­čÉż Revas und Laskas Hundeleben

Laska, die Neue im Rudel

Ein Hund reicht uns! Oder etwa doch nicht?

Eigentlich waren wir zufrieden, wir waren gl├╝cklich mit unserem kleinen Rudel, mein Mann, Reva und ich. Niemals gab es den Gedanken an einen zweiten Hund, h├Âchstens mal im Spa├č aber niemals mit ernstem Hintergrund. Ich hatte weder das Bed├╝rfnis noch den Wunsch einen weiteren Hund in unser Rudel aufzunehmen. Es war einfach alles perfekt, Reva war gut erzogen, ruhig und gl├╝cklich, warum sollte da ein neuer Hund einziehen? Ich hatte auch nie das Gef├╝hl das etwas fehlen w├╝rde und wenn ich bei den Sozialen Netzwerken Vermittlungsbilder von Tierschutzvereinen sah, dann ber├╝hrte mich nichts. Ich sah mir auch nie Anzeigen von zu vermittelnden Hunden an. Wir waren einfach das perfekte Dreier-Rudel.

Ja und dann gab es da diesen einen Sonntag, mitten im Oktober, als wir auf den Weg in den Hundewald waren und ich im Auto auf Instagram die Vermittlungsbilder von Tierschutzhunden sah und mir pl├Âtzlich das Herz stehen blieb. Da war eine H├╝ndin, die es schaffte, dass ich pl├Âtzlich weinen musste, v├Âllig ohne Grund. Pl├Âtzlich h├╝pfte mein Herz und so war das Thema Zweithund geboren. Mein Mann und ich diskutierten, rechneten, ├╝berlegten und planten hin und her. Wir hinterfragten uns und unseren Lebensstil. Ist Reva wirklich schon so weit und w├╝rde sie einen zweiten Hund annehmen und akzeptieren? Das war tats├Ąchlich meine einzige Sorge, denn immerhin war Reva in den letzten f├╝nf Jahren eine sehr verw├Âhnte Einzelprinzessin gewesen. Mein Mann hatte aber weitaus mehr Sorgen im Kopf. Wie w├╝rden wir das mit den Finanzen machen, falls einer der beiden wirklich krank werden w├╝rde? Was ist mit dem alleine bleiben oder wenn es in den Urlaub geht und welcher Hund w├╝rde am besten passen?

Wir haben uns dann daf├╝r entschieden, uns zu bewerben und nahmen Kontakt zum Tierschutzverein auf. Zwei Tage sp├Ąter folgte ein recht kurzes Telefonat und bereits einen weiteren Tag sp├Ąter durchliefen wir eine sehr nette Vorkontrolle. Allerdings gab es eine weitere Bewerberin, die vor uns da war, darum dauerte die Entscheidung etwas an. In der Zwischenzeit besch├Ąftigte ich mich ausf├╝hrlich mit dem Thema Mehrhundehaltung, Tierschutzhund und Stra├čenhunden. Ich tauchte tiefer in die Thematik der Strassenhunde aus Rum├Ąnien ein und versuchte mit meinem Wissen ├╝ber Reva rauszufinden, wie sie wie reagieren w├╝rde um m├Âgliche Probleme direkt erkennen und l├Âsen zu k├Ânnen. Und dann war es so weit und der Tag der Entscheidung war gekommen!

Hallo! Ich bin Laska!

Das Schicksal hat entschieden

Leider fiel die Entscheidung gegen uns aus und wir waren sehr traurig. Als ich davon erfuhr, war ich gerade auf dem Heimweg und telefonierte mit einer Freundin, die mir davon erz├Ąhlte, dass sie eine ganz tolle H├╝ndin gesehen hatte, die zu vermitteln sei und leitete mir deren Anzeige aus dem Internet weiter. Auch diese H├╝ndin kam ├╝ber einen Tierschutzverein, allerdings ein anderer, welcher sich Hunden aus Rum├Ąnien annahm. Wir nahmen Kontakt zu dem verein auf und durch unsere Beschreibung zu uns und Reva bekamen wir sehr schnell, eine kleine H├╝ndin vorgeschlagen, die gerade in Hamburg-Poppenb├╝ttel auf Pflegestelle sa├č und dort auf ihre Endfamilie wartete. Sie hatte bereits einige Interessenten gehabt, aber bislang war nie das passende dabei gewesen. Ich zeigte meinem Mann das Bild der kleinen Maus und am darauffolgenden Tag telefonierte ich erst mit der Dame vom Tierschutzverein und im Anschluss mit der Pflegestelle. Von diesen Telefonaten war ich sehr angetan und wirklich begeistert, denn ich wurde ganz klar und liebevoll aufgekl├Ąrt und beraten. Ich bekam so viele Infos zu der H├╝ndin und wie sie aktuell lebt, wo sie her stammt und wie sie so drauf ist.

Mein Mann und ich besprachen uns und waren der Meinung, dass diese H├╝ndin vielleicht wirklich zu uns und vor allem auch zu Reva passen k├Ânnte und machten noch am selben Tag das erste Treffen mit der Pflegestelle aus. Und wenige Stunden sp├Ąter war es dann soweit und wir trafen uns alle in einem Park in unserer N├Ąhe. Ich werde nie mehr den sch├╝chternen Blick der kleinen Maus vergessen, diese gro├čen Augen, so ├Ąngstlich und auch etwas traurig wirkend. Reva konnte ganz langsam und vorsichtig Kontakt aufnehmen und wir unterhielten uns ausf├╝hrlich mit der lieben Pflegestelle. Im Anschluss hieran, f├╝hrten wir die Vorkontrolle bei uns zuhause durch. Es war alles etwas chaotisch und sehr spontan, aber trotzdem lie├č es hoffen und so fieberten wir einige Stunden sp├Ąter der Entscheidung entgegen.

Wir waren eigentlich guter Dinge, aber Reva hatte sich zuhause w├Ąhrend der Vorkontrolle etwas vergessen, und bellte eigentlich permanent durch und zeigte, dass sie einen zweiten Hund gerade sehr bl├Âd fand. Ich kenne Reva aber mittlerweile ja sehr gut und kann sie sehr gut lesen und so war ich mir sicher, dass es eher an der Situation lag, der ganze Stress, unsere aufgeregte Grundstimmung und die vielen fremden Menschen und Hunde in dem Moment. Ich hinterfragte ihr Verhalten immer und immer wieder, sprach mit einer befreundeten Hundetrainerin und lie├č Revas K├Ârpersprache und ihr Verhalten beim Treffen immer wieder im Kopf Revue passieren, um abzusch├Ątzen, ob die beiden Hunde miteinander klar kommen w├╝rden. Und als ich mir sicher war, dass wir es schaffen w├╝rden und das Verhalten nur Situationsbedingt gewesen war, kam die Zusage f├╝r die kleine Maus, die zu dem Zeitpunkt noch Tinka hie├č.

Herzlich Willkommen zuhause, Laska

Nur wenige Tage sp├Ąter war alles eingekauft und f├╝r den h├╝ndischen Nachwuchs liebevoll vorbereitet worden und so konnten wir auf einen Sonntag unsere kleine Maus, die wir Laska nannten auf der Pflegestelle abholen und sie nach Hause in ihr F├╝r-Immer-Zuhause holen.

Bei Laska handelt es sich um eine 26 cm kleine Dackel-Chihuahua-Mix H├╝ndin die auf etwa 3,5 Jahre gesch├Ątzt wird und den Hundeblick definitiv perfektioniert hat. Aufgrund Revas Verhalten beim ersten Treffen, waren wir bei der Abholung auf das schlimmste Vorbereitet und wurden positiv ├╝berrascht, denn Reva zeigte keinerlei Abneigung gegen├╝ber Laska und auch wenn sie in den ersten Stunden noch sehr angespannt war, so wurde es langsam immer besser.

Von jetzt an ist alles anders in unserem Leben, von jetzt an gibt es bei uns zwei s├╝├če Hundem├Ądchen die unsere N├Ąhe und Liebe sowie F├╝rsorge und volle Verantwortung brauchen und auch bekommen werden. Wir sind unbeschreiblich gl├╝cklich, welchen Weg das Schicksal eingeschlagen hat und sind so dankbar, einen Teil unseres Lebens mit diesen beiden s├╝├čen Hunden verbringen zu d├╝rfen.

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