ÔŁĄ´ŞĆ Hundegesundheit

Die Sinnesorgane des Hundes

Der Hund und seine Sinnesorgane

Wir Hundehalter sind einfach immer wieder fasziniert von unseren geliebten Fellnasen und eine Umfrage eines beliebten Haustiermagazins hat herausgefunden, dass die meisten Hundehalter gro├čes Interesse an den Sinnesorganen ihrer Tiere haben. Zu Recht, wie ich finde, denn die Sinnesorgane unserer geliebten Fellnasen leisten so einiges und die wenigsten werden dar├╝ber umfassend informiert sein. Da gibt es so vieles was wirklich faszinierend ist, z.B. die Hundenase die ein echtes Wunder der Natur ist.

Und deswegen befasst sich dieser Beitrag mit den gro├čen Sinnesorganen unserer Hunde und soll etwas Aufkl├Ąrung geben, wie viel diese eigentlich leisten. Zudem gebe ich auch direkt ein paar Pflegetipps oder “No Go┬┤s” damit die Sinnesorgane weiterhin einwandfrei funktionieren k├Ânnen.

Das Auge des Hundes

Der Vergleich Mensch – Hund

Wir Menschen sind mit gesunden Augen relativ wenig Lichtempfindlich. Unsere runde Augenform macht die Aufnahme von bewegten Bilder unter Lichteinfluss leicht. Daf├╝r k├Ânnen wir Menschen im dunkeln aber nicht all zu gut sehen und. Au├čerdem kann der Mensch bewegte Bilder schlechter erkennen und einsch├Ątzen als ruhige Bilder.

Der Hund hingegen verh├Ąlt sich hier sehr gegens├Ątzlich. Mit seinem Auge, was eher flach geformt ist, kann er bei Dunkelheit hervorragend sehen und (fast) jede Bewegung perfekt erkennen, gerade die Jagdhunde k├Ânnen bei Dunkelheit perfekt sehen. Bei Licht reagieren die meisten Hunde empfindlich, da sie eine hohe Blendempfindlichkeit haben. Das Sichtfeld des Hundes ist sehr weitr├Ąumig, weswegen er auch in der Dunkelheit perfekt seine Beute erkennen k├Ânnte. Das Hund im Dunkeln so gut sehen kann verdankt er ├╝brigens dem “Tapetum Luciodum” was wir uns als reflektierende Schicht vorstellen k├Ânnen, welche auf der Netzhaut anliegt und daf├╝r sorgt, dass Licht welches in das Auge f├Ąllt, verst├Ąrkt wird.

Kleiner Wissensfact: Hunde sind in der Regel kurzsichtig, also weit entfernte Dinge k├Ânnen nur schlecht gesehen und erkannt werden. Je n├Ąher etwas kommt, desto besser kann es also gesehen und erkannt werden. Das Sichtfeld des Hundes betr├Ągt bis zu 240 Grad, dass von uns Menschen lediglich 180 Grad, somit kann er sehr weitr├Ąumig sehen, im Vergleich zu uns Menschen. Trotzdem sehen Hunde weniger scharf als wir Menschen, da bei ihnen das Scharfstellen der Linsen weniger ausgepr├Ągt ist.

Der Aufbau des Auges

Das Auge des Hundes besteht, wie beim Menschen auch, aus dem Augenlid, Augapfel, Sehnerven und dem Sehzentrum welches im Gehirn des Hundes tief verankert ist. Im Sehzentrum werden, genau wie bei uns auch, die empfangenen elektrischen Signale des Gehirns verarbeitet und ausgewertet. Aber das Auge des Hundes besteht zudem noch aus vielen kleinen Blutgef├Ą├čen sowie Nerven, Muskeln, Tr├Ąnenkanal und nat├╝rlich der Augenh├Âhle, wo das Auge sitzt.

Das Auge des Hundes ist gut gesch├╝tzt, denn der Augapfel selber wird von vielen Schichten umgeben. Wenn man sich einen Augapfel von innen ansieht, w├╝rde man ganz innen die Netzhaut erkennen. Diese wird erst von der Aderhaut und dann, in einer weiteren Schicht mit einer Art Lederhaut umschlossen. Nat├╝rlich haben auch die Augen unserer Hunde Bestandteile wie Hornhaut, Bindehaut, Glask├Ârper, Iris und eine Linse. der Hund hat auf seiner Netzhaut kleine Zapfen und St├Ąbchen, welche u.a. f├╝r das Farbspektrum sowie das Sehen in unterschiedlichen Lichtverh├Ąltnissen n├Âtig sind.

Vor einigen Jahren war man sich relativ sicher, dass unsere Hunde ihre Umgebung ausschlie├člich in schwarz-wei├č wahrnehmen und keinerlei Farben sehen k├Ânnen. Mittlerweile ist die Wissenschaft aber weiter und man wei├č, dass Hunde durchaus ein Farbspektrum haben, wenngleich es doch wesentlich kleiner ist als bei uns Menschen. Wie bereits gesagt haben unsere Hunde auf der Netzhaut Zapfen. Und diese Zapfen sind sind f├╝r das Farbspektrum zust├Ąndig. Mal zum Vergleich zu uns Menschen, wir haben drei Zapfen auf der Netzhaut die f├╝r Farbenwahrnehmung zust├Ąndig sind. Der Hund verf├╝gt ├╝ber die Farben Blau, Violett und Gelb. Und einige Farben kann er “anders” sehen, so sieht z.B. Rot f├╝r den Hund wie Gelb und Purpur erscheint ihnen in Grau. Gr├╝n k├Ânnen Hunde z.B. gar nicht wahrnehmen.

Pflege des Hundeauges

Generell ist zu sagen, dass die Augen des Hundes keine Pflege oder Reinigung von uns Menschen ben├Âtigen. Eigentlich ist das Auge so aufgebaut, dass kleine Flusen oder Sandk├Ârner von alleine aus dem Auge durch den Tr├Ąnenkanal geschwemmt werden k├Ânnen, vorausgesetzt der Hund ist sonst gesund und hat keinen gest├Ârten Tr├Ąnenkanal.

Manche Hunde neigen aufgrund ihrer Rasse oder Mischung zu Tr├Ąnenfluss. Tr├Ąnenfluss erkennt man daran, dass die Augen etwas verklebter sind als bei anderen Hunden. Hiervon sind sehr h├Ąufig Pudel, Malteser, M├Âpse, Pekinesen, Boston Terrier, und andere Hunderassen mit flachen Gesichtern und/oder hervorstehenden Augen betroffen. Hier sollte man die Augen dann t├Ąglich mit einem weichen Tuch und nassem Wasser reinigen. Es gibt im Fachhandel spezielle T├╝cher und Tropfen, wovon aber ohne ├Ąrztliche Absprache dringend abzuraten ist. Wenn ihr lieber auf richtige Pflegeprodukte hierf├╝r zur├╝ckkommen wollte, dann fragt bitte vorher dringend euren Tierarzt.

Erkrankungen des Auges – Allgemeines

Wenn ein Hund am Auge erkrankt ist, muss oberste Vorsicht geboten werden, denn wenn der Hundehalter am verletzten oder erkrankten Auge alleine herum spielt und nach der Ursache sucht oder versucht einen sichtbaren Fremdk├Ârper zu entfernen, kann das Auge und einige seiner Bestandteile stark verletzt oder die Verletzung verschlimmert werden. Am besten sucht man bei dem Verdacht einer Erkrankung am Auge direkt einen Tierarzt auf, auch wenn sich kleine sichtbare Fremdk├Ârper im Auge befinden.

Bei einer Augenerkrankungen k├Ânnen durchaus alle Bestandteile des Auges betroffen sein, aber auch auch nur einzelne der genannten Bestandteile. Die Anzahl an m├Âglichen Augenerkrankungen beim Hund ist gro├č und es gibt einige Krankheiten, die durchaus angeboren werden k├Ânnen.

Wir Hundehalter wollen f├╝r unsere Hunde immer nur das beste und versuchen daher gern mit allen m├Âglichen Mitteln, die Gesundheit unserer Tiere so gut wie m├Âglich zu unterst├╝tzen. Die Anzahl an diversen Kr├Ąutern, Pulvern als Nahrungserg├Ąnzungsmittel, Salben und Tinkturen oder Tropfen f├╝r die Augen zur Pflege und Unterst├╝tzung der Sehkraft ist nicht gerade gering, und trotzdem sollte man die Finger von diesen Dingen lassen, zumindest im Alleingang. Wenn ihr die Sehkraft eures Hundes unterst├╝tzen m├Âchtet, fragt bitte immer vorher euren Tierarzt um Rat und auch bei vorliegenden Erkrankungen des Auges, auch wenn es “nur” eine Bindehautentz├╝ndung ist, lasst bitte die Finger von Hausmitteln des Menschen. Immer wieder liest man davon, dass Hundehalter bei Bindehautentz├╝ndung frischen Kamillentee aufgekocht und als Tinktur dem Hund verabreicht haben und der Hund nun als Folgeschaden an Blindheit leidet. Kamillentee hat im Auge des Hundes nichts zu suchen!! Also bitte fragt immer euren Tierarzt vorher um Rat!!

Erkrankungen des Auges – Symptome

Folgende Symptome k├Ânnen auf eine Augenkrankheit hindeuten. Sie k├Ânnen einzeln aber auch in Kombination auftreten:

  • vermehrtes Blinzeln
  • eitriger und/oder sehr starker Ausfluss am Auge
  • ger├Âtete Augen
  • Juckreiz
  • die Nickhaut ist sichtbar (hierbei handelt es sich um das sogenannte dritte Augenlid was sichtbar wird)
  • Krusten am Auge
  • getr├╝bte Linse oder pl├Âtzliche Blindheit des Hundes
  • das Auge ist leicht oder stark angeschwollen
  • Verletzungen und/oder Fremdk├Ârper im/am Auge
  • Verf├Ąrbungen des Auges

Diese Augenerkrankungen gibt es

Aufgrund der vielen verschiedenen Augenerkrankungen erw├Ąhne ich hier nur die g├Ąngigsten, es gibt aber durchaus mehr Krankheiten die das Auge betreffen. Grunds├Ątzlich ist zu sagen, dass bitte bei jeder Augenerkrankung ein Tierarzt aufgesucht werden sollte!

Bindehautentz├╝ndung

Diese kann, wie beim Menschen auch, durch Heuschnupfen also eine Allergie gegen Pollen ausgel├Âst werden. Aber auch bei Fremdk├Ârpern im Auge oder Verletzungen, die durch Reiben vielleicht sogar noch verschlimmert wurden k├Ânnen Bindehautentz├╝ndungen entstehen. Die Bindehaut des Auges ist ger├Âtet und sichtbar gereizt, man kann manchmal kleine Blasen im Auge erkennen.

Wissensfact: Welpen und junge Hunde bekommen h├Ąufiger mal eine Bindehautentz├╝ndung, welche dann schnell wieder weg geht und eher harmloser Natur ist, dennoch sollte sie immer von einem Tierarzt untersucht und behandelt werden, ganz egal wie oft sie schon beim eigenen Hund aufgetreten ist.

Lidentz├╝ndung

Sie ├Ąhnelt einer Bindehautentz├╝ndung sehr. Jedoch sind hier keine Bl├Ąschen zu sehen und werden eher durch Verletzungen hervorgerufen.

Trockenes Auge (Keratonkonjunktivitis sicca)

Vom trockenen Auge beim Hund spricht man, wenn durch Nervensch├Ąden die Produktion der Tr├Ąnenfl├╝ssigkeit des Hundes stark gest├Ârt ist. Wenn der Hund l├Ąngere Zeit am trockenen Auge leidet und nur wenig bis keine Tr├Ąnenfl├╝ssigkeit produzieren kann, k├Ânne die Dr├╝sen, die f├╝r die Tr├Ąnenproduktion zust├Ąndig sind, kaputt gehen und ihre Funktion vollends verlieren. Wenn der Hund unbehandelt bleibt kann er zudem auch erblinden.

Mopsauge

Das ist eine Krankheit die in der Regel nur die kurzk├Âpfigen Hunde bekommen. Man erkennt ein sichtbar eingerolltes Augenlid und die Tr├Ąnenproduktion kann zudem gest├Ârt sein. Die Augenlider k├Ânnen nicht korrekt geschlossen werden und es entsteht Reibung der Nasenfalte am Auge, was zus├Ątzlich eine Sch├Ądigung der Hornhaut mit sich bringt.

Uveitis

Diese Krankheit gibt es auch bei uns Menschen. Wir haben hier eine entz├╝ndliche Erscheinung der Aderhaut vorliegen. Das Auge kann sichtbar gereizt und r├Âtlich verf├Ąrbt aussehen. Ursache k├Ânnen eine Autoimmunerkrankung des Hundes, Verletzungen, Tumore oder schwere Infektionen sein. Allerdings findet man selten die eigentliche Ursache, man geht eher von einer Nebenursache aus. Wie beim Menschen kann die Uveitis unbehandelt chronisch werden und somit immer wieder kommen und auch zur Blindheit f├╝hren, da mit ihr die Netzhautabl├Âsung einher gehen kann.

Grauer Star und Gr├╝ner Star

Der Gr├╝ne Star wird auch als Glaukom bezeichnet und wird durch zu viel Innendruck im Auge ausgel├Âst. Hier werden wichtige Bereiche wie Netzhaut und Sehnerven zerst├Ârt. Wenn man den Gr├╝nen Star zu sp├Ąt erkannt und nicht oder zu sp├Ąt behandelt, kann er zur Blindheit des Hundes f├╝hren.

Beim Grauen Star haben wir eine deutlich sichtbare Eintr├╝bung der Linse vorliegen, welche man als Katarakt bezeichnet. Sie kann Hunde aller Altersklassen betreffen, ist aber am h├Ąufigsten im hohen Alter anzutreffen. Zudem kann der Graue Star durch Diabetes Typ II sowie durch Entz├╝ndungen und Verletzungen hervorgerufen werden.

Das Hundeohr

Der Vergleich Mensch – Hund

Das Ohr des Hundes stellt sein wichtigste Sinnesorgan dar. Laut diverser Forschungen ist es bewiesen worden, dass Hunde zu 98 % genau heraus h├Âren k├Ânnen, aus welcher Richtung und Entfernung ein Ger├Ąusch kommt. Das liegt daran, dass die Ohren des Hundes unglaublich beweglich sind und ihre Ohren wie eine Art Antenne nutzen k├Ânnen. Wenn sie ein Ger├Ąusch wahrnehmen, k├Ânnen sie das Ohr in die Richtung des Ger├Ąusches drehen. Der Mensch kann dies nicht und somit liegt der Prozentuale Anteil der Ger├Ąuschwahrnehmung beim Menschen nur bei 85%. Somit kann der Hund also auch die leisteten T├Âne wahrnehmen, w├Ąhrend wir diese komplett ├╝berh├Âren w├╝rden.

Fr├╝her sprach man davon, dass Hunde, aufgrund ihres feines Geh├Ârs, T├Âne besonders stark oder lauter wahrnehmen als wir Menschen und vor lauten T├Ânen gesch├╝tzt werden sollen. Dieses ist aber mittlerweile widerlegt worden und man hat herausgefunden, dass Hunde lediglich sehr hohe und sehr tiefe T├Âne besser wahrnehmen kann als man annahm. Somit kann der Hund durchaus T├Âne h├Âren, die der Mensch nicht mehr wahrnehmen kann. Wir Menschen h├Âren T├Âne ab 60 Hertz und bis zu 2000 Hertz. Bei unseren Hunden ist es aber so dass er T├Âne im Minusbereich und bis zu 65000 Hertz wahrnehmen kann. Hierbei gibt es aber Rassespezifische Unterschiede.

Die Sinneszellen liegen beim Hund ├╝brigens nicht, wie bei uns Menschen direkt im Ohr, sondern werden ├╝ber Nervenbahnen ins Gehirn und dort zu dem zust├Ąndigen Hirnnerv weitergeleitet. Der Hund kann diesen Nerv jederzeit Ein- und Ausschalten, wie bei einem Lichtschalter.

Funfact: Ein Hund mit Stehohren kann ├╝brigens noch mal etwas besser h├Âren und Ger├Ąusche wahrnehmen als ein Hund mit Schlappohren.

Der Hund und seine selektive Wahrnehmung

Zudem kann der Hund die Ger├Ąusche selektiv wahrnehmen, was also beutetet, dass er f├╝r sich unwichtige Ger├Ąusche ausblenden kann und sich voll und ganz auf die wichtigen Ger├Ąusche konzentrieren kann. Das Gehirn des Hundes sortiert also jedes Ger├Ąusch und der Hund wird lediglich dann aufmerksam wenn es ihn betrifft. Als kleines Beispiel: Der Hund liegt schlafend im Garten und h├Ârt in der Ferne Hunde bellen, Kinder schreien etc. Das alles wird ihn nicht st├Âren und ihn weiter schlafen lassen. Sobald wir den Hund aber beim Namen rufen w├╝rden, oder er vertraute Ger├Ąusche wahrnehmen w├╝rde wie z.B. eine raschelnde T├╝te w├╝rde er aufwachen und zu uns kommen. Das ganze funktioniert aber nur mit Ger├Ąuschen, die der Hund kennt und wo das Gehirn des Hundes Verkn├╝pfungen aufgebaut hat. Z.b. knisternde T├╝te k├Ânnten Leckeres sein, Name des Hundes durchs Training, Futtersack der raschelt etc. Das Geh├Âr nimmt es wahr, da das Gehirn das Ger├Ąusch erkennt, zuordnen kann und ihm einen m├Âglichen Befehl wie “es k├Ânnte Futter geben da die T├╝te raschelt” gibt und er deswegen aufsteht. Aufgrund dieser selektiven Wahrnehmung hat das Hundegeh├Âr seinen besonderen Ruf und das macht das Hundeohr eben so wichtig.

Entwicklung des Geh├Ârs

Wenn ein Hund geboren wird ist er taub. Erst ab dem 12 Tag beginnt sich das Geh├Âr zu entwicklen und man spricht davon, dass der Geh├Ârsinn erst mit der Vollendung der 6 Woche komplett gebildet ist. Das ist leider f├╝r viele Hundez├╝chter ein Nachteil, da man nicht vorher merkt, ob ein Hund taub geboren ist, also er f├╝r immer Taub bleibt.

So wie sich ein Hundegeh├Âr erst langsam aufbauen muss, so entwickelt es sich im Alter auch zur├╝ck und er kann Teile seines Geh├Ârs komplett verlieren. Aus diesem Grund raten viele Hundetrainer auch dazu, s├Ąmtliche Kommandos nicht nur als H├Ârzeichen, sondern eben auch als Sichtzeichen aufzubauen, damit der Hund auch im hohen Alter an der Kommunikation mit seinem Menschen teilnehmen kann und verstehen kann, was von ihm verlangt wird. Beim Seniorenhund nehmen vor allem die tiefen T├Âne ab, was f├╝r die menschliche Stimme bl├Âd ist, da die sich meist in den tieferen Tonlagen befindet und deswegen die Hunde unsere Stimme weniger gut bis gar nicht mehr wahrnehmen k├Ânnen. Zudem raten viele Hundetrainer den R├╝ckruf mit einer Pfeife zu trainieren, damit der ├Ąltere Hund nicht auf seinen Freilauf verzichten muss und trotzdem das Kommando f├╝r den R├╝ckruf verstehen kann und zuverl├Ąssig ausf├╝hren kann. Die hohen T├Âne verlernt ein Hund als letztes, es kann aber sein, dass er an den Ohren erkrankt und dadurch schon eher die hohen T├Âne ebenso verliert.

Pflege des Hundeohrs

Tats├Ąchlich ben├Âtigen Hundeohren keine spezielle Reinigung, denn bei den Hundeohren handelt es sich um ein Organ, welches sich selber reinigen kann. Die kleinen Haare im Ohr, welche man Flimmerhaare nennt, sind f├╝r den Abtransport des Ohrenschmalzes aus dem Hundeohr zust├Ąndig. Die Flimmerhaare sorgen zudem, dass kein Dreck von Au├čen in das Hundeohr gelangt. Aus diesem Grund wird dringend davon abgeraten, die Haare im Ohr des Hundes nicht zu entfernen. Bei einigen Rassen wie z.B. dem Pudel und Malteser, wurde vor einigen Jahren nicht geraten, die Ohrhaare zu zupfen, mittlerweile wei├č man aber, dass das entfernen und zupfen zu schlimmen Entz├╝ndungen f├╝hren kann und nur noch die wenigsten Tier├Ąrzte und Hundefriseure bieten das Entfernen der Ohrhaare an.

Bei Hunden mit Schlappohren wird jedoch oft empfohlen, die Ohren einmal die Woche f├╝r einige Minuten aufzustellen oder so zu legen, dass etwas Luft ans Ohr kommt, um die Bel├╝ftung des Ohres zu gew├Ąhrleisten. Der Tierarzt des Vertrauens zeigt aber bestimmt gerne, welche M├Âglichkeiten es daf├╝r gibt. Zudem k├Ânnen bei Hunden mit Schlappohren auch die Haare, die au├čen am Ohr wachsen etwas k├╝rzen, damit etwas besser die Luft unters Ohr kommen kann.

Es gibt im Fachhandel zwar spezielle Reinigungstropfen und T├╝cher f├╝r das Hundeohr, aber bei einem gesunden Hund ist die Reinigung ├╝berfl├╝ssig. Wer trotzdem sicher gehen m├Âchte, kann einmal die Woche die Ohren auf Schmutz ├╝berpr├╝fen und ggf. mit einem d├╝nnen Lappen und etwas klarem Wasser den Dreck vorsichtig auswaschen. Bitte passt dabei sehr gut auf und fragt ggf. euren Tierarzt um rat, damit ihr nicht versehentlich Fremdk├Ârper tief in den Geh├Ârgang dr├╝ckt.

Erkrankungen des Ohres – Symptome

Folgende Symptome k├Ânnen auf eine Erkrankung am Hundeohr hindeuten. Sie k├Ânnen einzeln oder in Kombination zusammen auftreten und der Hund sollte dann dringend einem Tierarzt vorgestellt werden.

  • Kopf st├Ąndig sch├╝tteln
  • Kopf regelm├Ą├čig schief halten
  • sehr h├Ąufiges Kratzen am/oder im Ohr

Diese Ohrenkrankheiten gibt es

Neben Milben, Grasmilben und andere Entz├╝ndungen k├Ânnen auch Fremdk├Ârper wie Sand, Grannen, Gr├Ąser und Zecken im Ohr oder Geh├Ârgang des Hundes stecken. Bei allen genannten Symptomen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, und keinesfalls sollte versucht werden, die Fremdk├Ârper oder Parasiten selber zu entfernen, da es hier zu ernsten Verletzungen f├╝hren kann.

Zudem gibt es viele Krankheiten am Hundeohr, die bekanntesten und h├Ąufigsten habe ich hier einmal f├╝r euch herausgesucht:

Blutohr (Oth├Ąmatom)

Diese Erkrankung tritt sehr h├Ąufig bei Hunden mit Schlappohren auf, da es hier zu Infektionen im Ohr kommt. Wenn der Hund den Kopf sch├╝ttelt oder sich am Ohr kratzt, rei├čen viele kleine Blutgef├Ą├če auf und das Blut tritt aus der Ohrmuschel. Man erkennt diese Krankheit an einem angeschwollen, dicken Ohr, welches sich zudem vielleicht hei├č anf├╝hlt. Aus diesem Grund sollte man die Ohren seines Hundes regelm├Ą├čig kontrollieren oder kontrollieren lassen und ggf. Schmutz wie oben beschrieben entfernen. Sollte ein Blutohr nicht behandelt werden, kann mit zur├╝ckbleibenden Narben gerechnet werden, welche die Ohrmuschel verformen k├Ânnen.

Mittelohrentz├╝ndung (Otitis media)

Das ist sehr h├Ąufig eine Folgeerkrankung einer bereits bestehenden Infektion im Hundeohr, welche unbehandelt blieb. Es kann aber nach einer unbehandelten Verletzung des Trommelfells auftreten. der Hund h├Ąlt hierbei den kopf recht schief und kratzt sich viel am Ohr, auf Ber├╝hrungen reagiert er wom├Âglich sehr empfindlich. Unbehandelt kann die Mittelohrentz├╝ndung erheblichen Schaden anrichten und zum H├Ârverlust des Hundes f├╝hren. der Hund leidet bei einer MIttelohrentz├╝dung unter starken Schmerzen beim Fressen, hat tr├Ąnende Augen, Fieber, ist abgeschlagen und evtl. tritt eine L├Ąhmung der Augenlider auf.

Ohrmilben

Ohrmilben werden die meisten Hundebesitzer fr├╝her oder sp├Ąter mindestens einmal im Leben des Hundes kennen gelernt haben. Die Ohrmilben sind Parasiten, welche in den Ohrmuscheln der Hunde leben und sich dort von Hautzellen, Gewebe und Blut ern├Ąhren. Die bekannteste Ohrmilbe ist die R├Ąudemilbe. Gerade junge Hunde und Welpen leiden unter Ohrmilben. Eine ├ťbertragung von Ohrmilben geschieht in der Regel im direkten Kontakt mit anderen Hunden und darum sind diese sehr ansteckend und Hundekontakte sollten in der Zeit gemieden werden. Ohrmilben haben ganz scharfe “Werkzeuge” an ihrem Maul, mit welchem sie die Haut des Hundeohres verletzten und so Entz├╝ndungen entstehen. Ein erkrankter Hund wird den Kopf h├Ąufig sch├╝tteln und sich versuchen am Ohr zu kratzen. Wenn man die Ohren kontrolliert kann man schwarze oder braunschwarze Krusten erkennen. Werden Ohrmilben nicht behandelt kann das Trommelfell schwere Sch├Ąden davon tragen und es kann zu einer Mittelohrentz├╝ndung kommen.

Hefepilz (Malassezien Otitis)

Auch der Hefepilz ist sehr verbreitet bei den Hunden. Einige Tier├Ąrzte halten den Hefepilz f├╝r ansteckend im direkten Kontakt zu Artgenossen, andere Tier├Ąrzte wiederum halten den Hefepilz f├╝r nicht ansteckend. Man sollte trotzdem nichts riskieren und lieber seinen Tierarzt um Rat fragen, falls der eigene Hund unter einem Hefepilz leidet. Der Hefepliz ist ├╝brigens recht nat├╝rlich und kommt bei jedem Hund in der Hautflora vor. Wenn das Immunsystem unter Problemen wie z.B. Allergien oder Unvertr├Ąglichkeiten leidet, k├Ânnen sich die Hefepilze bestens vermehren und werden schnell immer mehr. Sie siedeln sich im Geh├Ârgang an und lassen nervigen Juckreiz entstehen. Betroffene Hunde kratzen sich also h├Ąufig am Ohr, zudem kann es zu unangenehmen oder fauligen Ger├╝chen im Hundeohr kommen. ├ťbrigens kommen Hefepilze nicht nur an den Ohren vor, sondern k├Ânnen u.a. auch die Zwischenr├Ąume der Zehen und Krallen befallen. Ein Hefepilz muss immer tier├Ąrztlich behandelt werden, da er sich sonst unkontrolliert verbreiten kann und nur schwer weg geht.

Tumore am Geh├Ârgang

Der Geh├Ârgang des Hundes kann leider auch von Tumoren befallen werden, welche wiederum zu Entz├╝ndungen f├╝hren k├Ânnen, welche nicht behandelbar sein k├Ânnen, da die Tumore das Hautmilieu am Hundeohr ver├Ąndern. Hier muss zuerst der Tumor des Hundes behandelt und ggf. entfernt werden, ehe eine m├Âglicherweise entstandene Entz├╝ndung behandelt werden kann. Der bekannteste Tumor am/im Hundeohr ist der Ceruminaldr├╝sentumor. Diese Tumorart ist zu 50% b├Âsartig, R├╝ckf├Ąlle sind hier keine Seltenheit. Als einzige Behandlung kommt hier die Entfernung des Geh├Ârganges sowie dem Mittelohr in Frage.

Der Hund und seine Tasthaare

Jeder Hund verf├╝gt ├╝ber Tasthaare, welche von einigen Hundehaltern auch als Schnurrhaare bezeichnet werden. Tats├Ąchlich sehen diese Tasthaare nicht nur “lustig” aus beim Hund, sondern haben einige wichtige Aufgaben. Um eine wichtige Sache von Anfang an klar zu stellen, diese Tasthaare d├╝rfen nicht entfernt werden! Es gibt leider ziemlich viele Hundehalter, und auch Z├╝chter einiger Rassen wie z.B. von Pudeln, die meinen, dass diese Tasthaare die ├ästhetik des Hundes st├Âren und lassen die Tasthaare regelm├Ą├čig entfernen. Hiermit wird dem Hund ziemlich geschadet und die eigentlichen Aufgaben k├Ânnen nicht mehr ├╝bernommen werden, was beim Hund zu einer St├Ârung kommen kann. Aus diesem Grund gibt es in einigen L├Ąndern, wie z.B. in ├ľsterreich bereits ein Gesetz, dass es verbietet die Tasthaare zu entfernen. Wem das genaue Gutachten dazu interessiert, der kann genaue ├╝ber den Link sich dazu einlesen.

Die Tasthaare werden eigentlich Vibrissen genannt und verleihen dem Hund einen ganz besonderen Sinn, sie sind deswegen ein Sinnesorgan. Ohne dieses Sinnesorgan ist der Hund in einigen Dingen aufgeschmissen und verliert die F├Ąhigkeiten, die ihm diese Vibrissen bieten. Im ├ťbrigen wachsen Vibrissen nach, das dauert aber mehrere Wochen bis Monate.

Die Tasthaare sind ziemlich tief in der Hundeschnauze verwachsen und ihr Umfang ist doppelt so dick wie die normalen Hundehaare.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Vibrissen ist die Wahrnehmungsf├Ąhigkeit unserer Hunde. Zudem ersetzen sie die fehlenden Wimpern und sch├╝tzen somit die Augen des Hundes vor gef├Ąhrlichen Fremdk├Ârpern und starkem Schmutz.

Die Vibrissen kann man sich als eine Art Antenne f├╝r den Hund vorstellen, denn sie erfassen eine Vielzahl von Informationen und dienen der Erkundung unserer Umwelt. Wenn ein Hund mit seinen Tastbaren einen Gegenstand ber├╝hrt, bekommt er viele Informationen dar├╝ber in sein Gehirn gesendet. Der Hund wird zudem einen Bogen laufen um diesen Gegenstand, sobald er diesen gestreift hat, da die Tasthaare sehr empfindlich auf Ber├╝hrungen reagieren. Wenn man seinen Hund an den Tastbaren ber├╝hrt, weicht er in der Regel zur├╝ck und/oder schlie├čt die Augen zum Schutz.

Dank der Vibrissen kann der Hund sich ├╝brigens auch bei Dunkelheit bewegen, ohne gegen etwas zu sto├čen. Da die Tasthaare die Luftwirbel wahrnehmen, die beim Laufen entstehen und somit auswerten kann, ob im Raum ein Hindernis kommt, welches es zu beachten gilt. Es ist also eine Art Radar oder wenn man so will, ein Fr├╝hwarnsystem f├╝r unseren Hund.

Die Pfotenballen der Hunde

F├╝r die wenigsten werden die Hundepfoten nicht unbedingt ein Sinnesorgan darstellen, dabei leisten die Hundepfoten echt viel und gerade die Pfotenballen haben einige wichtige Aufgaben, weswegen sie in meinen Augen zu den Sinnesorganen bei den Hunden z├Ąhlen.

Eine Hundepfote unterscheidet sich in ihrem Aufbau nur gering von der menschlichen Hand, allerdings war es das auch schon mit den ├ähnlichkeiten, da die Funktionen und Aufgaben nat├╝rlich ganz anders sind, als bei unseren H├Ąnden.

Unsere Hunde laufen nicht auf der ganzen Pfote, sondern belasten lediglich nur die Zehen. So ist der Hund schneller, wendiger und kann ├╝ber mehr Kraft beim Absprung verf├╝gen. Wie schon erw├Ąhnt, liegen die Hauptaufgaben der Hundepfote in den Pfotenballen.Die Pfotenballen sind in sechs Bereiche aufgebaut und bestehen aus Fingerballen, Handballen sowie Handwurzelballen. Sie bestehen (fast) ausschlie├člich aus Hornhaut und Fett, weswegen sie einen unebenen Boden gut einsch├Ątzen und ausgleichen k├Ânnen.

Die interessanteste Aufgabe, und der Grund warum die Pfotenballen f├╝r mich ein Sinnesorgan darstellen, liegt darin, dass die Pfotenballen Informationen aus dem Boden an den Hund weitergeben. So werden z.B. die Bodentemperatur, die Bestandteile des Weges auf dem der Hund l├Ąuft sowie m├Âgliche Vibrationen oder Schwingen vom Untergrund an das Gehirn des Hundes weitergeleitet. Zudem verteilen die Hunde ihr ganz pers├Ânliches Hundeparfum ├╝ber ihre Pfotenballen, da hier Schwei├čdr├╝sen sitzen und somit Duftmarken verteilt werden.

Das Fell zwischen den Pfotenballen dient als Schutz f├╝r die empfindliche Zehenzwischenhaut und sollte trotzdem regelm├Ą├čig gek├╝rzt werden, damit sich keine Bakterien einnisten k├Ânnen.

So k├Ânnt ihr die Hundepfoten pflegen

Damit euer Hund gut gepflegte Pfoten und Pfotenballen hat, ist gar nicht so viel notwendig. Ihr solltet regelm├Ą├čig die Krallen kontrollieren und ggf. die Krallen k├╝rzen lassen. Das k├Ânnt ihr ganz einfach selbst machen, aber auch vom Tierarzt machen lassen. Wichtig ist hierbei, dass das empfindliche Leben nicht verletzt wird, denn dann kann es schnell zu sehr unsch├Ânen Blutungen kommen. Wer einmal in das Leben einer Kralle geschnitten hat, wird nicht mehr so schnell vergessen, wieviel Blut da raus kommen kann. Sollte euch das einmal passieren, kann ich euch beruhigen, dass ist weniger schlimm als es aussieht. S├Ąubert einfach die Wunde, euer Hund darf sich erst wieder bewegen, wenn die Blutung aufgeh├Ârt hat, hier kann ihr die Wunde k├╝hlen und danach desinfizieren. Anschlie├čend k├Ânnt ihr die Pfoten verbinden und der Hund sollte die Pfote 1-2 Tage nicht auf Asphalt ungesch├╝tzt belastet, damit die Blutung nicht direkt wieder beginnt.

Zudem solltet ihr, wie bereits erw├Ąhnt, regelm├Ą├čig das Fell zwischen den Pfotenballen k├╝rzen, damit keine Bakterien sich dort einnisten k├Ânnen. Gerade im Winter ist dies wichtig, da sich hier sehr schnell Streusalz und andere Dinge festsetzen k├Ânnen.

Und ganz wichtig ist auch, die Ballenpflege, welche ihr regelm├Ą├čig mit einem Hundepfotenbalsam machen k├Ânnt. Streicht einfach den Balsam auf rissige und/oder zu trockene Pfotenballen und lasst diesen einziehen. Gerade im Winter kann dies vielen Hunden helfen, da Pfotenballen das Streusalz nicht m├Âgen und mitunter sehr empfindlich darauf reagieren k├Ânnen.

Krankheiten an den Pfotenballen

Es gibt zwar einige Krankheiten welche die Pfotenballen befallen k├Ânnen, aber da ich kein Tierarzt bin und keine halbwissenden Recherchen wiedergeben m├Âchte, werde ich hier nicht gro├č drauf eingehen.

Was ich aber erw├Ąhnen m├Âchte, ist das sich die Ballenhaut von den Pfotenballen l├Âsen k├Ânnen. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann hierf├╝r eine Autoimmunerkrankung des Hundes stecken. Wenn dies der Fall ist, w├╝rde eine Ballenhautabl├Âsung sehr regelm├Ą├čig stattfinden und alle Pfotenballen betreffen. Zum anderen kann es auch sein, dass der Hund eine Allergie hat und die Pfotenballen mit einem Stoff in Ber├╝hrung gekommen sind, auf die der Hund reagiert und die Abl├Âsereaktion eine allergische Reaktion des Hundes ist.

Aber auch im Sommer bei sehr hei├čen Temperaturen kann eine Abl├Âsung der Ballenhaut vorkommen, wenn der Hund sich die Pfoten auf zu hei├čem Asphalt verbrannt hat. Darum soll man den Hund niemals auf hei├čem Asphalt laufen lassen. Man kann gut mit der eigenen Hand oder dem eigenen Fu├č die Temperatur ├╝berpr├╝fen und wenn es einem zu warm vorkommt, sollte der Hund lieber nicht laufen da eine Verbrennung wirklich sehr sehr schnell entstehen und f├╝r den Hund wirklich sehr schmerzhaft sein kann.

Sollte sich einmal die Ballenhaut l├Âsen, so kann dies echt b├Âse aussehen. Bei offenen und freiliegenden Wunden bitte sofort einen Tierarzt kontaktieren. Ansonsten kann die Wunde mit klarem Wasser gereinigt werden und danach sollte ein Pfotenverband erfolgen. Man kann das ganze auch mit Jod etc. desinfizieren. Dann gut abdecken und unbedingt vom Tierarzt ├╝berpr├╝fen lassen. In der Regel liegt keine schwere Erkrankung vor, wenn sich die Ballenhaut abl├Âst und es gibt sogar Hunderassen, bei denen es alle paar Jahre regelm├Ą├čig vorkommt, um sich zu erneuern. Aber auch bei Hunden die sehr viel auf Asphalt laufen, wechseln so alle paar Jahre mal die Ballenhaut. Trotzdem sprecht bitte unbedingt euren Tierarzt an, wenn ihr das entdeckt und/oder unsicher seid, damit die wunden Stellen gut behandelt werden k├Ânnen und sich keine schweren Folgeerkrankungen bilden k├Ânnen.

Die Hundenase

Der Vergleich Mensch – Hund

Die Hundenase ist optisch wie bei uns Menschen auch, mit zwei L├Âchern durch denen geatmet werden kann. Dank der Nasenl├Âcher k├Ânnen die Hunde damit ebenso atmen und zus├Ątzlich kommen so verschiedenste Ger├╝che in die Nase des Hundes. Die Hundenase kann zwischen tausenden Geruchspartikeln filtern und Ger├╝che dank der Hilfe des Gehirns zuordnen. Hier h├Ârt es dann aber auch schon auf mit den Gemeinsamkeiten zwischen Hund und Mensch.

Das super Sinnesorgan – Die Nase des Hundes

Der Hund hat in seinen Nasenl├Âchern eine Vielzahl an unterschiedlichen Dr├╝sen, welche daf├╝r Sorgen, dass die Nase Feuchtigkeit abgegeben und somit die eingeatmete Luft noch weiter abgek├╝hlt und mit Feuchtigkeit angereichert wird. Damit wird der Riechprozess eingeleitet, denn dank der so angereicherten feuchten Luft, k├Ânnen Ger├╝che um ein vielfaches st├Ąrker aufgenommen werden, als beim Menschen. Da ein Hund f├╝r diesen Riechprozess sehr viel Feuchtigkeit verliert braucht er viel Fl├╝ssigkeit und muss daher immer ausreichend trinken. Hunde die zu wenig trinken, k├Ânnen ihren Riechprozess nicht richtig einleiten und der Geruchssinn k├Ânnte darunter leiden. Gerade bei Hunden die das als Hobby oder als Beruf machen z.B. im Mantrailing, brauchen viel mehr Wasser zu trinken als ein “normaler” Hund.

der Hund verf├╝gt ├╝ber sogenannte Riechschleimh├Ąute. Auch wir Menschen haben diese, jedoch sind unsere Riechschleimh├Ąute sehr viel kleiner und weniger stark ausgepr├Ągt. Die vom Menschen werden auf ca. 7 Quadratzentimetern gesch├Ątzt, die vom Hund jedoch auf ca. 230 Quadratzentimeter, je nach Rasse vielleicht auch etwas mehr oder weniger. Dies h├Ąngt u.a. auch mit der Nasenform ab. So haben Hunde mit kurzen, dicken oder platten Nasen viel weniger Riechschleimh├Ąute als Hunde, die eine lange oder schmale Nase haben. Aber auch die gesamte Hundegr├Â├če spielt eine wichtige Rolle. Nat├╝rlich haben kleinere Hunde im direkten Vergleich zu gro├čen Artgenossen weniger Riechschleimh├Ąute, da deren Nasen ja viel kleiner sind. Es muss also immer im Verh├Ąltnis zueinander betrachtet werden.

Das Jacobson Organ kurz erkl├Ąrt

Vielleicht habt ihr schon einmal davon geh├Ârt, dass unsere Hunde, neben ihrer Nase, ├╝ber ein weiteres Riechorgan verf├╝gen. Und zwar das Jacobson Organ, welches bei jedem Hund vorkommt. Wir finden das Jacobson Organ direkt am Gaumen, knapp hinter den Schneidez├Ąhnen. Es soll bei der Witterung von Pheromonen helfen. Dies ist auch der Grund, warum R├╝den l├Ąufige H├╝ndinnen sehr schnell aufsp├╝ren oder wittern k├Ânnen. Aber das Jacobson Organ soll auch daf├╝r der Ausl├Âser sein, dass unsere Hunde so schnell ersch├╝fen k├Ânnen, wenn wir krank sind oder wenn wir traurig sind und entsprechende Pheromone aussch├╝tten.

Der Mythos mit der feuchten Nase

Ganz bestimmt kennt ihr den Satz “Wenn die Hundenase feucht ist, ist euer Hund gesund”. Fr├╝her ist man wirklich immer davon ausgegangen, dass wenn die Nase feucht ist, ein Hund gesund ist und sobald die Nase trocken war, man von einer Erkrankung beim Hund ausging. Heutzutage wei├č man aber, dass dies nur ein Mythos ist und auch ein gesunder Hund durchaus eine trockene Nase haben kann, z.B. an sehr hei├čen Sommertagen wenn die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist oder wenn wir im Winter sehr stark anheizen und die Luft im Zimmer sehr trocken wird. Aber auch ein Sonnenbrand auf der Hundenase kann diese kurzzeitig etwas austrocknen. Und wenn ein Hund sehr starken Belastungen ausgesetzt war, wir z.B. beim Mantrailing, Joggen, Hundesport etc. dann trocknet die Nase auch kurz aus. Das ist v├Âllig normal und l├Âst sich sehr schnell wieder von alleine auf.

Nichts desto trotz, sollte auch eine Hundenase immer gut beobachtet werden und sollte eine trockene Nase regelm├Ą├čig auftreten, m├╝sste ein Tierarzt mal dr├╝ber schauen. Zudem k├Ânnen auch Erkrankungen der Nase auftreten, auf welche ich hier nicht weiter eingehen kann, da mir hier das n├Âtige Wissen einfach fehlt. Aber einige Symptome die durchaus ernst genommen werden sollten und ein Tierarztbescuh cniht mehr lange auf sich warten lassen sollte sind u.a. regelm├Ą├čiges Nasenbluten, Verf├Ąrbungen der Nase sowie pl├Âtzlich auftretende helle Flecken auf der Nase die sich vielleicht auch ausbreiten oder auf der Nase verteilen, Krustenbildung an der Nase sowie auf der Nasenoberfl├Ąche.

Die Pflege der Hundenase

Ihr seht also, die Hundenase ist unglaublich und leistet wirklich viel. Dank ihr kann ein Hund ├╝ber viele Kilometer hinweg Ger├╝chen folgen und Dinge aufsp├╝ren, aber auch unseren Gem├╝tszustand und Krankheiten erschn├╝ffeln. Daher fragen sich viele Hundehalter, wie man die Hundenase pflegen kann. Tats├Ąchlich ben├Âtigt eine gesunde Hundenase keine extra Pflege, man sollte einfach aufpassen, dass der eigene Hund ausreichend Wasser zu sich nimmt, damit die Nase gut durchfeuchtet werden kann.

F├╝r Hunde die zu trockenen und rissigen Nasen, vielleicht gerade im Winter neigen, k├Ânnte nach Absprache mit dem Tierarzt aber durchaus eine Nasensilbe genutzt werden. Das ist ein extra Pflegebalsam f├╝r die Hundenase, welcher Feuchtigkeit spendet und daf├╝r sorgt, dass die Nasenhaut nicht rissig wird. Dies sollte aber unbedingt vorher mit einem Tierarzt besprochen werden, da dies nur sehr selten der Fall sein wird.

Der Geschmackssinn

Der Vergleich Mensch – Hund

Wie wir bereits gesehen haben, sind die meisten Sinne des Hundes, denen von uns Menschen weitaus ├╝berlegen und um l├Ąngen “besser”. Eine gro├če Ausnahme bildet aber der Geschmackssinn der Hunde, denn hier haben wir Menschen die Nase oder besser gesagt “die Zunge” weiter vorn. Denn wir Menschen haben einen sehr ausgepr├Ągten Geschmackssinn und k├Ânnen sehr stark unter den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen differenzieren und unterscheiden, dies ist eine F├Ąhigkeit die unseren Hunden nicht gegeben ist, was vielleicht auch daran liegt, dass Hunde nicht alle Geschmacksrichtungen schmecken k├Ânnen. Wir Menschen haben unsere Geschmacksknospen auf der Zunge. der Hund hat auch Geschmacksknospen, sogar (fast) die identischen, wie wir Menschen, jedoch tr├Ągt er seine acht auf der Zunge, sondern sind diese in bestimmte Areale verteilt, welche unterschiedliche Aufgaben ├╝bernehmen.

Die Geschmacksrezeptoren des Hundes

Im Allgemeinen k├Ânnen wir sagen, dass Hunde und Menschen ├╝ber f├╝nf Geschmacksrichtungen verf├╝gen. Dazu z├Ąhlen herzhaft, sauer, s├╝├č, salzig sowie bitter. Aufgrund dessen, dass Hunde viel weniger Geschmacksrezeptoren besitzen als wie Menschen, sind die Geschmacksrichtungen aber viel weniger ausgepr├Ągt und k├Ânnen gar nicht so stark unterschieden werden. Die Wissenschaft ist sich z.B. auch einig, dass Hunde aus diesem Grund die Geschmacksrichtung “salzig” gar nicht schmecken k├Ânnen, daf├╝r die Geschmacksrezeptoren eine “s├╝├če” Geschmacksrichtung stark hervorheben. Diverse Studien und Tests haben bewiesen, dass Hunde, wenn sie die Qual der Wahl h├Ątten, immer auf s├╝├če Dinge zur├╝ckgreifen w├╝rden als auf salziges, da sie bei letzterem gar kein bis nur wenig Geschmack wahrnehmen. Das liegt zum einen daran, dass Hunde einen speziellen Sensor besitzt, der ihm bei der Suche nach seiner Grundnahrung hilft, seine Bed├╝rfnisse zu stillen. Und da unser Hund durch seine fleischlichen Anteile bereits viele Salze zu sich nimmt, ist das Bed├╝rfnis (fast) immer bestens gestillt und er ben├Âtigt keinen Sensor f├╝r salziges. Daher ist dieser Geschmackssinn auch weniger bis gar nicht ausgepr├Ągt oder vorhanden. Ein Sensor f├╝r s├╝├če Dinge ist aber vorhanden, da der Hund in der Grundnahrung meistens wenig s├╝├č schmeckende Dinge hat und er so auch Obst bei der Nahrungsmittelsuche finden k├Ânnte.

Der Hund und seine Geschmacksknospen

Der Geschmackssinn der Hundes ist in vier Geschmackstypen, oder besser gesagt, in sogenannte Geschmacksknospen unterteilt.

Mh, lecker s├╝├čes

Am meisten kommt die Typ A Knospe beim Hund vor, welche daf├╝r zust├Ąndig ist die Aminos├Ąuren, welche vom Hund als s├╝├č schmeckend wahrgenommen werden, auszuwerten. Hunde lieben s├╝├čliche Geschmacksrichtungen und k├Ânnen ihnen nur sehr schwer widerstehen.

Achtung: sauer und bitter

Die Typ B Knospe hat mehr oder weniger einen doppelten Job, denn sie kann direkt zwischen zwei Geschmackstypen, n├Ąmlich s├╝├č, aber auch bitter, unterscheiden. Hunde versuchen Geschmacksrichtigen wie bitter und sauer oft zu vermeiden, da sie diese als unappetitlich empfinden und versuchen diese zu umgehen. Dies kann man oft bei der Gabe von Tabletten oder Medikamenten bemerken, wenn sie versuchen, diese auszuspucken oder regelrecht davor fliehen wollen. Zudem verbinden Hunde bittere Geschmacksstoffe mit der M├Âglichkeit, dass es sich um etwas verdorbenes handeln k├Ânnte. Somit gilt die Typ B Knospe auch als Fr├╝hwarnsystem vor verdorbenen Nahrungsmitteln.

Herzhaft-fleischig

F├╝r die herzhaften Geschmacksrichtungen ist die Typ C Knospe zust├Ąndig. Wenn ein Hund gebarft wird oder Nassfutter sowie frisches Fleisch bekommt, haben diese Knospen gut zu tun. Daher arbeiten die Typ C Knospe recht viel am Tag.

Die gro├če Unbekannte

Dann haben wir noch die Typ D Knospe, welche noch recht umstritten ist. Beim Menschen haben wir diese Geschmacksknospen auch und hier ist diese f├╝r den fruchtigen Geschmack zust├Ąndig. Beim Hund wird aktuell davon ausgegangen, dass es sich um eine erneute Wahrnehmung von s├╝├člichem Geschmack handeln wird. Inwiefern der Hund etwas fruchtiges von etwas s├╝├čem unterscheiden kann, ist noch nicht abschlie├čend erforscht.

Vielleicht gef├Ąllt dir ja auch dieser Blogbeitrag...