❤️ Gesunder Hund

Herbstzeit = Erkältungszeit

Wenn der Herbst die Grippe mit sich bringt

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst steht vor der Tür. Endlich verfärben sich die Blätter und alles scheint in goldenes Licht getaucht. Ich liebe den Herbst mit all seinen schönen bunten Farben einfach. Was ich aber so gar nicht mag, ist dass der Herbst auch immer eine blöde Erkältungs- und Grippewelle mit sich bringt, und das nicht nur für uns Menschen, denn auch unsere Hunde können sich erkälten und die Hundegrippe, welche von vielen Tierärzten als Zwingerhusten benannt wird, bekommen.

Auch wir haben schon die ein oder andere Herbstgrippe und Hundeerkältung zusammen ausgestanden und konnten nun einige Erfahrungen damit sammeln und sind nun jedes Jahr auf Neue gut vorbereitet und treffen rechtzeitige Vorsorgemassnahmen, damit wir nun nur noch gesund durch die Herbst- und Winterzeit kommen.

Wir lieben den Herbst total aber er birgt auch gesundheitliche Gefahren.

Achtung Ansteckungsgefahr

Fangen wir mal bei uns Menschen an, denn den meisten ist zwar klar, dass wir uns gegenseitig mit unseren Erkältungen, Grippen und auch Mandelentzündungen anstecken können. Aber wie ist das mit unseren Hunden? Können wir den geliebten Vierbeiner wirklich mit unseren Erkrankungen anstecken? Wo die meisten nun mit den Kopf schütteln werden, kann ich leider nur nicken, denn wir haben das leider selber erlebt und auch unser Tierarzt hatte uns bestätigt, dass wir Menschen unsere Erkältungen und auch Mandelentzündungen an den Hund übertragen können. Darum ist es gerade bei einer Mandelentzündung immer sehr wichtig, dass die verschriebenen Antibiotika wirklich genommen werden, da sonst eine schlimme Übertragung auf den Hund erfolgen kann.

Gerade wenn wir krank sind, wollen wir mit unseren Hunden kuscheln oder suchen ihre nähe. Einige Hunde merken das es uns nicht gut geht und weichen dann nicht von unserer Seite, um uns Trost zu spenden. Aber hier kann es nur durch einfaches Kuscheln oder Ablecken der Hand durch den Hand dazu kommen, dass der Hund unsere Viren aufnimmt und schon hat er sich angesteckt.

Bei mir passierte dies, vor einigen jähren, bei meiner alten Hündin. Ich hatte eine Mandelentzündung und konnte die verschriebenen Antibiotika nicht nehmen, da ich diese nicht vertragen hatte. Innerhalb von nur drei Tagen, hatte sich meine alte Hündin angesteckt und der Husten ließ nicht lange auf sich warten. Wenn man hier nicht schnell reagiert, kann eine Mandelentzündung beim Hund schnell chronisch werden. Uns hat die Mandelentzündung fast drei Monate lang verfolgt, seitdem achte ich penibel darauf, dass ich meine Medikamente auch nehme, ganz egal ob ich sie vertrage, aber der Schutz meinem Hund gegenüber ist mir wichtiger.

Mandelentzündung beim Hund

Davon mal abgesehen, dass sich unsere Hunde mit einer Mandelentzündung auch bei uns Menschen anstecken können, erkranken meistens Junghunde bis zwei Jahre daran. Die Mandelentzündung wird auch Tonsillitis genannt und da bei Welpen und Junghunden sowie älteren Hunden, das Immunsystem nicht nicht fertig ausgebildet bzw. nicht stabil genug ist, erkranken eher jüngere oder sehr alte Hunde daran.

Eine Mandelentzündung beim Hund kann in Kombination mit Husten und Schnupfen oder auch Erbrechen aber auch ohne große Symptome auftreten. Der Anfangsverlauf ist meistens unauffällig, der Hund gähnt vermehrt oder schluckt einfach häufiger, je nach Hund gibt es auch vermehrten Speichelfluss. Wenn nun nichts getan wird und die Mandelentzündung nicht frühzeitig gestoppt werden kann, kommt übel riechender Maulgeruch hinzu und einige Hunde beginnen Gras zu fressen, da die dicken Mandeln ein Fremdkörpergefühl verursachen. Sie würden daher häufiger und beim Gassi gehen kommt vermehrtes Husten und Röcheln vor. Aber auch Kopfschütteln oder das Reiben mit dem Pfoten am Hals, zeigen ganz deutlich, dass etwas nicht stimmt im Hundehals. Es kann auch Fieber und Abgeschlagenheit auftreten und die Hunde verweigern das Futter, da das Schlucken ja starke Schmerzen bereitet.

Je länger man wartet, desto schlimmer wird die Mandelentzündung und kann im schlimmsten Fall sogar chronisch werden. Um das zu vermeiden, sollten man seinen Hund umgehend bei den genannten Symptomen seinen Haustierarzt vorstellen und dieser wird in den Hals- und Rachenraum gucken und die Mandeln abtasten. Außerdem könnte ein Reiztest gemacht werden, wo geschaut wird, wie leicht der Hustenreiz ist. Der Tierarzt wird dann wohl ein Antibiotika verschreiben. Zudem sollte das Immunsystem dann aufgebaut werden und wird dazu raten, den Hund warm zu halten und zu schonen. Große Bewegung ist tabu und Bettruhe wird verordnet, denn der Hund ist stark ansteckend, nicht nur für andere Hunde, auch für uns Menschen.

Wir schwören auf diese beiden Hustensäfte wenn Reva krank ist.

Die Hundegrippe und der Zwingerhusten

Ja, es gibt die Hundegrippe die auch hier Influenza heißt und wie bei uns Menschen eine reine Atemwegsinfektion ist. der Hund röchelt beim Atmen und der Husten wirkt trocken und hartnäckig. Es kann leider bis zu einem Monat dauern, bis dieser komplett verschwunden ist. Hinzu kommen sehr häufig Fieber und Schnupfen oder auch tränende Augen. Hier gibt es beim Tierarzt ein Antibiotikum, da es von alleine nicht weg gehen wird. Ein Hund mit Hundegrippe muss viel Bettruhe halten und darf keinen Kontakt zu anderen Hunden haben.

Den Zwingerhusten haben die wenigsten Hundehalter auf dem Schirm, da die meisten Hunde im Welpenalter bereits hiergegen geimpft werden. Jedoch gibt es vom Zwingerhusten so viele verschiedene Virenstämme, dass diese sich immer wieder verändern, aber der Impfstoff bleibt leider immer der gleiche. Und somit kann es trotz regelmäßiger Impfung dazu kommen, dass der Hund an Zwingerhusten erkrankt. Der Zwingerhusten ist eine hoch ansteckenden Atemwegserkrankung und tritt oft an Orten auf, wo viele Hunde zusammen kommen, wie in Hundeschulen oder in Hundeauslaufzonen.

Das schlimme ist, dass der Hund keinen Kontakt zu anderen kranken Hunden haben muss, um sich anzustecken, da das Virus auf Gegenständen, wie z.B. einem Napf oder auf Spielzeugen überlebt und wenn ein kranker Hund im Auslaufgebiet seinen Speichel verteilt hat, reicht das schon aus, denn diese Fläche werden selten mit neuem Sand etc. sauber gehalten.

Der Husten beim Zwingerhusten klingt wie Gänsegeschrei, also schon recht speziell. Außerdem wird sehr häufig gewürgt oder Gras gefressen. Die Ansteckungszeit beträgt 7-14 Tage und daher ist es sehr wichtig, wenn der Hund sich angesteckt hat, wirklich so lange Bettruhe zu halten und keinen Hundekontakt zuzulassen, bis der Hund wieder gesund ist. Das einzige was helfen wird, den Zwingerhusten in den Griff zu bekommen, ist Antibiotika.

Wichtig ist auch, in der Genessungszeit auf eine sehr gute Hygiene zu achten, damit der Hund sich nicht wieder mit seinen eigenen Viren ansteckt. Tägliches wechseln der Näpfe und bei der Reinigung kochendes Wasser zu benutzen, ist hierbei ein Muss.

Sobald es kälter wird, bekommt Reva Hagebuttenpulver ins Futter, da hier viel Vitamin C drin ist.

Hundeerkältung

Was die ganz klassische Erkältung betrifft ist es so, dass sich hier der Hund nicht beim Menschen, dafür aber bei anderen Hunden anstecken und diese auch weiter geben kann. Eine Hundeerkältung erkennt man eigentlich ganz leicht, denn es ist so wie bei uns Menschen auch: Die Nase läuft, die Augen tränen und der Husten darf auch nicht fehlen. Es gibt auch beim Hund trockenen oder schleimigen Husten.

Auch hier sollte der Hund unbedingt zum Tierarzt, um abzuklären, dass es wirklich nur eine einfache Erkältung ist. Dieser wird dann die passenden Tipps und Medikamente geben. Aber mit viel Ruhe wird der Hund bald wieder fit sein und darf dann wieder mit seinen Kumpels spielen, aber bitte erste wenn der Husten wirklich ganz verschwunden ist.

Der Herbst eignet sich gut für Spaß im und mit bunten Laub.

Erste Hilfe in der Erkältungszeit

Es ist sehr wichtig, dass der Hund sich richtig auskuriert, da eine Mandelentzündung immer wieder kommen kann, wenn sie noch nicht richtig abgeheilt ist, und das will man seiner geliebten Fellnase ja nicht antun. Es kann helfen, dem Hund einen Schal um den Hals zu binden, eine Wärmflasche ins Körbchen zu legen (Achtung: Verbrennungsgefahr, daher bitte die Wärmflasche in Tücher wickeln).

Auch Kamillentee mit Fenchelhonig oder Manukahonig kann gut helfen. Unsere alte Hündin hat ihren Kamillentee sogar so sehr geliebt, dass sie danach nie wieder Wasser trinken wollte und nur noch Kamillentee trank, was laut unserem Tierarzt völlig in Ordnung war. Außerdem kann man mit Hagebuttenpulver das Immunsystem und die Abwehrkräfte stärken und anregen.

Man kann auch Hustensaft für Kinder geben. Je nachdem, ob es ein trockener Husten oder ein schleimiger Husten ist, eigenen sich Schleimlöser ohne Alkohol sehr gut. Hier bitte nur Präparate für Kinder kaufen und nur die Dosierung für Babys geben. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Außerdem ist es sehr wichtig, den kranken Hund während einer Erkältung oder Mandelentzündung nicht am Halsband zu führen, da dies nur zu unnötigen Druck am Kehlkopf und Hals führt und so Hustenanfälle provoziert werden. Daher ist es ratsam in dieser Zeit ein Geschirr zu nutzen.

Wir wünschen allen kranken Hundekindern eine gute und schnelle Besserung!

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