ÔŁĄ´ŞĆ Gesunder Hund

Das richtige Futter finden

Was f├╝tterst du eigentlich? Der Klassiker unter den Hundehalterfragen

Ich glaube, wenn es ein Dauerbrennerthema gibt, welches immer wieder hitzige Diskussionen ausl├Âsen kann, dann das allseits beliebte Futterthema. Kein Thema wird so gerne auf Hundewiesen oder in den Social Media Kan├Ąlen erw├Ąhnt und aufgegriffen und l├Âst dabei nicht selten die schlimmsten Diskussionen aus. Und dabei ist es eben genau dieses Thema, dass uns so deutlich zeigt, das wir jeden Hund und seine Bed├╝rfnisse individuell Betrachen m├╝ssen.

Leider gibt es auch beim Futterthema Leute, die meinen es gibt nur die EINE Futtermethode f├╝r alle Hunde, denn diese w├Ąre perfekt f├╝r ALLE Hundebed├╝rfnisse. Aber so wie es eben nicht nur die eine ganz bestimmte Erziehungsmethode f├╝r Hunde gibt, so gibt es eben auch nicht nur die eine perfekte Futtermethode und was f├╝r den einen Hund wirklich gut ist, kann einem anderen Hund gesundheitlich sehr schaden.

F├╝r so viel Energie ben├Âtigt es das richtige Futter

Ich halte mich mittlerweile aus solchen Diskussionen gerne raus, und aus diesem Grunde wird das hier nun auch keine Grundsatzdiskussion dar├╝ber was Artgerecht sei, sondern lediglich ein aufzeigen von m├Âglichen Futterm├Âglichkeiten. Bitte bedenkt, dass jeder Hund individuell ist und das Futter wirklich an seine pers├Ânlichen Bed├╝rfnisse wie Alter, Allergien, m├Âgliche Krankheiten und Aktivit├Ąt etc. angepasst sein muss.

Um euch diese Bed├╝rfnisse und die damit verbundenen Probleme von unterschiedlichen Futterarten, habe ich einmal kurz eine kleine Zusammenfassung unserer langen Suche nach dem, f├╝r uns, passenden Futter aufgeschrieben. Und bitte bedenkt bei den danach folgenden Futterarten, dass ich hierzu nur kleine Informationen gegeben habe, jeder hat hier vielleicht andere Informationen und sollte eigene Recherchen bei der Suche nach einem guten Futter nicht ersetzen.

Wir f├╝ttern…..eine lange Reise bis zu unserem richtigen Futter

Als Reva bei uns einzog, war sie 16 Wochen alt, bekam in Russland ein Welpentrockenfutter, welches mir nicht mitgegeben wurde. Da ich ihr zum Umzugsstress nicht auch noch sofort eine Futterumstellung rein dr├╝cken wollte, kaufte ich erst einmal ein Welpentrockenfutter. Ja auch das war eine Umstellung, aber nur vom Hersteller und nicht von der Futterart her, und laut Tierarzt sollte das weniger stressig sein. Dank des Zahnwechsels, welcher Reva mit 18 Wochen starke Schmerzen bereitete, wollte sie das Trockenfutter nicht mehr anr├╝hren und ich musste umsteigen. Da ich es mir nicht zutraute einen Welpen zu Barden, stieg ich auf Nassfutter um, zumindest f├╝r einige Monate, denn Reva sollte ab dem 6 Monat gebarft werden.

Nun ja, soviel zur Theorie aber die Praxis sah dann eher so aus, dass wir das Nassfutter zweimal wechseln mussten, da bei Reva Giardien gefunden wurden und hier eine Ern├Ąhrung ohne Kohlehydrate empfohlen wird. Also wurde ein neues Nassfutter gekauft. Als die Parasiten dann weg waren, war Reva fast sieben Monate alt und ich fing wie geplant mit dem barmen an, denn ich hielt es damals f├╝r das einzig richtige und hatte in den letzten Wochen schon genug Bauschmerzen wegen meiner ach so miesen F├╝tterung mit Trocken- und Nassfutter gehabt.

Bei Reva war es echt schwer, dass passende Futter zu finden.

Tja, wie so oft machte mir Reva auch dort einen Strick durch meine sch├Ânen Pl├Ąne und aus dem barfen wurde nix, da sie davon permanenten Durchfall hatte und sich st├Ąndig erbrochen hatte. Wir waren sehr h├Ąufig beim Tierarzt und dieser fand irgendwann heraus, dass Reva von Geburt aus an IBD leidet (hierzu in einem gesonderten Beitrag gerne mehr dazu) und im Zuge dessen diverse Unvertr├Ąglichkeiten und Allergien hat. Au├čerdem fehlen ihr durch die IBD gewisse Enzyme die f├╝r die Verdauung zust├Ąndig sind, weswegen sie rohes Fleisch einfach nicht verdauen konnte und es z├╝gig wieder raus kam.

Wir f├╝hrten eine Ausschlussdi├Ąt mit Pferd und einem ├Ąrztlich empfohlenen Hersteller durch und waren damit endlich zufrieden, nach fast einem Jahr. Wir blieben recht lange dabei und mussten es leider nur wechseln, weil der Hersteller pl├Âtzlich begann, die Zutaten immer wieder zu ├Ąndern, was bei uns zu neuen Problemen f├╝hrte. Nun sind wir wieder bei dem Nassfutter, welches wir bereits in der Welpenzeit gerne gegeben haben, blo├č als Adultfutter und an ihre Allergien angepasst. F├╝r uns ist das derzeit aktuell das beste Futter, da es zu den Bed├╝rfnissen von Reva passt. Aber es kann sich jederzeit etwas ├Ąndern bei Reva und dann m├╝ssen wir wieder suchen, also musste ich leider lernen, dass es die eine perfekte F├╝tterungsmethode einfach nicht gibt, zumindest nicht f├╝r meinen Hund, und f├╝r diese Erkenntnis bin ich im Nachhinein wirklich sehr dankbar, denn .

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Der Futterdschungel

Kurz ein paar generelle Dinge

Da unsere Hunde fleischfresser sind, solle man sich bei seiner F├╝tterungswahl immer nach einem Futter umsehen, welches einen hohen Fleischanteil beinhaltet und v├Âllig ohne Zusatz-,Lock,- und F├╝llstoffe auskommt. Ebenso sollte es keinen Zucker oder zuckerhaltige Inhalte haben. Es gibt mittlerweile immer mehr Futter die auf dem aktuellen Lebensmittelstandard sind und es gibt sogar immer mehr Biofutter. F├╝r was man sich am Ende entscheidet, ist eine ganz pers├Ânliche Entscheidung und muss wirklich zum Hund passen. Da eine Futterumstellung immer gro├čen Stress f├╝r den Hundedarm bedeutet, ist es wichtig sich vorher wirklich gut mit dem Thema Futter zu befassen, um nicht jede Woche ein neues Futter versuchen zu m├╝ssen. Au├čerdem sollte man aufpassen, dass man ein getreidefreies Futter w├Ąhlt, da Getreide h├Ąufig ein Ausl├Âser von Unvertr├Ąglichkeiten ist.

Die vegane oder vegetarische Ern├Ąhrung wird auch bei Hundehaltern immer beliebter, aber ob das auch wirklich das richtige Futter f├╝r einen Hund ist?

Bei der Deklaration seines gew├Ąhlten Futters sollte man nach einer offen Deklaration schauen, also eine Deklaration die offen alle Inhalte wiedergibt. Leider kommt das nur bei wenigen Futtern vor und die meisten f├╝hren eine unvollst├Ąndige oder unklare Deklaration, da nicht alles sichtbar gemacht wurde. Herbei ist es wichtig, dass, wenn man sich f├╝r Nass- oder Trockenfutter entscheidet, es sich um ein Alleinfuttermittel handelt, da nur dann der Hund mit allen wichtigen Energie- und N├Ąhrstoffen versorgt wird. Und welche Art der F├╝tterung am besten verdaut werden kann, muss leider ausgetestet werden, da jeder Hund eine andere Art der Verdauung hat, der eine muss von Trockenfutter viel pupsen und der andere bekommt von Nassfutter st├Ąndig Durchfall, jeder Hund ist da leider anders.

Nassfutter

Seit einiger Zeit sehr beliebt ist das Nassfutter, welches in der Regel in Dosen, aber mittlerweile auch in anderen Formen und Verpackungen angeboten wird. Die Herstellung von Nassfutter gleicht dem einer Suppe, alles wird vermischt, dann folgt die Abf├╝llung in die Verpackung um es anschlie├čend zu garen. Dank extremer Hitze werden m├Âgliche Bakterien get├Âtet und durch dieses Verfahren ist ein Nassfutter sehr lange haltbar.

Der Name Nassfutter liegt an der hohen Feuchtigkeit von rund 80%, was bedeutet, dass der Hund durch dieses mit gen├╝gend Wasser versorgt wird, was gerade bei trinkfaulen Hunden von Vorteil ist. Da das Nassfutter eben viel Wasser enth├Ąlt, muss von diesem entsprechend mehr gef├╝ttert werden, um die optimale Energiezufuhr zu gew├Ąhrleisten.

Trockenfutter

Das Trockenfutter war besonders in den 80iger und 90iger Jahren sehr beliebt bei Hundehaltern, da dieses schnell und unkompliziert zu verf├╝ttern war. Es gibt mittlerweile viele Unterschiede beim Trockenfutter, von den normalen festen Brocken bis hin zu Soft oder Halb-Soften Brocken, alles ist m├Âglich. Bei Soft oder Halb-Soften Trockenfuttern ist der Feuchtigkeitsgehalt h├Âher und somit ist es besser verdaulich, der Hund muss davon wesentliche weniger trinken, als bei dem normalen Trockenfutter.

An sich ist die F├╝tterung von Trockenfutter nicht gesundheitsgef├Ąhrdend, wie immer mal wieder gerne betont wird, solange der Hund genug trinkt und keine Probleme mit den Nieren hat, aber auch hier gibt es spezielles Trockenfutter f├╝r nierenkranke Hunde. Da Trockenfutter hoch konzentriert ist, sollte man die Menge immer gut abmessen, um eine ├ťberf├╝tterung zu verhindern.

Barfen

Das barfen findet seit einigen Jahren immer mehr Begeisterung, da es nat├╝rlich und artgerecht sein soll. Das Futter wird roh gegeben und das Fleisch wird mit einer Obst/Gem├╝semischung gegeben. Wenn man sich wirklich sicher sein m├Âchte, was der Hund zu fressen bekommt, ist diese Art der F├╝tterung sinnvoll.

Beim barfen scheiden sich aber die Geister. Die einen empfinden es als das einzig wahre Futter, weil es mit dem rohen Fleisch als einziges artgerecht w├Ąre und die anderen halten es f├╝r quatsch und sind komplett dagegen. Es gibt auch Hundehalter die f├╝r ihren Hund kochen, also ├Ąhnlich wie Barf, blo├č halt nicht mehr roh. Beim barfen sollte man sich auf jeden Fall wirklich gut in das Thema einlesen oder einen Hundeern├Ąhrungsberater zur Hilfe ziehen, dieser kann dann einen passenden Barfplan erstellen, denn hier muss das Futter wirklich auf den Hund individuell abgestimmt werden und man kann nicht einfach irgendeinen Barfplan aus dem Internet kopieren.

Auch spielt hier das Thema Nahrungserg├Ąnzungsmittel eine Rolle, da es sich um kein Alleinfuttermittel handelt und je nach Hund evtl. der ein oder andere Zusatz ins Futter gemischt werden sollte. Ebenso ist das Thema Hygiene in der K├╝che hier besonders wichtig und gerade bei Haushalten mit Kindern oder immunschwachen Personen wird gerne vom barfen abgeraten.

Und es gibt noch so viel mehr…

Und da es ja langweilig w├Ąre, wenn es das nun schon gewesen sein sollte, es gibt einfach noch so viel mehr Methoden, jedoch klinke ich mich hier aus, da ich zum Thema Mischf├╝tterung, Restef├╝tterung einfach keine eigenen Erfahrungen oder gute Infos habe und ich mich auch noch nie mit dem Thema vegane oder vegetarische F├╝tterung besch├Ąftigt habe. Aber ihr seht, es gibt einfach f├╝r jeden das richtige Futter, man sollte nur wirklich immer nur im Auge behalten, dass es sich beim Hund um ein Wesen handelt, dass auf uns angewiesen ist und uns vertraut, dass wir ihm das passende Futter geben und uns hierbei nicht von Trends oder der eigenen Ern├Ąhrungsform leiten lassen.

2 Kommentare

  • Pixel_theWiener

    und wieder einmal stehe ich genau vor dieser Frage! Pixel vertr├Ągt leider nicht wirklich viel (kein Huhn, kein Rind, kein Wildschwein, kein Wild,..). Wir f├╝ttern schon immer Pferd, denn das geht. Mein Tierarzt meinte, ich soll dabei bleiben, wenn es f├╝r ihn gut ist. Letztes Jahr haben wir auf Rat des Arztes die Marke gewechselt,… ein Fehler? Naja, wir haben so unsere Problemchen (Analdr├╝sen) und werden im n├Ąchsten Schritt wieder zur├╝ck zum Ursprung gehen.
    Barfen w├╝rde ich wirklich gerne aber das l├Ąsst sich nicht mit unserem Leben verbinden. Erstens frisst mir Pixel rein gar nichts davon und geht lieber drei Tage in den Hungerstreik (obwohl ich wirklich gut kochen kann xD) und Zweitens sind wir so unglaublich viel unterwegs, dass sich das nicht mit Tuppern und K├╝hlm├Âglichkeiten l├Âsen l├Ąsst.

    Ich finde, dass jeder das passende f├╝r sich und seinen Hund finden sollte ohne von Anderen immer verurteilt oder belehrt wird.

    Liebe Gr├╝├če
    Laura & Pixel

    • admin

      Liebe Laura, oh ja das Problem mit den Analdr├╝sen haben wir auch jedes Mal, wenn Reva etwas neues frisst, aber es nicht vertr├Ągt, innerhalb weniger Minuten wird sich an den Dr├╝sen geknabbert. ­čÖü Ich bin mir sicher, dass ihr das richtige f├╝r euch finden werdet.

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