🎤 Hundemenschen unter sich

Mein Weg zur Tierernährungsberaterin

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Dieser Gastbeitrag ist von der lieben Marina geschrieben worden und durch eine Instagramnennung muss dieser Beitrag als Werbung gekennzeichnet werden.

Wer ich bin


Hallo, ich bin Marina und ich wohne in Ostfriesland an der schönen Nordsee. Als richtiges Küstenkind
verbringe ich meine Zeit natürlich am liebsten am Strand. Mit dem Blick auf ́s Meer, das Rauschen
der Wellen im Ohr und dem salzigen Geruch in der Nase bin ich glücklich. Sofern möglich immer an
meiner Seite dabei, sind meine beiden ungarischen Adoptivhunde: der kleine Dackelmix Fiete, der
mit seinen fast 16 Jahren noch ordentlich Hummeln im Po hat und Sookie, der Schäferhund-Viszla-
Mix, die mit ihren 7 Jahren im besten Hundealter ist und die einfach ein Hund zum Pferde stehlen ist.


Als ausgebildete Tierernährungsberaterin mit dem Schwerpunkt auf Hunde, teile ich mit Euch auf
Instagram als @marirei_dogslife gerne interessante Fakten über Hundeernährung, versuche über
Irrtümer und Mythen in Futtermittelfragen aufzuklären und zeige auch gerne Einblicke aus meinem
Leben mit Sookie und Fiete.


Der Auslöser für meine Ausbildung zur Tierernährungsberaterin war meine erste Hündin Dana. Eine
wunderbare Labradorhündin, die leider ihr ganzes Leben unter unerkannten Allergien und
Futterunverträglichkeiten litt und deren Geschichte mich rückblickend immer noch traurig macht,
weil ich denke, dass viel Leid durch eine angepasste Ernährung seinerzeit reduziert, wenn nicht sogar
verhindert hätte werden können.


Dana


Dana zog als kleiner plüschiger Welpe bei mir ein und ich war natürlich vom ersten Augenblick an
dermaßen verschossen in mein kleines rundes Hundekind, dass ich sie kaum aus den Augen lassen
konnte und ihr sogar voller Verzückung die kleinen weichen Hundepfötchen abknutschte. Der
Oxytocin-Ausschuss lief bei mir also auf Hochtouren. Bei Dana wollte ich als motivierte
Junghundebesitzerin natürlich alles richtig machen.

Vor allem in Sachen Ernährung durfte es nur das vermeintliche Beste für meinen Liebling sein. Leider merkte ich immer erst zu spät und dazu leider immer auf Dana ́s Kosten, dass ich sehr häufig auf falsche Werbeversprechen, gut gemeinten – aber unpassenden – Ratschlägen von Dritten und leider auch auf falschen Diagnosen von Tierärzten gehört hatte und dadurch mein Hund unter wiederkehrenden – und zu dem damaligen Zeitpunkt für mich unerklärlichen – Verdauungsschwierigkeiten und anderen körperlichen Auffälligkeiten litt. So musste sich Dana z. B. Ihr ganzes Leben lang, mit chronischen Ohrenentzündungen und Hot-Spots rumplagen. Ein unfassbarer Leidendruck für Mensch und Hund. Am Ende reichte z. B. alleine der Anblick von der Flasche mit der Ohrenmedizin, um den verzweifelten Labrador in die Flucht zu schlagen. Zeitweise waren ihre Ohren so vereitert, dass sie gar nichts mehr hören konnte. Es wurden unzählige Abstriche aus ihren Gehörgängen genommen, um eine Lösung zu finden und es wurde so ziemlich alles an ihr ausprobiert, was der moderne Medikamentenmarkt so zu bieten hatte. Aber egal, ob Antibiotika, Chemiekeule oder Hausmittel, nie wurde wirklich der Auslöser für das Problem gesucht, geschweige denn gefunden, sondern es wurden möglichst immer nur die Symptome gelindert, bis zum nächsten Ausbruch. Diese Erinnerungen tun mir weh, denn hätte ich damals schon Kenntnisse über Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien gehabt, hätte ich nicht nur eine Menge Geld sparen können, sondern, und dass überwiegt alles und dessen bin ich mir sicher, meinem Hund wären jahrelange Schmerzen erspart geblieben.

Aber auch bei der Futterauswahl bin ich damals natürlich auf die großen namhaften Konzerne
reingefallen. Denn wenn vorne auf dem Etikett ein Bild von gutem Fleisch abgebildet war und so viel
Geld für Werbung ausgegeben werden konnte, dann musste das Futter doch einfach gut sein, oder?!

Öffnete ich nun die besagte Büchse und in dieser waren u. a. Anteile von einer Hühnerspeiseröhre
erkennbar, freute ich mich über dieses vermeintliche „naturnahe“ und hochwertige Produkt.
Futterdeklarationen waren zu diesem Zeitpunkt Hieroglyphen für mich und hatten dementsprechend
keine Relevanz auf meine Kaufkraft. Ich war ein reines Verpackungsopfer. Halte ich heute so eine
vermeintliche Premiumdose in der Hand, muss ich leider erkennen, dass ich meinen Hund oft mit
einem überteuerten Abfallprodukt gefüttert habe, welches Qualitativ nicht halten konnte, was die
Werbung versprach, aber mir ein gutes Gefühl vorgaukelte.


Natürlich habe ich auch oft und gerne das Futter gewechselt. Es sollte ja nicht langweilig im Napf
werden und der Markt war auch nicht träge und bot immer besseres und innovativeres Futter an.
Von den gut gemeinten Ratschlägen von Dritten ganz zu schweigen, die ich als verunsicherte
Ersthundebesitzerin gerne und dankend annahm. Als guter Labrador nahm Dana den Job als
Futtertester natürlich sehr ernst. Der Lohn für ihre aufopfernden Mühen war aber nicht selten
Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schlimmsten Durchfällen. Es war frustrierend.

Es ist nicht alles Gold was glänzt


Warum ich Euch das alles erzähle? Weil ich durch meine Geschichte mit Dana selber weiß, wie schwierig es gerade in der heutigen Zeit ist, sich im Hundefutter-Dschungel zurecht zu finden und dann noch ein gutes Futter zu finden. BARF, Trocken- oder Nassfutter? Füttert man das Eine wird man gehypt, bei dem Anderen verteufelt.

Die Fehlerquote bei der richtigen Zusammensetzung ist aber bei dem Einen höher als bei dem Anderen
und auch die persönlichen Wünsche der Halter spielen eine Rolle. Dazu werden unzählige
Wundermittel in Form von Zusätzen und Ölen in einer hohen Taktzahl auf dem Markt geworfen, dass
es schwerfällt den Überblick zu behalten, was wirklich notwendig ist und was dem Hund vielleicht
sogar schaden könnte. Gleichzeitig suggerieren die Werbeversprechen uns aber ein unsagbar gutes
Gefühl beim Kauf und beim Verfüttern. Die richtige und bedarfsgerechte Ernährung ist aber ein
elementarer Baustein für ein langes und gesundes Hundeleben. Alle unsere Hunde haben ein
unterschiedliches Bedürfnis an die Ernährung, abhängig von Rasse, Alter, Haltungsbedingungen,
etwaigen vorhandenen Krankheiten und sogar der Charakter spielt eine Rolle. Was für den einen
Hund richtig ist, ist nicht automatisch auch für den anderen geeignet. Der rege Erfahrungsaustausch
unter uns Hundehaltern ist wichtig und macht viel Spaß, aber hinterfragt im Interesse Eures Hundes
gut gemeinte Ratschläge zur Fütterung und seid sensibel, wenn ihr merkt, dass es eurem Hund damit
nicht gut geht.

Meine Dana ist übrigens nach fast 14 gemeinsamen Jahren in meinem Arm über die
Regenbogenbrücke gegangen. Wir hatten trotz meiner ganzen Irrtümer bzgl. der Fütterung ein
inniges Mensch-Hunde-Leben zusammen und wir konnten viele schöne gemeinsame Erinnerungen
schaffen. Ich habe ihr versprochen, dass ich besser werde. Für Fiete. Für Sookie. Und für alle anderen,
die ihnen noch folgen werden. Ich denke, dass ich auf einen guten Weg bin …

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