🎤 Blogtalk - Hundeerziehung und Nützliches

Die Leinenführigkeit

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Dies ist ein Gastbeitrag meiner lieben Freundin Janine, die sich freudig dazu bereit erklärt hat, meinen Blog mit ihrem tollen und umfangreichen Fachwissen, als Hundetrainerin zu unterstützen! Da es sich um einen Gastbeitrag mit Nennung des Instagram-Accounts handelt, handelt es sich hierbei um Werbung.

Hallo und Wuff!

Ich bin Janine, 22 Jahre, Hundemama aus Leidenschaft und Aushilfshundetrainerin auf unserem Hundeplatz. Unser Zuhause wird von zwei Fellnasen auf den Kopf gestellt, die ich natürlich auch noch kurz vorstellen werde. Da wäre: Lilly, eine 10 Jahre alte Berger des Pyrénées Hündin. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, total aufgedreht und gerne auch mal eine kleine Zicke. Und unser Küken Rey, ebenfalls eine Berger des Pyrénées Hündin die mittlerweile 2 Jahre alt ist. Sie ist der absolute Streber und immer mit vollem Elan dabei und der erste Hund den ich zum größten Teil alleine erziehen darf.

Wir sind bei Instagram unter „Lilly_und_Rey“ zu finden. Auf unserem Account berichten wir über unsere alltäglichen Erlebnisse, gehen dabei nicht immer nur die bequemen Wege, sondern berichten auch offen und ehrlich über die unschönen Dinge. Zudem erinnern wir uns gerne mal an vergangene Tage mit unserer verstorbenen Terriermix Hündin Hera zurück oder an die Welpenzeit von Lilly und Rey.

Den Hund verstehen: Warum zieht er überhaupt an der Leine?

Der Spaziergang aus der Sicht des Hundes ist voller Gerüche, neuen Eindrücken und Informationen. Er möchte gerne die Markierungen seiner Artgenossen aufspüren und neue Sachen genau unter die Lupe nehmen. Wenn du deinen Hund von diesen Informationsquellen wegziehst, ist der Spaziergang lang nicht mehr so spannend für ihn und außerdem unterbindest du angeborene Verhaltensmuster. Leinenführigkeit bedeutet daher auch, dass du deinem Hund erklärst, dass der Spaziergang spannend wird, indem du dabei bist.

Was bedeutet Leinenführigkeit?

Ich definiere Leinenführigkeit als lockeres an der Leine laufen. Der Hund achtet auf dein Tempo und passt sich gegebenenfalls an eine Änderung an. Es soll dir und deinem Vierbeiner einen entspannten Spaziergang ermöglichen, aber auch wenn die Leine mal etwas strammer wird, ist das kein Weltuntergang solange dein Hund dies bemerkt und sich schnell selbst korrigiert. Leinenführigkeit heißt allerdings nicht, dass dein Hund den kompletten Spaziergang im Fuß neben dir laufen muss.

Die richtige Vorbereitung

Verschiedene Dinge solltet ihr schonmal üben, bevor ihr ins richtige Training startet. Dazu gehört auch, dass du deinem Hund zeigst, dass er die Leine als etwas positives sehen kann. Das erreichst du indem du deinen Hund in Situationen anleinst, die für ihn total toll sind. Das kann zum Beispiel beim Spielen, Fressen oder Streicheln sein. Dass dein Hund locker neben dir an der Leine läuft bedeutet auch, dass er die Führung an dich abgibt. Das erfordert Vertrauen. Genau dafür ist es wichtig, dass du auch im Alltag die Führung übernimmst. Lass dich nicht mehr so viel vondeinem Hund beeinflussen und entscheide selbst, wann du zum Beispiel mit ihm spielen willst oder ihn streicheln willst. Du solltest allerdings deinen Hund auch nicht dazu zwingen müssen, wenn er wirklich keine Lust hat, dann lass ihn lieber in Ruhe. Auch die richtige Ausrüstung ist Teil einer guten Vorbereitung. Falls dein Hund sich beim Spaziergang durch das Halsband den Hals zuzieht, wechsele lieber zu einem Geschirr. Denn ansonsten zieht dein Hund wahrscheinlich noch mehr. Dadurch, dass er keine Luft mehr bekommt versucht er nämlich der Situation zu entkommen und sein Mittel dafür wird eventuell das Leinenziehen sein.

Wo beginnt man das Training?

Bei allem was dein Hund neu lernen soll, ist es wichtig, dass du es deinem Hund so leicht wie möglich machst. Ihr solltet anfangs in einer gewohnten Umgebung trainieren, in der es wenig Ablenkung für deinen Hund gibt. Das kann auch das eigene Wohnzimmer sein. Wenn das Training in dieser Umgebung fest sitzt, könnt ihr die Ablenkungen langsam erhöhen.

Wie trainiere ich die Leinenführigkeit?

Mir persönlich ist es immer wichtig, kurz zu erwähnen, dass das Training mit dem Hund immer positiv aufgebaut werden kann. Wieso sollte man seinen Hund für etwas bestrafen was er noch garnicht kann? Genauso ist es auch bei derLeinenführigkeit.

Du solltest nicht an der Leine zerren oder reißen, denn dein Hund wird daraus nichts lernen. Ich weiß natürlich selbst, dass es auch mal verdammt schlechte Tage gibt, an denen nichts so wirklich funktionieren will, aber auch hier ist es wichtig, dass du Ruhe bewahrst und deine Stimmung nicht am Hund auslässt. Es ist wichtig, dass du dein Training konsequent durchziehst. Ansonsten wird dein Hund merken, dass er mit seinem Verhalten doch durchkommt.

Nun aber zum Training zur Leinenführigkeit. Im ersten Schritt sprichst du deinen Hund kurz an und gehst locker mit dem angeleinten Hund los. Wenn er entspannt an der Leine geht, kannst du ihn sofort belohnen. Das kann auch direkt nach den ersten Schritten sein. Wenn dein Vierbeiner danach wieder anfängt zu ziehen, sprichst du ihn wieder an. Falls er nicht reagiert, sprichst du ihn erneut an und drehst dich von ihm weg. Erst wenn dein Hund zu dir kommt, wird er wieder belohnt.

Wenn dieser Teil des Trainings gut funktioniert, kannst du ein Signal einführen. Wir benutzen als Kommando „Bei“, aber das kannst du dir aussuchen wie du möchtest. Wichtig ist nur, dass dein Hund mit diesem Kommando noch nichts anderes oder gar mit einem negativem Training verbindet.

Funktioniert das auch alles super, könnt ihr immer weniger Richtungswechsel einbauen und dann auch mal eine längere gerade Strecke laufen. Die Ablenkungen könnt ihr dann mit der Zeit durch Wechsel der Trainingsumgebung erhöhen. Falls du merkst, dass dein Hund in der neuen Location zu abgelenkt ist, dann geh wieder einen Trainingsschritt zurück und übe in gewohnter Umgebung. Mit diesen Übungen und etwas Geduld sollte einem entspannten Spaziergang hoffentlich nichts mehr im Wege stehen.

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