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Den richtigen Tierarzt finden

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Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden und enthält Werbung.

Der Tierarzt – Ein wichtiger Ansprechpartner im Leben mit Hund

Wenn es neben dem Züchter/Tierheim/Tierschutzorganisation und dem Hundetrainer noch eine weitere wirklich wichtige Person, im Leben mit Hund gibt, dann ist es ganz klar ein guter Tierarzt. Aber wie finde ich diesen? Denn das ist gar nicht so leicht. Je nachdem wo man wohnt, hat man entweder, wie bei uns in der Großstadt ein wirkliches Überangebot, oder man lebt auf dem Land, wo es vielleicht nur einen Tierarzt gibt und dieser vielleicht auch noch etwas weiter entfernt seine Praxis hat.

Und dabei ist es wirklich wichtig, einen Tierarzt zu finden, bei dem man sich als Hundehalter aber auch wo der Hund, sich wirklich wohl fühlt. Wenn man sich so durch die Bewertungen im Internet liest, fällt immer wieder auf, dass sich schlechte Bewertungen häufen und es immer wieder dieselben Dinge sind, die bemängelt sind. Der eine Tierarzt fertigt einen schnell ab, der andere greift sofort zur Chemokeule und wieder andere erklären nicht was sie gerade tun.

Auch ich habe lange gebraucht, bis ich mich mit meiner Tierarztwahl gut gefühlt habe und würde mit diesem Beitrag, gerne meine Erfahrungen weitergeben, vielleicht helfen sie ja.

Es kann wirklich dauern, bis man den passenden Tierarzt gefunden hat.

So habe ich den passenden Tierarzt gefunden

Zuerst einmal möchte ich davon abraten, sich auf die Bewertungen im Internet zu verlassen und mich dafür aussprechen, sich wirklich ein eigenes Bild vom Arzt vor Ort zu machen. Wenn man jemand ist, der grundsätzlich ungern zu Medikamenten wie Antibiotika und Co. greift, würde ich mich einfach mal durch die Praxen telefonieren und fragen, ob sie auch Alternativmethoden anbieten, denn auch das wird immer häufiger angeboten. Gerade bei Welpen und Junghunden, wird das immer beliebter bei Tierärzten.

Ich habe damals, als meine erste Hündin einzog, dank des Internets, geschaut, welche Tierärzte in unmittelbarer Nähe sind und diese einmal durchtelefoniert, ganz unabhängig von deren Bewertungen. Ich habe am Telefon nachgefragt, nach welchem Satz der GOT (Gebührenabrechnung für Tierärzte) in der Regel abgerechnet wird, ob Notdienste oder Sprechstunden am Wochenende angeboten werden. Auch Fragen nach eigenem Labor und Operationsmöglichkeiten wurden von mir gestellt, da es mir persönlich wichtig ist, dass ich Laborergebnisse zügig habe und mein Hund in der für ihn bekannten Praxis operiert werden kann und ich dafür nicht extra wieder woanders hin muss, wo ich die Ärzte gar nicht kenne. Durch kurze Fragen am Telefon, kann man schnell erkennen, ob sich die Angestellten dort Zeit lassen und ob ihnen das Wohl der Tiere und die Fragen der Halter wirklich wichtig sind. Werde ich bereits am Telefon eilig abgefertigt, dann brauche ich dort auch nicht hingehen, denn dann fühle ich mich dort unwohl und fehl am Platz. Das muss ich meinem armen kranken Hund nicht antun.

Hinzu kam, dass wir kein Auto hatten und es mir wichtig war, dass ich immer schnell beim Arzt sein kann, und diesen immer gut und einfach erreichen kann, ganz egal worum es geht und ich meinen Hund im Notfall auch hintragen kann, weil er vielleicht gerade nicht laufen kann. Also wurden vorrangig Praxen in der Nähe und dem Umkreis herausgesucht. Am Ende blieben von 30 Praxen aus der Nähe und dem Umkreis noch 8 Praxen über. Dann erst lies ich mir die Bewertungen im Netz durch und wenn ich das Gefühl hatte, dass das Telefonat mit diesen Bewertungen übereinstimmte, sortierte ich nochmal aus. So kam ich am Ende auf 3 Praxen. Zwei davon sogar mit Wochenendsprechzeiten. Preislich waren sie total unterschiedlich, aber darauf sollte es hierauf letztendlich nicht ankommen, sondern wirklich das Gefühl, dass der eigene Hund hier gut aufgehoben ist und im Falle einer OP bestens betreut wird.

Mit meiner alten Hündin war ich erst bei dem Arzt, der direkt um die Ecke sitzt und war da die ersten Monate auch gut betreut, jedoch hatte ich das Gefühl, in einigen Dingen tatsächlich abgezockt zu werden. Es ging hier um eine Zahnsanierung, die zwar wirklich nötig war, aber noch bevor sich die Zähne angesehen wurde, sprach die Ärztin davon, dass bei einem alten Hund auf jeden Fall mindestens die Hälfte aller Zähne gezogen werden müssen. Dann holte ich mir eine zweite Meinung ein und ich betrat diese Praxis lange nicht mehr.

Wir wechselten dann den Arzt, zu einem aus dem näheren Umkreis und hier fühlte ich mich wirklich sehr wohl. Der Arzt war zwar etwas Wortkarg, aber wenn er merkte, dass einem das Tierwohl wirklich wichtig ist, hat er super erklärt und ich hätte mir keinen besseren Arzt vorstellen können. Er kam sogar zu einer Not-Op meiner alten Hündin extra aus seinem Urlaub, obwohl er genug angestellte Tierärzte dafür da gehabt hätte. Ich wusste zu jederzeit, was gemacht wird und auch warum. Preislich war er allerdings sehr sehr hoch, aber wie gesagt, für mein geliebtes Tier würde ich immer mein letztes Hemd geben. Was ich hier besonders gut fand, war eine kleine Beratung von neuen Patienten und es wurde immer darauf hingewiesen, dass es auch Hundekrankenversicherungen gibt, mit denen direkt abgerechnet wurde, so dass der Besitzer, dies nicht mehr machen musste. Hier konnte man jederzeit Fragen zu der Versicherung stellen und wurde bestens beraten.

Auch mit Reva, kamen wir anfangs lange hierher, aber leider war er auf dem Gebiet der IBD, eine Krankheit die Reva seit Geburt hat, nicht richtig spezialisiert und sein angebotener Behandlungsplan widersprach zu extrem dem, was ich mir bisher angelesen hatte und machte somit keinen Sinn für mich. Ich fand es aber super, dass er von Anfang an gesagt hatte, dass er hier keine Ahnung von hat und raten würde, zu einem Spezialisten zu gehen. Diesen fanden wir dann kurze Zeit später, durch einen blöden Zufall, in der Praxis, wo wir ganz am Anfang waren. Mittlerweile hatten hier die Ärzte gewechselt und ich war von der neuen Ärztin und ihrem umfangreichen Wissen zu der IBD begeistert. Seitdem sind wir dort, meinen alten Tierarzt würde ich aber immer für eine Zweitmeinung aufsuchen, weil ich diesem einfach zu 100 % vertrauen kann.

Woran erkenne ich einen guten Tierarzt?

Viele denken, dass sie einen Tierarzt nur bei Notfällen oder bei Krankheit brauchen. Dem ist aber eigentlich nicht so, denn ein guter Tierarzt kann auch ein passender Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Hundegesundheit sein. Und davon abgesehen, sollte ein verantwortungsvoller Hundehalter auch zu regelmäßigen Kontrollen gehen, also auch wenn der Hund aktuell gesund ist, denn nur so können Erkrankungen frühzeitig festgestellt werden. Viele Tierärzte bieten mittlerweile Ergänzungen zu den normalen Behandlungen an. Da wären z.B. Tierarzttraining mit dem Welpen, Ernährungsberatung oder auch Sprechstunden für Gesundheitsfragen. Außerdem haben viele Tierarztpraxen ein gutes Netzwerk aus Hundetrainern und Betreuungsmöglichkeiten und bei Fragen, bekommt man oft eine gute Antwort hierzu. Sei ein Netzwerk zeigt, dass der Tierarzt einen guten Ruf hat und viele Menschen aus diesem Bereich gerne mit ihm arbeiten möchten.

Eine gute Tierarztpraxis beantwortet im Vorweg gerne alle Fragen am Telefon und bleibt auch bei einer telefonischen Beratung nett und höflich, ganz egal wie lang diese dauert. In der Praxis selber, spricht eine räumliche Trennung von den unterschiedlichen Tieren, sehr für Qualität. Es gibt also immer öfters Praxen, wo es Warteräume für Katzenbesitzer, Hundebesitzer und Kleintiere, getrennt voneinander gibt. So ist alles entspannter und die einzelnen Tiere werden nicht durch entsprechende Gerüche weiter gestresst. Einige Praxen bieten sogar Decken oder Handtücher beim Warten an, damit das Tier nicht frieren muss, wenn es Winter ist oder das Tier durch Regen komplett durchnässt wurde.

Das Wichtigste, neben einem freundlichen und höflichen Personal in der Praxis, ist und bleibt aber immer noch der Tierarzt selbst. Die Praxis kann noch so viel tollen Service für das Tier anbieten, wenn der Arzt nicht zu einem passt, bringt das alles nichts. Wichtig ist hier zu sagen, dass nur weil ein Arzt nicht passend für einen ist, dass es sich hierbei noch lange nicht um einen schlechten Tierarzt handeln muss. Er passt lediglich nicht zum Mensch-Hund-Team. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hab schon oft schlechte Bewertungen von meinen Tierärzten gelesen, die für mich nicht nachvollziehbar waren, da diese fachlich wirklich super sind. Aber häufig wird hier gleich von “schlecht” gesprochen, wenn der Arzt nicht zu einem passt, was ich sehr gefährlich finde, und oftmals werden dann gleich schlechte Bewertungen geschrieben. Ganz egal, ob der Arzt einem unsympathisch war oder vielleicht wirklich ein Fehler passiert ist, das ist alles menschlich und jeder macht Fehler, trotzdem sollte man sich so eine “schlechte” Bewertung wirklich doppelt überlegen.

Ein guter Tierarzt ist nicht nur freundlich zum Tier, sondern ist auch zum Tierbesitzer offen und nimmt sich dessen Probleme oder Fragen gerne an und beantwortet alles so häufig und genau, bis wirklich keine Fragen mehr offen sind. Im Kontakt mit dem Tier können mögliche Ängste schnell erkannt und entsprechend gehandelt werden. Ein guter Arzt erkennt schnell, wenn der Besitzer involviert werden sollte, damit der Hund weniger Stress erleiden muss und geht ganz behutsam mit dem Tier um. Einige versuchen nach einer Behandlung noch einen positiven Abschluss zu finden, indem es Leckerlis und/oder Kuscheleinheiten für den tierischen Patienten gibt. Ein wirklich guter Arzt ist feinfühlig, erklärt seine Behandlungsschritte ganz genau und ist immer gerne bereit, alle aufkommenden Fragen zu beantworten.

Mittlerweile arbeiten viele Tierärzte auch mit den Versicherungen zusammen, bei denen das Tier eine Krankenversicherung oder OP-Versicherung hat. Hier ist der Vorteil, dass die Praxis direkt mit der Versicherung abrechnen kann und der Besitzer sich um nichts mehr kümmern muss. Auch dies ist ein super Service, der nicht unerwähnt bleiben sollte.

Nicht vorschnell urteilen

Wenn ihr also auf der Suche nach einem Tierarzt für eure Fellnase seid, schaut euch ganz in Ruhe um, denn der Tierarzt sollte für alle Beteiligten eine Vertrauensperson sein und daher wirklich gute Ausgewählt werden. Bitte schaut euch ganz in Ruhe alles an und gebt dem Arzt bei Bedarf auch eine zweite Chance, falls euch etwas stören sollte, bevor ihr vorschnell urteilt und ggf. eine schlechte Bewertung im Netz abgebt.

Auch ein Tierarzt hat mal schlechte Tage oder sehr viel Stress, vielleicht hat ihn eine Behandlung sehr mitgenommen und er war deswegen nicht so freundlich wie er eigentlich ist? Tierärzte haben keinen leichten Job und es werden täglich immer mehr tierische Patienten, die in den Wartezimmern sitzen und auf Hilfe hoffen.

Stellt bei einem ersten Besuch viele Fragen, beobachtet den Arzt und stellt auch gerne mal die gleiche Frage mehrmals, um zu sehen, ob er wirklich geduldig mit euch ist. Wenn ihr euch wirklich gut aufgehoben fühlt, dann habt ihr hoffentlich, einen Ansprechpartner für viele Jahre. Und wenn es dann doch nicht passt, sucht weiter, bevor ihr nach jedem Besuch immer unzufriedener werdet. Da draußen gebt es für jedes Mensch-Hund-Team den passenden Tierarzt, man muss ihn nur finden.

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