mit der Bindung zu tun. Und auch wenn ein Hund schon mehrere Familien hatte, ist dies kein Punkt der abschrecken sollte. Wenn man beim kennenlernen des Hundes merkt, dass die Chemie stimmt, dann spricht einer Adoption eines alten Hundes nichts entgegen. Mit viel Liebe und Vertrauen sowie Geduld und Zeit kann auch bei alten Hunden eine sehr enge Bindung entstehen. So habe ich zu meiner ersten H├╝ndin, auch einer Seniorin, eine ebenso feste Bindung innerhalb weniger Monate aufbauen k├Ânnen, wie ich sie bei Reva nach zwei/drei Jahren hatte.

Unsere Hunde merken, wenn wir es gut mit ihnen meinen und gerade alte Hunde verzeihen einem schneller Fehler. Nat├╝rlich ist es schwerer, eingefahrene “Macken” aus einem alten Hund herauszubekommen, aber hier sollte man sich immer fragen, ob das wirklich n├Âtig ist. Aber nicht jeder alte Hund hat tausend Baustellen und manche sind froh, wenn man ihre Baustellen einfach akzeptiert und lernt damit umzugehen und seinen ganz eigenen Weg mit ihnen findet.

Ein alter Hund passt nicht in eine Familie mit Kindern

Hier kommt es total auf die Kinder und den Hund an. Wenn der Hund bereits seit vielen Jahren in der Familie war, dann kann auch ein alter Hund noch gut mit Kindern klar kommen. Wenn es sich um einen Hund handelt, der erst noch adoptiert werden soll, so kommt es drauf an, ob dieser Kinder schon kennt und auch wie die eigenen Kinder drauf sind. Habe ich kleine Kinder, die noch viel herumlaufen und toben und nicht verstehen k├Ânnen, dass der Hund auch in Ruhe gelassen werden soll, dann macht es weniger Sinn, was aber nicht unbedingt am Hund liegt, sondern eher an der allgemeinen Situation.

Auch ein alter, frisch adoptierter Hund kann noch lernen mit Kindern umzugehen. Dies erfordert vielleicht Training und die Hilfe eines Hundetrainers, sollte aber nicht abschrecken.

Einen Hundesenioren zu adoptieren macht keinen Sinn, der lebt nicht mehr lange

Das sollte niemals so betrachtet werden!! Jeder Hund, ganz gleich welchen Alters, hat ein wundersch├Ânes und liebevolles Zuhause verdient! Es gibt immer mehr Menschen, die gerade alten Hunden ein paar sch├Âne letzte Jahre oder Monate schenken wollen.

In unserem Tierheim gibt es sogar Hunde, die nur noch wenige Monate zu leben haben und die daher quasi zur Pflege “adoptiert” werden k├Ânnen. Das sind dann Familien, die f├╝r den Hund bis zum Schluss dabei sind und sich danach wieder im Tierheim melden k├Ânnen, um dem n├Ąchsten Hund einen sch├Ânen Lebensabschluss zu bieten. Ich finde diese Idee ganz wundervoll und herzzerrei├čend, denn ich k├Ânnte das wohl eher nicht.

Auch junge Hunde k├Ânnen sehr fr├╝h sterben und ihre Familien ratlos zur├╝ck lassen. Erst vor kurzem ersch├╝tterte so ein Fall das Leben einer Freundin von mir. Da starb der Hund mit nur 3 Jahren und ganz ├╝berraschend an den Folgen einer schlimmen Schilddr├╝senerkrankung und seinen Folgeerscheinungen. Damit hatte niemand gerechnet. Das wird immer so sein, das geh├Ârt zum Leben leider dazu. Selbst wenn man einen Hund mit 14 Jahren adoptiert, kann dieser noch einige Jahre leben und vielleicht sogar 17/18 Jahre alt werden.

Alte Hunde haben keine Lebensqualit├Ąt mehr

Dies kommt wohl ganz auf den Hund an und wie man mit ihm umgeht. Wenn ein Hund nie wirklich gef├Ârdert wurde und man ihn auch im h├Âheren Alter nicht richtig auslastet, dann kann er durchaus etwas lebensfaul werden und nur noch m├╝de in der Ecke h├Ąngen. Aber das wird bei einem Hund mit dem man regelm├Ą├čig was Tolles unternimmt und auch im Kopf gut f├Ârdert, nicht der Fall sein. Auch alte Hunde haben Spa├č beim Erlernen von Tricks oder m├Âchten sich auf einer Wiese mit ihren Kumpels austoben.

Es kommt immer darauf an, wie man mit der Lebenssituation umgeht und was man daraus macht, es ist wie bei uns Menschen auch. Wer seinem Hund zeigt, dass er weiterhin ein vollwertiges Familienmitglied ist und sich nichts ver├Ąndert, dann wird er seinen Lebensmut nie verlieren.

Von Krankheiten und dem letzten gemeinsamen Schritt

Unsere Hunde k├Ânnen krank werden, ganz egal wie alt sie sind. Und auch junge Hunde k├Ânnen schwer krank werden und viele haben ihre Halter viel zu fr├╝h, in sehr jungen Jahren pl├Âtzlich verlassen. Vielen meiner Freunde ging es so, was mir immer wieder zeigte, dass man Krankheiten und einen m├Âglichen Verlust des Hundes niemals auf das Alter schieben kann.

Aber klar, ab einem gewissen Alter sind bestimmte Krankheiten oder auch Alterserscheinungen m├Âglich und diese k├Ânnen das Leben von heute auf morgen sehr einschneidend ├Ąndern und vielleicht auch belasten. Trotzdem hat unser geliebter Hund es nie verdient, dass wir ihn dann im Stich lassen und wir sollten gerade dann fest an seiner Seite stehen und ihn begleiten, wie es noch geht.

Aber der Gedanke an m├Âgliche Erkrankungen seines Lieblings sollte am besten weit weg geschoben werden. Wie oft sehe ich Verkaufsanzeigen in Kleinanzeigen von alten bis hin zu sehr alten Hunden, die bereits schwer krank sind und wo die Besitzer sie noch “los werden” wollen, da sie den letzten schweren Schritt nicht mit ihrem treuen Tier gehen m├Âchten oder sich davor f├╝rchten. Ich kann das zwar auf der einen Seite gut verstehen, aber auf der anderen Seite macht es mich auch sehr traurig und w├╝tend. Denn unsere Hunde sind immer f├╝r uns da und auch wenn sie alt sind, weichen sie uns nie von der Seite. Sie wollen gemeinsam mit uns altern und ihren letzten Atemzug in unseren Armen machen. Das hat jeder Hund verdient!

Ich wei├č sehr gut, wie schwer es ist. eine schwere Krankheit mit seinem geliebten Hund durchzustehen und nie zu wissen, ob er es ├╝berleben wird. Aber das kann zu jeder Lebenszeit des Hundes passieren und dessen sollten wir uns von Anfang an klar sein, bevor wir uns einen Hund in die Familie holen.

Krankheiten im hohe Alter gibt es viele. Es ist nie gesagt, dass der eigene Hund an diesen Krankheiten leiden wird und auch wenn es passiert, hei├čt es nicht, dass man als Hundehalter versagt hat. Krankheiten geh├Âren dazu und die aufgef├╝hrten Krankheiten sind oftmals ein ganz normaler Alterungsprozess. Bei jedem Hund k├Ânnen diese Krankheiten auftreten und von Hund zu Hund k├Ânnen sich diese Krankheiten auch immer etwas unterscheiden und in unterschiedlicher Schwere auftreten.

Und auch wenn einen diese Krankheiten auf den ersten Blick erschrecken und man den Gedanken echt gruselig findet, so hei├čt es noch lange nicht, dass die sch├Âne Zeit nun zu Ende ist. Vielmehr macht man nun einen weiteren Lebensabschnitt zusammen durch und das als Team, gemeinsam. Auch ein Hund mit einer Krebserkrankung kann noch lange leben und auch mit einer Demenz kann man noch viele sch├Âne Jahre haben, man muss nur bestimmte Dinge beachten und sich vielleicht etwas mehr auf den Hund umstellen als vorher.

Aber es gibt auch sehr viele Hunde, die auch in ganzem hohen Alter gesund bleiben und dann irgendwann zufrieden einschlafen. Man kann so etwas leider nie vorhersagen, aber so ist das Leben einfach.

Altersdemenz

Demenz ist bei alten Hunden durchaus h├Ąufig vertreten. Was aber nur die wenigsten wissen ist das eine Demenz bereits in fr├╝hen Jahren auftreten kann und wenn diese nicht beachtet oder behandelt wird, nimmt sie mit zunehmenden Alter des Hundes schwere Folgen an. Es gibt aber auch F├Ąlle, da ist die Demenz vorher nicht da gewesen.

Bei gro├čen und schweren Hunderassen kann die Demenz ab dem 5. Lebensjahr und bei kleineren Hunderassen ab dem 10. Lebensjahr auftreten, sofern sie noch nicht vorher auftrat. Erste Anzeichen k├Ânnen Verwirrtheit sein, der Hund erkennt einen vielleicht nicht wieder oder zeigt sich in normalem Alltagssituationen weniger souver├Ąn als du es gewohnt bist. Auch reagiert er vielleicht nicht mehr auf seinen Namen. Zudem k├Ânnte es sein, dass er die Stubenreinheit verlernt.

Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte schnell seinen Tierarzt kontaktieren. Eine Demenz kann dadurch entstehen, dass das ├Ąlter werdende Gehirn weniger Sauerstoff herstellen kann und die Verarbeitungsprozesse im Gehirn l├Ąnger andauern.

Zur Behandlung von Demenz gibt es verschiedene M├Âglichkeiten. Es gibt verschiedene Medikamente, die man bei Demenz einsetzten kann und auch Nahrungserg├Ąnzungsmittel gibt es hierzu im Handel. Zudem kann es helfen (aber auch eine sehr gute vorbeugende Ma├čnahme sein), wenn der Hund schon fr├╝h im Kopf gut ausgelastet wird. Sei es durch Tricks oder Intelligenzspiele, Hauptsache es h├Ąlt den Kopf des Hundes fit.

Auch wenn ein Hund mit Altersdemenz zu Anfang als eine gro├če Belastungsprobe erscheint, so bleibt das Leben weiterhin sch├Ân und zusammen ist die neue Aufgabe durchaus zu bew├Ąltigen. Hierzu braucht es ein gutes Feingef├╝hl und viel Liebe f├╝r den Hund. Man sollte dem Hund viel Verst├Ąndnis entgegen bringen und bei kleinen Unf├Ąllen nicht b├Âse sein.

Blindheit/Grauer Star

Wenn der Hund ├Ąlter wird, nimmt auch die Sehleistung ab. Es kann zudem zur Bildung von Grauem Star oder einer kompletten Erblindung kommen. Die Erblindung kann als Folge des Grauen Stars oder aber altersbedingt auch einfach so auftreten. Der Graue Star kann meist nur bis zu einem gewissen Grad behandelt werden.

Aber auch mit einem blinden Hund kann man noch sehr viele sch├Âne Jahre verleben und tolle Abenteuer erleben. Viele Hundetrainer empfehlen beim Aufbau von Kommandos immer die Kombination aus H├Âr- und Sichtzeichen, falls der Hund im Alter Taub oder Blind wird und man hier dann eine Auswahlm├Âglichkeit f├╝r Kommandos und Tricks hat.

Wenn ein Hund erblindet, ist das noch lange kein Weltuntergang, auch wenn wir als Hundehalter das so sehen. Ein Hund hat die Augen als Sinnesorgan erst an dritter Stelle, da er mit den Ohren und der Nase die meisten Informationen verarbeitet und aufnehmen kann. Das Sehen ist beim Hund also eher zweit- bzw. drittrangig. Hunde die pl├Âtzlich erblinden, finden sich in der Regel ziemlich schnell mit der Situation ab und lernen sich anders zu orientieren. Wir Hundehalter k├Ânnen dem Hund gut helfen, indem wir die Richtungen ansagen oder ├Ąhnliches. Hier gibt es viele M├Âglichkeiten zu unterst├╝tzen.

Um den Alltag f├╝r einen blinden Hund zu erleichtern kann man z.B. die Tischkanten oder an scharfkantigen M├Âbeln Schutzpolster befestigen, keine Hindernisse auf den Boden stellen und die N├Ąpfe immer an den gewohnten Pl├Ątzen stehen lassen. Auch ein T├╝rgitter kann eine sinnvolle Hilfe sein, um den Hund vor Treppen sch├╝tzen.

Taubheit

Taubheit ist nicht selten bei Hunden ab dem 10. Lebensjahr. Die Hundeohren sind sehr empfindlich und k├Ânnen gerade im Alter schnell Schaden nehmen, so dass schnell eine teilweise oder ganze Taubheit entstehen kann.

Ausl├Âser k├Ânnen neben Ohrinfektionen oder lang anhaltenden sowie nicht behandelnde Ohrenentz├╝ndungen auch st├Ąndig laute Ger├Ąusche sein. Der bei Menschen durchaus h├Ąufige H├Ârsturz kommt bei Hunden eigentlich nie vor, ist zwar m├Âglich, jedoch sehr selten.

Mit einem tauben Hund kann man durchaus einen gut funktionierenden Alltag haben, es dauert nur etwas bis Hund und Halter sich an die neue Situation gew├Âhnt haben. Hierbei k├Ânnen Handzeichen f├╝r Kommandos und Tricks unterst├╝tzend sein. Auch der Freilauf ist bei einem tauben Hund m├Âglich, wenn dieser sicher in einem bestimmten Radius bleibt und sich regelm├Ą├čig an dem Menschen orientiert und ein Handzeichen daf├╝r kennt.

Wichtig ist aber, dass der Tierarzt die Taubheit einmal ├╝berpr├╝ft und diagnostiziert.

Inkontinenz

Die Inkontinenz kann im Alter viele Hunde betreffen und es ist nat├╝rlich nicht sch├Ân zu merken, dass der Hund nicht mehr stubenrein ist. Wenn man erste Anzeichen bemerkt, sollte ein Tierarzt den Hund ansehen und die Inkontinenz feststellen, nicht dass vielleicht eine Blasenentz├╝ndung vorliegt oder etwas anderes.

Hunde die inkontinent sind versuchen aber dennoch h├Ąufig anzuzeigen, wenn sie ihre Gesch├Ąfte verrichten m├╝ssen, oftmals passen wir Hundehalter dann nicht gut genug auf. Es ist ├Ąhnlich wie in der Welpenzeit. Je nach Erkrankungsgrad kann es sein, dass der Hund nur noch 1-2 Stunden anhalten kann und daher sehr h├Ąufig am Tag raus muss. F├╝r viele sind diese Welpenunterlagen oder auch Hundewindeln eine echte Bereicherung und Hilfe im Alltag.

Milztumor und Krebs

Das Thema Krebs ist noch immer ein echtes Tabuthema f├╝r viele Hundehalter. Ja es ist hart und gibt einem immer einen Klo├č im Hals, aber dennoch ist es wichtig sich damit auseinander zu setzen. Gerade Milztumore und andere Krebsarten sind beim Hund keine Seltenheit und kommen leider ab einem gewissen Alter sehr h├Ąufig vor. Aber auch junge Hunde k├Ânnen an Krebs erkranken.

Da es zu viele unterschiedliche Krebsarten gibt, die jeden Hund betreffen k├Ânnen, aber die alle aufzuz├Ąhlen, w├╝rde den Rahmen sprengen. Mittlerweile ist das Wissen um Krebs bei Hunden aber sehr gut gestiegen, die ├ärzte sind besser informiert und aufgestellt und auch Chemotherapie beim Hund anerkannt und weiter ausgereift.

Der Milztumor kommt h├Ąufig bei Hunden ab dem 10. Lebensjahr vor. Dieser ist in etwa der H├Ąlfte der F├Ąlle b├Âsartig und kann zu gro├čen Problemen f├╝hren, wenn dieser zu sp├Ąt erkannt wird. Es gibt aber auch gutartige Milztumore, was man aber leider nicht vorher sagen kann. Daher ist eine Operation unbedingt n├Âtig. Der Tierarzt wird einen vor der Operation hierzu umfassend aufkl├Ąren und auch die n├Âtigen Schritte entsprechen, falls der Krebs bereits erkennbar gestreut haben sollte.

Der Milztumor w├Ąchst schnell heran und droht bei ruckartigen Bewegungen zu platzen. Der Milztumor ist von einer sehr d├╝nnen Schutzwand/H├╝lle umgeben. Hunde die an einem Milztumor erkrankt sind, zeigen ein sehr geschw├Ąchtes Allgemeinbild und wirken lustlos und ohne Energie. Zudem k├Ânnen sie ihren Appetit verlieren, das Gewicht bleibt aber das gleiche oder steigt, da der Tumor ordentlich w├Ąchst und einiges an Gewicht mitbringen kann. Der Tumor kann bei entsprechender Gr├Â├če die Organe einquetschen und Probleme verursachen. Wenn ein Milztumor platzt ist schnelles handeln gefragt, da hier die Hunde meist sehr schnell innerlich verbluten. Das ist sehr gef├Ąhrlich, zumal man nicht immer einen geplatzten Milztumor erkennt.

Wenn ein Milztumor erfolgreich entfernt werden konnte, gibt es je nach Hund und dessen Gesundheit mehr oder weniger gute Heilungsprognosen. Die meisten Hunde erholen sich zwar gut davon, aber bei vielen hat der Krebs weiter gestreut und so sind weitere Krebsarten meistens die Folge. Es kommt wie oben bereits genannt auch darauf an, ob der Tumor b├Âs- oder gutartig war.

Die genannten Krankheiten sind nur ein Teil von m├Âglichen Krankheiten im Alter. Man muss auch bedenken, dass wenn ein Hund in jungen Jahren an Erkrankungen wie z.B. HD oder ED litt, diese mit steigendem Alter immer schwerer werden. Ebenso ist es mit Hunden die in jungen Jahren an chronischen Krankheiten oder Allergien litten, hier k├Ânnen sich mit dem h├Âheren Alter neue Stufen ergeben und die Krankheiten und Allergien immer schwerer werden lassen. Aber hierzu kann euch euer Tierarzt dann umfassend beraten/aufkl├Ąren und helfen.

Ich kenne z.B. einen Labrador, der seit seinem 2. Geburtstag an einer schweren HD litt und trotzdem 17 Jahre alt geworden ist, ein viel zu dicker Labrador, der sich trotz schwerer HD aber immer viel bewegte und ein Frauchen hatte, welches t├Ąglich Pyhsiotraining machte und auf die richtige und langsame Bewegung achtete. Sie passte ihr Leben auf den Hund ab, seit er ca. 9 Jahre alt war und auch wenn sie ab dem 12. Geburtstag immer damit rechnete, dass es bald soweit sei, war dieser Hund bis zuletzt super gesund, bis auf die HD halt.

Und wenn es dann irgendwann an der Zeit ist, dann ist es einfach so wichtig, f├╝r die geliebte und treue Fellnase da zu sein. Wie schlimm ist dieser Gedanke, dass der Hund alleine beim Tierarzt liegt und seine Familie auf seinem letzten Weg nicht an seiner Seite hat. Das hat keine Fellnase auf dieser Welt verdient, also bitte, steht immer an der Seite eures Hundes, ganz egal wie schwer es ist, aber das haben sie einfach verdient!

Bitte gebt auch den grauen Schnauzen ein tolles Zuhause

F├╝r jeden, der ├╝berlegt sich einen Hund in seine Familie zu holen, m├Âchte ich den Tipp geben, ├╝ber einen ├Ąlteren Hund nachzudenken. Gerade als Ersthund sind ├Ąltere Hunde meist super geeignet. In unseren Tierheime, aber auch beim ausl├Ąndischen Tierschutz gibt es so viele ├Ąltere Hunde, die auf ein neues F├╝r-Immer Zuhause warten. Auch wenn es so oft die Vorurteile gibt, dass ├Ąltere Hunde keine Bindung mehr aufbauen k├Ânnen oder das “Band” nie so intensiv sein k├Ânnte, so muss ich dies wirklich widerlegen. Wie fest und intensiv eure Bindung sowie das “Band” zwischen euch sein wird, h├Ąngt nicht mit dem Alter zusammen, sondern lediglich an euch und wie ihr als Mensch-Hund-Team seid.

Ein alter Hund aus dem Tierheim oder Auslandstierschutz muss auch nicht immer schwere Traumata im Gep├Ąck haben. Dies kann man direkt ansprechen und um einen ruhigen Hund als Ersthund bitten. Gerade die ├Ąlteren Hunde wollen oft einfach nur in Ruhe altern und haben keine Anspr├╝che mehr an ihre Halter. Sie wollen einfach nur ein ruhiges Leben mit einer guten Portion Liebe haben.

F├╝r mich und auch f├╝r viele meiner Freunde war es die beste Entscheidung ├╝berhaupt, als Ersthund einen ├Ąlteren Hund aufgenommen zu haben. So konnte man einen Einblick in das Leben als Hundehalter bekommen und f├╝r sich sehr gut erkennen, was einem am Leben mit Hund wichtig ist. Sp├Ąter sind dann meist Welpen eingezogen mit denen man genau diese Wege gehen konnte. Oftmals verzeihen uns die ├Ąlteren Hunde unsere Fehler leichter als ein junger Hund, der sich direkt merkt, wie es nicht gehen sollte und auch so Dinge wie die Pubert├Ąt bleibt einem Ersthundehalter dann erspart. Und auch f├╝r ├Ąltere Menschen ist ein ├Ąlterer Hund oftmals ein perfekter Begleiter, denn hier sind beide in einer ├Ąhnlichen Lebensphase und wissen, was der andere grad am ehesten ben├Âtigt und ├Ąltere Menschen gehen mit einer ganz anderen Art an die Sache als ein junger Hundehalter, der vielleicht noch hohe Anspr├╝che an seinen Hund hat.

Wer sich also f├╝r einen ├Ąlteren Hund entscheidet, vielleicht ja auch von privater Abgabe, der wird einen Hund bekommen, der es einem dankt, dass man ihm nicht ein paar sch├Âne ruhige Jahre schenkt und die Erfahrung mit einer grauen Schnauze erleben m├Âchte, denn diese ist unvergleichbar. Ich pers├Ânlich tendiere immer wieder zum ├Ąlteren Hund, statt zu einem Welpen und werde auch in Zukunft wieder ├Ąlteren Hunden ein Zuhause schenken.

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