📚 Hundeerziehung und Nützliches

Auf den Hund gekommen

Der Beginn einer ewigen Liebe

Meine Faszination für Hunde, begann schon sehr früh. Bereits als kleines Mädchen wollte ich bei jedem Hund stehen bleiben und mir diesen ansehen. Ich war schon immer sehr tierlieb, aber mein Herz hat bei jedem Hund, einfach den größten Luftsprung gemacht.

Dementsprechend war es wenig verwunderlich, dass ich meinen Eltern schon sehr früh mit dem typischen kindlichen Wunsch, nach einem eigenen Hund, in den Ohren lag. Da aber beide mit Hunden groß geworden sind, kannten sie die Verantwortung natürlich viel besser, als ich kleines Mädchen und lehnten es viele Jahre lang ab. Und so blieben mir “nur” die Momente mit den Hunden der Großeltern, aber das war immerhin ein kleiner Trost für mich.

Als ich 10 Jahre alt wurde, lag ich meinen Eltern wieder mit meinen Hundewunsch in den Ohren. Diesmal stellten sie mir in Aussicht darüber nachzudenken, wenn ich beweisen würde, dass ich die Verantwortung übernehmen könnte und auch würde. Und so suchte ich mir mit einer Freundin, einen Hund aus der Nachbarschaft, mit dem wir regelmäßig Gassi gehen konnten. Meine Freundin hatte eine Nachbarin die im Rollstuhl sass und dessen Hund sie bereits regelmäßig ausführen durfte. So teilten wir uns die Aufgabe und führten den Hund, einen kleinen Spitz, aus. Leider verstarb die Dame nach einigen Monaten und der Hund kam ins örtliche Tierheim.

Wie kann man solchen Augen widerstehen?

Mein erster Hund, unser Familienhund

Es vergingen zwei Jahre ohne einen eigenen Hund an meiner Seite. Nachbarn mit Hund fanden sich irgendwie nicht und im Tierheim durfte ich noch nicht helfen da ich zu jung war, aber immerhin haben meine Eltern meine Bemühungen bemerkt. Und dann, an einem Sonntag, wurde plötzlich alles anders.

Mein Vater entdeckte eine Anzeige des örtlichen Tierheims, worin ein Hund um ein neues Sofa auf Lebenszeit bat. Er fand die Anzeige so originell verfasst und das Bild so ansprechend, dass wir noch am selben Tag das Tierheim besuchten. Mein Vater ging alleine rein und kam kurze Zeit später mit Ernie, einem 11-jährigen Fox Terrier und einer Mitarbeiterin vom Tierheim heraus und es folgte ein langer Spaziergang als Probegassi.

Da wir alle sehr begeistert waren, wurde noch am selben Tag alles fest gemacht und nach einer kleinen Vorkontrolle unseres Zuhauses, durfte Ernie dann eine Woche später bei uns einziehen. Zu meiner Enttäuschung, musste ich genau an seinem Einzugstag auf Klassenreise gehen, oh Gott, ich war so traurig! Meine Vorfreude auf meine Rückkehr wuchs jeden Tag und ich glaube, ich war das einzige Kind, was sich gefreut hat, als die Klassenfahrt zu Ende war.

Ernie lebte zwei Jahre bei uns, bis er wegen diverser Krebserkrankungen leider erlöst werden musste. Ich habe aber immer noch so viele Erinnerungen an ihn in meinem Kopf und ich werde nie vergessen, wie er mir im Wald abgehauen ist und ich zwei Stunden hinter ihm herlief. Leider zog nach dem Tod von Ernie nie wieder ein Hund bei uns ein, da meine Eltern dessen Verlust nie verkraftet haben.

Mittlerweile bin ich eine Hundemama aus voller Überzeugung und könnte mir nichts schöneres vorstellen, als kein Leben mit diesen wunderschönen Tieren zu teilen.

… und dann wurde plötzlich alles anders

Hätte mir damals jemand gesagt, dass meine Liebe auf eine harte Probe gestellt werden würde, ich hätte ihm nicht geglaubt, aber leider passierte es dennoch. Als ich 15 Jahre alt war, verbrachten wir die ganzen Sommerferien auf dem Campingplatz. Eine meiner dortigen Freundinnen hatte einen Schäferhund, welcher leider aufgrund von Misshandlungen durch den ersten Besitzer, sehr aggressiv und bissig war. Eines Tages, ich spielte mit meiner Freundin in deren Garten ein paar Brettspiele, sprang dieser Hund ohne Vorwarnung aus dem geöffneten Wohnwagen und sprang mir wild bellend entgegen und biss zu. Ich hatte zwar keine großen Verletzungen, dennoch blieb ein Schock, aus welchem sich eine große Angst vor allen Hunden entwickelte. Ich erschrak vor jedem Hund, ganz egal wie groß oder klein dieser war. Diese Angst blieb leider viele Jahre lang und machte mich selbst sehr traurig.

Die große Wende brachte meine Ausbildungszeit, ich war mittlerweile 22 Jahre alt und hätte ich gewusst, dass dort Hunde ein- und ausgehen, hätte ich da bestimmt nie angefangen. Zwei Wochen nach Ausbildungsbeginn lernte ich zum ersten Mal die Hunde meiner Chefs kennen. Zwei wunderschöne Labradore, Winston und Edgar. Ich verliebte mich umgehend in die großen schwarzen Augen von Winston und sehr schnell zog eine Hundekeksdose in meine Schreibtischschublade ein. Meine Hundeliebe kehrte jeden Tag immer mehr zurück. Irgendwann gehörte auch zu meinen Aufgaben, dass Gassigehen mit den Hunden zur Mittagszeit. Ich liebte diese langen Spaziergänge an der Alster und in mir kehrte mein Wunsch nach einem eigenen Hund zurück. Als ich nach drei Jahren die Ausbildung beendete fiel mir der Abschied von den Hunden so unbeschreiblich schwer, aber ich werde niemals diese wunderschönen großen, schwarzen Augen von Winston vergessen, sie haben mich so berührt und meine Hundeangst vergessen lassen.

Aber ab da war mir klar, es wird, sobald der richtige Zeitpunkt kommt, mein eigener Hund einziehen. Und was soll ich sagen, ja dieser Zeitpunkt kam, ganze drei Jahre später, in Form unser, mittlerweile leider verstorbenen Zwergpudelhündin, Pamuk und sie war der perfekte erste eigene Hund für uns!

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