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Hausapotheke und Notfalltasche

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Da einige Bilder Produkte zeigen, ist dies Werbung, ist aber alles selbstgekauft.

Die Hausapotheke für den Hund

Bevor Reva bei uns eingezogen ist, war es mir ganz wichtig, dass ich eine kleine Hausapotheke für den Hund anlege und habe mich lange damit beschäftigt. Was ist wirklich sinnvoll und wird regelmäßig genutzt und was gehört gar nicht in die Hundehausapotheke? Ich habe auf jeden Fall gemerkt, wie sinnvoll es ist, so etwas zuhause zu haben, und auch unsere gängigen Medikamente und Hausmittelchen habe ich immer auf Vorrat zuhause, damit ich immer gut vorbereitet bin.

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ihr immer auf die Symptome eurer geliebten Fellnasen achten solltet und im Falle, dass sich keine baldige Besserung mit den gewohnten Dingen einstellt, unbedingt eine Vorstellung beim Tierarzt erfolgen sollte. Eine Hundeapotheke und auch die Hausmittelchen ersetzen keinen Arztbesuch!

Das sollte in jeder Hunde-Hausapotheke vorhanden sein

Zeckenzange/Zeckenhacken

Auch wenn diese wohl jeder von uns Hundehaltern haben wird, ist dies ganz wichtig zu erwähnen, denn man muss auch damit umgehen können. Es gibt einige verschiedene Ausführungen von Zeckenentfernern und jede funktioniert anders. Sucht euch eine Methode aus, mit der es wichrklich sicher klappt und ihr nicht lange am Hund damit rumstochern müsst, denn gerade mit einer Zeckenzange lassen sich leicht die Ansauglöcher leicht vergrößern und so können leicht Entzündungen entstehen.

Wichtig: Zecken haben kein Gewinde, daher ist das eindrehen der Zeckenzange eher sinnlos, auch wenn dies immer wieder als kleiner Tipp gegeben wird. Man sollte die Zecke einfach mittig packen und dann vorsichtig hochziehen.

Flohkamm

Ein Flohkamm ist ebenso wie die Zeckenzange unerlässlich in der Hundeapotheke, auch wenn es eher zu den Pflegematerialen gehört. Aber jeder Hundehalter sollte einen zuhause haben und diesen regelmäßig nutzen. Unsere Tierärztin empfiehlt z.B. eine wöchentliche Überprüfung von möglichem Flohbefall beim Hund, damit dieser rechtzeitig erkannt werden kann.

Wichtig: Jeder Zeckenbiss sollte anschließend mit Betaissadonna oder Jod desinfiziert werden und anschließend gut beobachtet werden, damit man eine eventuelle Entzündung schnell erkennt.

Fieberthermometer, Einmalhandschuhe, Einwegspritzen ohne Nadel, Jod

Jod oder Betaisadonna

Jod oder auch Betaisadonna (gibt es als Salbe in der normalen Apotheke zu kaufen) sollte in jeder Hundeapotheke vorhanden sein, da es sich bei beiden um antiseptische Desinfektionsmittel handelt. Wichtig ist, dass die Präparate nicht brennen. Auch für offene Wunden ist dies gut zu nutzen, sollte aber auch hier nicht brennen!

Verbandszeug

So die Liste, was alles in den Verbandskasten für den Hund kommen sollte, wird nun etwas länger.

Poslterwatte und Mullbinden sowie selbsthaftende Binden

Wenn der Hund sich eine Pfotenverletzung zugezogen hat, oder aufgrund von Streusalz im Winter, ständig an den Pfötchen leckt und diese davon ganz Wund geworden sind, ist ein Pfotenverband hilfreich. Es gibt bereits fertig gepolsterte Verbände, die sich schnell anbringen lassen, Wichtig hierbei ist, dass die Krallen gut angepoltert sind, passende Anleitungen findet man überall im Netz. Wichtig sind bei Pfotenverbänden immer auch die Kompressen oder alternativ die Verbandswatte zur Polsterung. Mit Mullbinden kann auch ein Schnauzverband schnell gelegt werden, falls mal kein Maulkorb griffbereit ist.

Verbandsschere

Diese hat spezielle abgerundete Spitzen und schneiden jeden Verbal super einfach durch.

Mullkompressen und sterile Gazetupfer

Unbedingt daran denken, dass offene Wunden immer erst mit Mullkompressen und sterilen Gazetupfer abgedeckt werden müssen, ehe man diese verbindet.

Schere, Verband, Schuhe und Socken

Pflaster und Klebeband

Klebeband und Pflaster sollten wasserdicht sein, damit diese lange am Verband halten und diesen festhalten können.

Pflaster

Pflaster gehören in jede Hundeapotheke, da hiermit nicht nur Verbände verklebt werden können sondern auch für kleine Wunden gut genutzt werden können. Wichtig ist, diese auf die Haut und nicht auf das Fell zu kleben. Evtl. könnte es nötig sein, hierfür etwas Fell weg zuschneiden.

Einmalhandschuhe

Handschuhe für die Einmalnutzung sollte immer dabei sein, da eventuell offene Wunden versorgt werden müssen, selbst bei ganz kleinen Wunden, müssen Handschuhe getragen werden.

Ohrenreiniger und Augenreiniger

Dies ist ebenso wie die Krallenschere, ein unerlässliches Pflegematerial für den Hund. Denn die Ohren können dreckig sein und leicht Entzündungen hervorrufen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt werden. Und auch die Augen können verklebt sein, was gerade bei einigen Rassen täglich vorkommt. Hierfür reicht machmal auch klares Wasser aus, je nach Verklebungsrad.

Krallenschere

Auch wenn die Krallenschere kein Hilfsmittel bei Notfällen in erster Linie darstellt, so sollte trotzdem jeder eine vorhanden haben und auch diese anwenden können, da diese für die Fellpflege unerlässlich ist.

Hustensaft, Bactisel, Ulmenrinde, Pfotenbad

Kohletabletten

Für Hunde, die schnell an Durchfall leiden, können Kohletabletten eine schnelle Linderung sein. Auch wenn hiermit nicht die Auslöser behandelt werden, so kann aber gerade bei sehr starkem Durchfall erst einmal dem Hund geholfen werden, da der Durchfall damit schnell gestoppt wird.

Wichtig: Bitte niemals Kohletabletten geben, wenn der Hund bereits an Fieber leidet, da es hier zu schweren Nebenwirkungen kommen kann.

Bactisel und Ulmenrinde

Wir haben immer eine Dose Ulmenrinde und Bactisel zuhause auf Vorrat. Beides hilft super bei Magen-Darm-Problemen. Bactisel besteht aus gesunden Darmbakterien und hilft somit beim Darmaufbau und einer Darmsanierung. Ulmenrinde ist ein Purer, welches mit Wasser zu einem Sirup gekocht wird und z.B. bei Durchfall super hilft.

Fieberthermometer

Unerlässlich ist das Fieberthermometer in der Hundehausapotheke. Dieses sollte nur für den Hund genutzt werden, da beim Hund nur anal Fieber gemessen werden kann. Hierfür ist es hilfreich, wenn eine zweite Person den Hund ruhig hält, damit man das Fieberthermometer unter den Schwanz schieben kann.

Wichtige Info: Die Normaltermperatur vom Hund liegt bei 37,5 bis 39 Grad Celsius. Sobald die Temperatur bei 40 Grad liegt, sollte ein Notarzt für den Hund aufgesucht werden und ab 41 Grad Celsius wird es lebensbedrohlich für den Hund. Bei einem Welpen kann diese auch mal etwas höher sein, aber sollte nicht über 41 Grad Celsius gehen.

Wer soviel tobt, kann sich leicht verletzten

Pinzette

Damit Wunden von Dreck befreit werden können, ist eine Pinzette unerlässlich. Evtl. kann auch ein Desinfektionsmittel genommen werden, um diese steril zu machen, falls man Angst vor Entzündungen hat. Wichtig hierbei ist, dass die Pinzette abgerundete Spitzen hat, um keine weiteren Verletzungen hinzufügen.

Einwegspritze

Falls der Hund an Flüssigkeitsmangel leidet und nicht trinken will, kann hiermit Wasser/Tee oder auch flüssige Medikamente verabreicht werden. Diese Einwegspritzen sollten aus Plastik sein und ihr bekommt diese bei jedem Tierarzt für kleines Geld.

Maulkorb

Ein Maulkorb ist unerlässlich, denn vielleicht hat der Hund Schmerzen und reagiert dadurch aggressiv oder steht unter Schock. Auch der liebste Hund kann in so einer extremen Situation schnell mal beißen, daher ist ein Maulkorb hier von Vorteil.

Außerdem nützlich:

Wir haben immer eine Flasche Hundeshampoo da, welches bei akutem Juckreiz oder Allergien gegeben werden kann. Außerdem habe ich immer eine Salbe für Allergieschübe auf der Haut und gegen Hot-Spots in der Hundeapotheke. Für kleine Risse in den Hundepfoten/Ballen oder für kleine Hautrisse, nutze ich gerne eine Salbe aus Manukahonig und Kamilie, die ihr beim Tierarzt gibt, diese hat sich als sehr hilfreich bewiesen. Ebenso sehr hilfreich sind bei uns Tropfen, die ich geben kann, wenn der Hund Flohbisse oder Kontakt mit Gräsern hat, die Hot-Spots auslösen.

Ebenso vorhanden sind bei uns, auch immer 1 Paar Hundeschuhe und Socken, die Reva bei Wunden an den Pfoten über den Pfotenverband gezogen bekommt. Und Wattestäbchen sind auch immer da, damit man Salben besser verteilen kann. Wir haben uns von unserem Tierarzt auch Tabletten gegen Allergieschübe geben lassen, die wir im Notfall anwenden können, wenn Reva drohen würde zu ersticken. Aber diese brauchten wir zum Glück noch nie, damit kann aber die Zeit bis man beim Arzt ist, überbrückt werden. Wichtig ist hierbei, dass man nur Tabletten für Hunde nimmt und keine Menschentabletten gibt.

Notfalltasche für Unterwegs und Reisen/Ausflüge mit dem Auto

Ich habe mir angewöhnt, vor jedem Urlaub oder Ausflug eine kleine Tasche zusammenzupacken, indem ich die wichtigsten Dinge für einen Notfall dabei habe. Hier gehören u.a. neben Verbandsmaterial, Pflaster und Schere auch eine Zeckenzange und Einmalhandschuhe rein. Bei Urlaubsreisen nehme ich zusätzlich auch immer Kohletabletten und den Maulkorb mit. Aber die folgenden Dinge sollten auch nicht fehlen, ganz egal wie lange man unterwegs ist.

Rettungsdecke

Gerade bei einem Unfall draußen, wenn z.B. der Hund angefahren wurde, kann eine Rettungsdecke wirklich Leben retten. Da hier eine Unterkühlung vermieden kann und die Körpertemperatur gerade gehalten werden kann. Denn durch Dinge wie Durchfall, Erbrechen und auch Blutverlust oder einen Schock, kann die Körpertemperatur stark und auch sehr plötzlich absinken. Und auch für den Transport zum Tierarzt kann so eine Decke echt hilfreich sein.

Taschenlampe oder Stirnlampe

Gerade für einen Notfall oder Unfall in der Dunkelheit kann eine Taschenlampe sehr hilfreich sein. Wobei ich hier eine Stirnlampe bevorzuge, da ich dann für meinen Hund die Hände frei habe und mich darauf konzentrieren kann, diesen ruhig zu halten.

Ersatzleine und Halsband/Geschirr

Eine Ersatzleine und ein Ersatzhalsband oder Ersatzgeschirr sollte immer im Auto oder in der Reisetasche vorhanden sein, da das aktuell eingesetzt kaputt gehen kann oder vielleicht verloren geht. Das ist zwar eher selten der Fall, kann aber durchaus vorkommen.

Daten vom nächsten Tierarzt und evtl. Krankengeschichte vom Hund

Immer wenn wir unterwegs sind, schreibe ich mir vorher eine kleine Liste zusammen, auf der alle umliegenden Tierärzte sind. Also vom Urlaubsort oder Ausflugsziel. Da notiere ich dann die komplette Adresse, Telefonnummer und auch die Öffnungszeiten. Ebenso notiere ich mir die dortigen Tierkliniken, die immer geöffnet haben.

Auch sehr wichtig ist, gerade bei Hunden mit einer Krankheit, die komplette Krankengeschichte mit allen Medikamenten zu notieren, da man gerade im Notfall, nicht den Kopf für Kleinigkeiten hat und schnell etwas vergessen werden kann.

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