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Damit sich Hund pudelwohl fühlt – Alles rund um die Pflege des Hundes

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung und beinhaltet daher Werbung.

Haustierpflege von Hund und Katze – Die AGILA-Mottowochen

Wie ihr lesen könnt, unterstütze ich mit diesem Beitrag die Mottowochen der AGILA Haustierversicherung, die sich rund um die “Haustierpflege von Hund und Katze” drehen. Ich möchte euch einen kleinen Einblick in das typische Pflegeprogramm des Hundes geben und runde dies mit meinen persönlichen Tipps ab. Bitte beachtet, dass dies ein eher allgemeiner Beitrag ist und jeder Hundebesitzer selbst entscheiden muss, wie er seinen Hund pflegt und was er davon bei seinem Hund umsetzt, denn jeder Hund ist individuell und benötigt eine andere Pflege bzw. kommt mit einem anderen Pflegeaufwand daher.

Die Pflege des Hundes – Damit er sich pudelwohl fühlen kann

Pflege. Ein Wort, welches in mir ein großes Wohlbefinden und kleinen Schauer auslöst, denn ich verbinde mit Pflege immer Zeit für mich selbst, zum Entspannen, Erholen und fühle mich danach wie neu geboren. Und unseren Hunden geht es ähnlich. Auch wenn unsere geliebten Fellnasen auf ein schönes warmes Bad mit viel Schaum dankend verzichten, so freuen auch sie sich sehr, wenn man sie mit einem ausgiebigen Beauty Tag oder einer kleinen Massage mit Bürste und Kamm verwöhnt.

Unsere Hund sind sehr reinliche Tiere, die sehr intensiv ihre Körperhygiene betreiben. Gerade in einem großen Hunderudel kann man gut erkennen, wie sich die Hunde gegenseitig putzen und pflegen. Allerdings variiert das bei jedem Hund, die einen sind eher oberflächlich mit dem Putzen und andere Hunde machen das sehr intensiv und sind dabei lautstark schmatzend bei der Sache, wenn sie sich ausgiebig das Fell putzen.

Pflege ist aber vielmehr als nur bürsten und baden, denn Pflege beutetet auch Nähe und Vertrauen und ist super für die Bindung zwischen Hund und Halter. Aus der anstehenden Pflege kann man ein tolles Routineprogramm erstellen und somit fest in den Alltag einbauen, damit auch nichts vergessen wird. Ganz egal wie ihr das Pflegeprogramm eures Hundes einbaut, euer Hund wird es euch sicher danken und sich anschließend wieder pudelwohl in seiner Haut fühlen.

Pflegen schafft Vertrauen

Die Hundepflege gehört einfach in den Alltag und auch wenn nicht jeder Hund gebürstet werden muss und einige Dinge nicht täglich erfolgen müssen, so sollten die wichtigsten Handgriffe rund um die Pflege des Hundes sitzen und bekannt sein. Daher fängt man am besten so früh wie möglich damit an, den Hund an alle Handgriffe, die ihr für das Pflegeprogramm eures Hundes braucht, zu gewöhnen. Es ist viel leichter, wenn der Hund die Bürste kennt und sich beim Zähneputzen ins Maul fassen lässt. Denn das Pflegeprogramm sollte euch und eurem Hund Spaß machen und eure Bindung stärken.

Und ja, ihr lest richtig, das Pflegeprogramm kann eure Bindung stärken. Die meisten Hunde, die an Bürste und Co. gewöhnt sind, werden es lieben, wenn ihr ihnen ein kleines oder größeres Pflegeprogramm schenkt und ihr Fell ausgiebig mit einer Bürstenmassage verwöhnt. Bitte spult das Pflegeprogramm eures Hundes nicht schnell runter, sondern nehmt euch dafür wirklich etwas Zeit und nutzt dies als eine “gemeinsame Auszeit” für euch und euren Hund. Ihr könnt beide dabei entspannen und relaxen.

Wenn ihr alles mit viel Ruhe ausführt, schafft dies weiteres Vertrauen, ganz egal wie viele Jahre eure Bindung schon besteht. Vertrauen kann es nie genug geben in einer stabilen Mensch-Hund-Bindung und ich spreche bestimmt für die meisten Hundehalter, wenn ich sage, dass Hundepflege auch wirklich Spaß macht und sehr entspannend auf den Menschen wirkt.

Ihr könnt auch einen richtigen Beautytag daraus machen und eurer geliebten Fellnase einen kleinen Wellnesstag verpassen, worüber sich bestimmt auch jeder Hund freuen wird. Denn ausgiebiges Bürsten, Krallen stutzen sowie Ohren und Augen reinigen nimmt einiges an Zeit in Anspruch und ist eine schöne Möglichkeit dem Hund Aufmerksamkeit zu schenken.

Pflegen ist umfangreich

Je nach Hunderasse oder “Mischung” gibt es diverse Aufgaben, die in den Bereich Hundepflege fallen. Aber da unsere Hunde alle unterschiedlich und individuell sind, wird es einige Dinge geben, die unterschiedlich anfallen. So muss z.B. nicht jeder Hund täglich gebürstet werden.

Am besten macht ihr euch eine Liste mit den Dingen, die für euch zur Pflege eures Hundes gehören, gerne könnt ihr euch hierfür an meiner Liste aus dem Kapitel “Pflegeprogramm im Überblick” orientieren. Da aber nicht jeder Hund alles mit sich machen lässt, entscheidet hier bitte nach dem Wohl eures Hundes und lasst gewisse Dinge im Zweifelsfall bitte unbedingt vom Fachmann machen.

Für “Ersthundebesitzer” kann ich auch den Rat geben, sich vom Tierarzt, aber auch vom Fachmann beim Hundefriseur beraten zu lassen. Selbst wenn man einen Kurzhaarhund hat, der nicht zum Hundefriseur muss, so sind dies in der Regel geschulte Fachleute, die sich mit der Pflege des Hundes perfekt auskennen sollten und euch einige Tipps geben und bestimmt einige Handgriffe zeigen können.

Das Zubehör rund um die Pflege des Hundes

Das Angebot rund um Pflegeartikel für den Vierbeiner ist groß und in jedem Fachmarkt gibt es lange Regale voller Pflegeprodukte. Von diversen Sorten Shampoo bis hin zu vielen unterschiedlichen Bürsten und Kämmen, es gibt einfach nichts was es nicht gibt und genau das macht es teilweise so schwer. Lasst euch hier bei Unsicherheit am besten beraten oder informiert euch vorher im Internet, was für euren Hund am geeignetsten ist.

Für ein schönes Fellkleid

Wenn man sich in einem Tierbedarfsladen umsieht, werden einem die vielen Bürsten und Käme bestimmt direkt ins Auge fallen, denn die Auswahl ist mittlerweile besonders groß, was super ist, denn jeder Hund hat eine andere Fellstruktur und benötigt eine entsprechende Bürste.

Nun könnte man sagen, dass nur Langhaarhunde eine Bürste benötigen, dass sehe ich aber nicht so, denn gerade im Fellwechsel, brauchen auch Kurzhaarhunde eine tägliche Fellpflege, um das Fell zu entfernen, damit das neue Fell schön nachwachsen kann.

Es gibt zum einen Bürsten und zum anderen Kämme und Fellpflegehandschuhe, welche man sich über die Hand zieht und damit das Fell des Hundes abstreicht. Ich persönlich nutze diese Handschuhe nicht so gern, da ich hier nur minimale Erfolge erziele. Welche Bürsten und/oder Kämme man nutzen möchte, hängt zum einen vom persönlichen Geschmack und zum anderen von der Fellbeschaffenheit des Vierbeiners ab. Ein Pudel, dessen Fell eher dem menschlichen Haar ähnelt, benötigt in der Regel eine ganz andere Bürste als z.B. ein Aussie. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Hundehalter diverser Rassen, kann ich dazu raten, sich von einem Hundefriseur beraten zu lassen und bei den Bürsten nicht auf den Preis zu achten, denn hier lohnt es sich wirklich zu investieren. Ratsam ist auch eine Schere fürs Fell, falls der Hund dazu neigt, an den Augen zuzuwachsen, damit er ständig freie Sicht hat.

Mittlerweile gibt es auf den Verpackungen auch Hinweise, für welche Rassen und Felltypen die Produkte geeignet sind, dies ist ein guter Hinweis und hiernach kann man sich durchaus richten. Ganz egal ob ihr einen Langhaar- oder Kurzhaarhund habt, aus Erfahrung kann ich sagen, sie alle genießen es sehr und es trägt immer etwas zum Wohlbefinden bei.

Bürstet immer langsam und vorsichtig mit viel Gefühl, achtet bei der Nutzung von Kämmen bitte auf den Druck, nicht dass ihr euren Hund verletzt oder er es als unangenehm empfindet, weil ihr zu doll drückt oder pickst. Ansonsten kann man in alle Richtungen bürsten, solang es dem Hund gefällt. Gerade bei Langhaarhunden ist es wichtig, dass Fell in mehrere Lagen durchzubürsten und sich Stück für Stück vorzuarbeiten, damit nichts verfilzt. Bei Knoten oder Verfilzungen im Fellkleid helfen spezielle Entfilzungssprays oder aber auch Bürsten, welche die Knoten lösen sollen, hiermit habe ich persönlich jedoch keine guten Erfahrungen machen können. Es gibt auch spezielle Gummistriegel, welche eine Massagewirkung versprechen und ich sehr empfehlen kann, diese lockern das Fell schön auf und der Hund kann sich richtig entspannen.

Einige Rassen müssen regelmäßig geschoren oder getrimmt werden. Wie es z.B. beim Pudel oder einigen Terrierrassen der Fall ist. Hier kommt der Zeitpunkt auf das persönliche Fellwachstum des Hundes, aber auch auf den Geschmack des Hundehalters an. Aber im Schnitt sagt man alle 6-8 Wochen, soll geschoren und getrimmt werden.

!Achtung: Bitte lasst euren Hund nicht scheren oder trimmen, wenn es nicht wirklich nötig ist! Es gibt leider noch immer Hundehalter, die ihre Hunde im Sommer komplett scheren oder trimmen lassen, weil sie der Meinung sind, dass der arme Hund sonst zu sehr unter seinem dichten Fellkleid schwitzen würde, da er ja so hechelt. Hunde können sich ja nur übers Hecheln und über die Pfoten abkühlen, sie schwitzen nicht nur weil sie Fell haben, zumal das Sommerfell ja wesentlich dünner ist als das Winterfell. Also lasst euren Hunden bitte nicht ihr Fellkleid nehmen, nur weil es warm wird, denn das Fell schützt vor Sonnenbrand und hat wichtige Aufgaben, denen es sonst nicht mehr nachkommen kann!

Einmal duschen bitte

Nichts ist so umstritten wie das Baden/Duschen des Hundes. Mal wird es als schädlich beschrieben und mal ist es ok, Fakt aber ist, dass man einen Hund nur dann waschen sollte, wenn es wirklich nötig ist und eben nicht zum Zeitvertreib. Hundehaut ist sehr empfindlich und hat einen ganz anderen Ph-Wert als wir Menschen, weswegen wir das Duschen oder Baden sehr sparsam einsetzen sollten, da die Haut sonst austrocknen kann und somit evtl. zu Schuppenbildung tendieren könnte. Man sagt immer gern, so oft wie nötig, so selten wie möglich. Wir waschen unsere Hunde immer dann, wenn sie sich in Kot gewälzt haben oder baden waren, da gerade Revas Fell dann voller Schmutzpartikel ist, welche wir nicht los werden würden.

Außerdem sollten wir den Ph-Wert des Hundes auch bei der Wahl des Shampoos berücksichtigen. Aus diesem Grunde gibt es im Fachhandel natürlich jede Menge Hundeshampoo und auch wenn es viele Hundebesitzer noch immer für unnötig halten Hundeshampoos zu verwenden, Babyshampoo sollte bitte auf jeden Fall vermieden werden, ebenso wie Shampoo für uns erwachsene Menschen. Bitte verwendet lediglich Hundeshampoo. Aber natürlich gibt es auch hier Unterschiede. Ein gutes Hundeshampoo ist speziell auf den Ph-Hautwert des Hundes abgestimmt.

Auch wenn die Verpackung besonders schön oder trendy aussieht, so sollte bitte von Shampoos welche mit Alkohol, Parabenen, Paraffinen und Parfüm daher kommen, sofort Abstand genommen werden, da dies die empfindliche Hundehaut schwer stören könnte.

Unser Tipp: Ein Hundebademantel nach dem Baden oder Duschen des Hundes trocknet den Hund schnell ab und hält ihn schön warm, so dass er nicht frieren muss. Gerade Rassen wie Pudel oder Hunde ohne Unterwolle neigen im nassen Zustand zum Frieren und können sich somit nicht erkälten.

Für freie Ohren und Augen

Die Augen und Ohren des Hundes sind nicht zu verachten und sollten auch regelmäßig gepflegt werden. Fangen wir doch mal mit den Augen an. Es gibt einige Hunde, da wächst das Fell vor die Augen und man muss dieses etwas kürzen, damit der Hund freie Sicht hat. Hier sollte man immer gut aufpassen, dass die empfindlichen Wimpern und Tasthaare, die einige Hunde an den Augen haben, nicht mit abgeschnitten und somit verletzt werden. Zudem kann man den Tränenkanal der Hunde mit einem feuchten Tuch regelmäßig säubern. Es gibt einige Hunde, die zu Tränenflecken neigen, gerade bei weißen oder hellen Hunden färbt sich das Fell dann gerne mal rötlich. Aber auch andere Verklebungen können am Tränenkanal festsitzen und lassen sich nur mit einem nassen Tuch am besten reinigen. Beachtet dabei bitte immer, dass ihr den Schmutz vom Auge weg wischt und wirklich ganz vorsichtig, also ohne großen Druck das Ganze weg macht, damit ihr dem Hund nicht weh tut.

Auch bei den Ohren gibt es einige Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen. Denn es gibt Hunde, wie z.B. der Pudel, dem Haare im Gehörgang wachsen und hier hält sich seit Jahren hartnäckig das Gerücht, dass man diese Haare zupfen lassen sollte, damit sich keine bakteriellen Entzündungen bilden können. Immer mehr Tierärzte warnen aber davor, da hierbei wohl feinste Risse entstehen können, welche den Gehörgang schwer schädigen können. Am besten spricht man hier mit einem Tierarzt ab, was beim eigenen Hund zu beachten ist.

Es gibt für Augen und Ohren natürlich auch Pflegeprodukte im Handel. Sei es Tropfen oder feuchte Tücher, so sei dazu gesagt, dass man diese zwar nutzen kann, aber genauso gut mit warmen klaren Wasser fährt. Sollte man doch Produkte aus dem Laden bevorzugen, so sollten diese unbedingt frei von Alkohol sein und am besten aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Wir selbst nutzen gern feuchte Tücher für die Ohren, für die Augen von Laska, welche gerade morgens fest verklebt sind, bleibe ich aber beim Waschlappen mit warmen Wasser, da uns die Produkte aus dem Laden nichts gebracht hatten.

!Achtung: Bitte die Hundeohren niemals mit einem Ohrstäbchen reinigen, da hier schwere Verletzungen von Gehörgang und Trommelfell entstehen können.

Damit die Zähne lange kraftvoll zubeißen können

Zahnpflege beim Hund ist super wichtig, auch wenn das noch nicht jeder Hundehalter verstanden hat, denn auch Hunde können Karies bekommen und unter Zahnstein leiden, welcher die Zähne unschön verfärbt. Hier sind dann Maulgeruch die Folge, aber auch Probleme beim Kauen und/oder Zahnfleischentzündungen können aufgrund mangelnder Maulhygiene entstehen und die Hundegesundheit schwer schädigen.

Dies kann und sollte man also unbedingt mit regelmäßigem, am bestem täglichem Zähneputzen vorbeugen. Hierfür stehen einem diverse Zahnpasten und Zahngele speziell für Hunde zur Verfügung, entweder beim Tierarzt des Vertrauens oder im Fachmarkt. Man kann entweder einen Baumwollfingerling oder eine Zahnbürste nutzen, um Zahnpasta oder Zahngel zu verteilen und um die Zähne damit zu reinigen. Denn Plaque und Bakterien, welche an den Hundezähnen haften, bekommen wir nur durch das Putzen mit einer Bürste oder Fingerling weg.

Unser Tipp: Wir nutzen am liebsten Babyzahnbürsten, da mir die Hundezahnbürsten meist zu lang und zu groß bzw. unhandlich sind. Seit ich damit täglich putze, sind die Zähne meiner Hunde wunderbar weiß, auch die von Laska, die beim Einzug ziemlich viel braunen Zahnstein aufwiesen.

Bei Hunden, die mit der Zeit immer mehr Zahnstein angelagert haben, hilft nur eine Zahnreinigung, welche in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt wird und somit ein gesundheitliches Risiko birgt. Und bevor man das seiner geliebten Fellnase einmal im Jahr antut, sollte man doch wirklich gern zur Zahnbürste greifen und einmal täglich für wenige Minuten die Zähnchen bürsten, denn nur so kann die geliebte Fellnase noch lange kräftig zubeißen.

Es gibt übrigens auch Mundspülungen für Hunde und viele weitere Produkte rund um die Maulhygiene. Inwiefern etwas wirkt kann ich jedoch nicht beurteilen. Wir nutzen zusätzlich zum Zähneputzen auch noch einen Plaquestopp, welcher übers Futter gestreut wird, und haben damit seit vielen Jahren sehr gute Erfahrung gemacht.

!Achtung: Bitte nutzt bei euren Hunden niemals Zahnpasta für uns Menschen, auch nicht für Babys, denn deren Inhaltsstoffe sind für den Hundekörper gesundheitsschädlich. Wir haben hier oft ätherische Öle und sehr “scharf” schmeckende Stoffe, die dem Hund nicht gut bekommen würden.

Auch ein Hund steht auf Pediküre

Einmal zur Pediküre bitte, ab gehts zum Krallen schneiden, denn dies ist sehr wichtig und sollte regelmäßig durch den Hundehalter oder Tierarzt erfolgen, sofern der Hund seine Krallen nicht selbst genügend abläuft. Hunde, welche auf längere Zeit mit zu langen Krallen ihre Spaziergänge verrichten müssen, können Veränderungen im Gangbild zeigen und durchaus Schmerzen beim Laufen bekommen. Zudem gibt es neueste Erkenntnisse darüber, dass zu lange Krallen wohl auch Arthorse begünstigen können. Fakt ist also, zu lange Krallen schaden dem Hund!

Ob man die Krallen nun selbst schneidet oder vom Tierarzt kürzen lässt, ist jedem selbst überlassen. Sollte man es selbst machen, muss man sich die Krallen gut ansehen und das Leben beachten, welches auf keinen Fall verletzt werden sollte, da es sonst zu Blutungen kommen kann, die wirklich sehr stark ausfallen und nicht so schnell wieder aufhören. Eine blutende Kralle vergisst man so schnell nicht wieder. Es gibt Hunde, die haben weiße Krallen, hier ist es wirklich einfach. Aber auch schwarze oder braune Krallen kommen beim Hund vor, und hier wird es kniffelig, denn das Leben ist meist nicht oder nur schlecht sichtbar und kann so viel schneller verletzt werden.

Unser Tipp: Reva hat schwarze Krallen und da ich die selber schneide, das Leben aber nicht treffen will, taste ich mich jede Woche Stück für Stück an den Krallen vor und schneide nur wenige Millimeter ab. Aufgrund dieser wöchentlichen Kontrolle habe ich die Krallenlänge immer gut im Blick und im Fall der Fälle lass ich unseren Tierarzt die Krallen kürzen, aber auch dieser hat schon einmal das Leben verletzt und zum Glück war die Blutung schnell gestoppt.

Zum Krallen kürzen gibt es verschiedene Krallenscheren, die auf die Größe des Hundes und somit die Krallendichte und Stärke angepasst sind. Aber auch mithilfe eines Krallenschleifers kann man die Krallen kürzen. Ich habe sogar schon von Hundehaltern gehört, die anhand von Nagelpfeilen die Krallen kürzen. Was ihr nutzt, solltet ihr persönlich selbst entschieden, aber macht bitte nur das, was euer Hund als angenehm empfindet, wobei Krallen schneiden bei vielen Hunden ein heikles Thema ist.

Und wir können noch etwas pflegen, nämlich die Pfotenballen unserer treuen Weggefährten. Diese sind oftmals sehr beansprucht und neigen gerade im Winter zu kleinen, feinen Rissen und rauer Ballenhaut. Hier könnt ihr eine Ballenpflege, oder auch Pfötchenpflege genannt nutzen. Es gibt auch noch Hundehalter, die Vaseline nutzen, um die Ballen einzureiben, aber hiervon wird mittlerweile abgeraten, da die Vaseline zu dick ist und die Pfoten so nicht mehr richtig schwitzen können. Achtet bei so einer Pflege am besten auf natürliche Inhaltsstoffe.

Unser Tipp: Pfotenpflege könnt ihr auch ganz toll selber machen, es gibt hierfür ganz tolle Rezepte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die man überall bekommt und auch nicht viel kosten.

Zum Schluss sollte noch das Fell um die Pfoten und zwischen den Pfotenballen geprüft werden. Ist das Fell zu lang, steht es zu weit über oder steht der Hund bereits mit seinen Krallen auf dem Fell, sollte es ordentlich gekürzt werden. In dem Fell zwischen den Ballen können sich Dreck und Bakterien festsetzen und so Entzündungen begünstigen. Am besten prüft man auch direkt die Haut um die Ballen herum, ob sie vielleicht gerötet ist.

Das Pflegeprogramm im Überblick

Ihr seht also, es gibt einiges zu pflegen beim Hund. Aber keine Angst, ihr müsst nicht alles täglich machen, das wäre auch dem geduldigsten Hund wohl viel zu viel und übertrieben, denn unsere Hunde sind ja wirklich sehr reinliche Tiere und machen das Wichtigste täglich selbst.

Damit nichts übersehen wird, habe ich euch einmal meine persönliche Pflegeliste aufgeschrieben. Aber wie gesagt, dass ist lediglich meine persönliche Routine, wenn ihr etwas öfters oder seltener macht, so ist das nicht schlimm oder falsch, denn jeder Hund benötigt eine andere Regelmäßigkeit bei der Pflege.

Der Vorteil einer regelmäßigen Pflegeroutine ist zudem, dass man Erkrankungen oder Veränderungen schnell bemerkt und ggf. so viel schneller handeln kann, als wenn man diesem Bereich weniger Aufmerksamkeit schenken würde. Gerade durchs Zähneputzen habe ich schon einige Erkrankungen bei meinen Hunden erkennen und entsprechend handeln können, da ich immer einen guten Blick auf die Schleimhäute hatte und diese sehr blass aussahen. Ohne das tägliche Zähneputzen wäre mir das nie aufgefallen.

Das gehört zur täglichen Hundepflege

  • Morgendlicher Check Up der Augen – sind diese verklebt oder besteht Tränenfluss? Ggf. müssen diese gereinigt werden
  • Zahnpflege – Wann diese durchgeführt wird, ist egal, wir machen sie immer abends nach der letzten Fütterung, da ich die Zahnpflege dann nicht vergesse.
  • Fellpflege – Beim Langhaarhund sollte mindestens einmal täglich das Fell gebürstet und auf Knoten oder Verfilzungen untersucht werden, ggf. müssen Knoten entfernt werden

Die wöchentliche Pflegeroutine

  • Ohren-Check – Sind die Ohren dreckig und ist der Gehörgang evtl. verschmutzt?
  • Fellpflege beim Kurzhaarhund
  • Krallen kürzen

Dies sollte bei Bedarf erfolgen

  • Baden/Duschen

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