📚 Rund um den Hund

Passt ein Hund in mein Leben? 10 Fragen an zukünftige Hundehalter

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden und beinhaltet daher Werbung.

Hunde bereichern unser Leben

Hunde, für mich persönlich, die tollsten Lebewesen dieses Planeten und ein ganz wertvolles Geschenk an uns Menschen. Jeder Mensch, der sein Leben mit einem Hund teilen darf ist, mit so viel Glück gesegnet. Daher ist es kein Wunder, dass der Trend zum Leben mit Hund immer mehr Menschen erreicht und die Anmeldungen von Hunden in den städtischen Hunderegistern immer mehr werden. Leider werden viele Hunde einfach aus einer Laune heraus angeschafft und bald wieder abgegeben.

In diesem Beitrag möchte ich genau deswegen einmal darauf eingehen, ob ein Hund wirklich so einfach in jedes Leben passt und möchte dazu anregen, sich vor der Anschaffung eines Hundes wirklich in sich zu gehen.

Hunde sind des Menschen größtes Glück

Meiner Meinung nach sind die Hunde des Menschen größtes Glück. Nicht umsonst werden sie als des Menschen besten Freund bezeichnet. Hunde sind wahre Meister darin, uns und unsere Stimmung zu lesen und darum fühlen wir uns ihnen oft so eng verbunden. Wenn man Hundehalter fragt, warum sie ihren Hund bzw. ihre Hunde so sehr lieben, wird meistens direkt gesagt “Weil sie immer für mich da sind” und auch “Sie sind mein Seelentröster und merken, wenn es mir nicht gut geht”. Natürlich gibt es noch viele andere Gründe, warum ein Hundehalter seinen Hund so sehr liebt und eng mit ihm verbunden ist.

Die Freundschaft zwischen Menschen und Hunden besteht schon seit vielen hundert Jahren und sie verändert sich laufend. So lebte der Hund vor einigen hundert Jahren noch als Bewacher auf dem Hof und begleitete den Menschen auf die Jagd, so entwickelte er sich immer mehr zum vollständigen Familienmitglied und eroberte Stück für Stück, neben dem Herz der Menschen, auch deren Sofa und erkämpfte sich mit seinem unwiderstehlichen Hundeblick einen Platz im Bett des Hundehalters. Aber welcher Hundehalter kann denn auch schon den treuen Augen seines vierbeinigen Begleiters widerstehen?

Unsere Hunde sind immer für uns da, sie scheinen uns zu verstehen und würden uns niemals im Stich lassen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen den Wunsch nach dem eigenen Hund erfüllen. In den letzten 5 Jahren gab es einen extremen Anstieg bei den Anmeldungen in den städtischen Hunderegistern. Und noch etwas stieg stark an, die Abgaberate in den Tierheimen bei Hunden ab dem siebten bis neunten Lebensmonat, sowie zu der Feriensaison. Auch der Markt bei den Kleinanzeigen boomt regelrecht und gerade in den Hochphasen der Corona-Pandemie sind die Hundekäufe regelrecht explodiert.

Leider scheinen nicht alle Menschen zu verstehen, wieviel Glück sie haben, wenn ein Hund ihnen sein Vertrauen und absolute Hingabe schenkt, denn viele Hunde werden einfach so, aus einer Laune heraus, angeschafft und bei den kleinsten Problemen wieder abgegeben und weitergereicht. Viele Hunde werden somit zum Wanderpokal und mögliche Verhaltensprobleme festigen sich, wodurch der Hund aus dem Tierheim oder aus zweiter Hand wieder einen schlechten Ruf bekommt. Das aber der Mensch dafür verantwortlich war, das will keiner sehen.

Ich möchte jeden Menschen, der mit der Überlegung spielt, sich seinen Hundetraum zu erfüllen, von Herzen bitten, seinen Wunsch wirklich mehrmals zu hinterfragen und ganz genau in sich zu gehen. Einen Hund zu halten, dass bedeutet eine lebenslange Verantwortung zu übernehmen, dass können durchaus 16-18 Jahre werden und es kann sehr viele steinige Lebensphasen für Hund und Halter geben. Die Finanzen des Hundehalters können sehr stark beansprucht werden und es wird auch immer Phasen geben, in denen man die Entscheidung stark hinterfragt.

Passt ein Hund in mein Leben?

Gerade bei jungen Menschen liegt die Hundehaltung stark im Trend. Sie haben immer jemand der auf sie wartet, wenn sie aus der Uni oder vom Job kommen. Aber ist das wirklich fair, den Hund täglich so lang allein zu lassen? Und auch ältere Menschen, gerade die Senioren, entdecken die Hundehaltung aktuell für sich. So gibt der Hund wieder Lebensfreude und Anreiz sich zu bewegen. Aber was ist, wenn der ältere Mensch plötzlich verstirbt oder man in schwer erkrankt, in hohem Alter nichts Ungewöhnliches. Alles sollte ganz genau überlegt werden, damit Hund und Halter ein ganzes Hundeleben lang miteinander glücklich und vereint leben können.

Wenn man merkt, dass ein eigener Hund nicht in das Leben passt, so ist dies nicht schlimm und man hat trotzdem sehr viele Möglichkeiten seine freie Zeit mit Hunden zu verbringen. Zum einen könnte man im örtlichen Tierheim nachfragen und sich vielleicht als Gassi-Geher engagieren. Oder man hilft beim Auslandstierschutz und bewirbt sich als Pflegestelle. So kann man erst einmal “antesten” ob, ein Hund dauerhaft in das Leben passen würde und vielleicht findet man ja auch hierüber zu dem passenden Traumhund. Es gibt aber auch Tierheime, welche Urlaubsbetreuung oder Paten für Hunde suchen. Hier nimmt man dann die Tiere in Pflege auf.

Aber es gibt auch das sehr beliebte Dog-Sharing. Hier teilt man sich die Verantwortung mit einem Hundehalter. Es gibt einige Webseiten und Apps, die das Dog-Sharing in der eigenen Stadt ganz leicht machen. Der Hundehalter gibt hier die Daten zu sich und seinem Hund an und der Hund wechselt somit immer zwischen den Sharing-Partnern hin und her, was gerade für Vollzeitbeschäftigte eine tolle Möglichkeit ist.

Oder man gibt eine Kleinanzeige als Gassi-Geher oder Hundebetreuer auf. Auch hier kann man seine Zeit sinnvoll mit den tollsten Tieren der Welt verbringen und so erste Erfahrungen sammeln. Es gibt so viele Möglichkeiten und es muss nicht immer der eigene Hund sein.

Welche Gedanken sollten sich zukünftige Hundehalter machen?

Ich habe versucht, einmal die wichtigsten Fragen und Gedanken zur Hundehaltung aufzugreifen und näher darauf einzugehen. Aber es gibt natürlich noch viele mehr, je nach Lebenssituation. Man sollte hier ganz ehrlich zu sich selbst sein, denn es geht um ein Leben, um ein vollwertiges Lebewesen, dass einfach nur glücklich und geliebt werden möchte.

Hunde sind kostenintensiv

Ja, Hunde sind teuer und können schnell richtig viel Geld kosten. Innerhalb von Sekunden kann etwas passieren, beim Playdate oder auch beim Gassi gehen. Der Hund kann aber auch so ganz einfach mal krank werden und einen Tierarzt benötigen. Der Klassiker ist ein Hund mit blutigem Durchfall, an einem Sonntag, wo kein Tierarzt geöffnet hat und der Hundehalter zum Nottierarzt fahren muss. Natürlich zahlt man gern den dreifachen Satz der Tierarztgebühr und auch den Aufschlag für den Notdienst, aber die meisten werden sich durchaus fragen, wie sie das bezahlen sollen.

Aber es kann auch vorkommen, dass der Hund eine Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit entwickelt und ein spezielles Futter benötigt, welches man vorher vielleicht nicht auf dem Plan hatte und welches nun um ein vielfaches teurer als das eigentlich Futter ist.

Ich selbst kann aus meiner langjährigen Hundehalter-Erfahrung ein Lied von sehr hohen Tierarztkosten singen und auch viele lange Texte über plötzlich aufgekommene Allergien und Erkrankungen beim Hund schreiben. Daher kann ich jedem zukünftigen Hundehalter nur dazu raten, neben einem finanziellen Polster nur für den Hund, auch eine Hundekrankenversicherung abzuschließen.

Für viele Neu-Hundehalter ist dies anfangs etwas befremdlich und wirkt vielleicht übertrieben, aber es ist wirklich eine sehr wichtige Empfehlung und man hat in Notfällen den Kopf wirklich frei von lästigen Gedanken um das liebe Geld und kann sich komplett um seinen Liebling kümmern.

Es lohnt sich, die verschiedenen Anbieter ganz genau miteinander zur vergleichen und sich hierbei an seine ganz eigene persönliche Situation zu richten. Es nützt nichts, wenn man gern im Ausland unterwegs ist, sich aber aus Kostengründen für ein Versicherungspaket entscheidet, welches den Kostenschutz im Ausland nicht abdeckt.

Wir selbst haben bei Reva keine Versicherung abgeschlossen, da ich dies immer unnütz fand. Dann wurde sie, noch im Welpenalter, chronisch krank und ich habe nun keine Chance mehr, sie zu versichern. Bei Laska Einzug haben wir direkt eine Krankenversicherung bei AGILA abgeschlossen und sind damit sehr zufrieden. Rechnungen können direkt mit dem Tierarzt abgerechnet werden, oder aber ich zahle selbst und reiche die Rechnung per App ein. Der Ausgleich der Rechnungssumme erfolgt immer wenige Tage später und die Beratung zum ausgesuchten Tarif war zudem wirklich ausführlich und gut erklärt.

Erst vor Kurzem musste Laska auf einem Sonntag in eine Tierklinik und ich war sehr froh, dass ich wusste, dass unsere Krankenversicherung diesen teuren Tierarztbesuch übernehmen wird. Trotzdem rate ich dazu, ein zusätzliches Konto für den Hund anzulegen. Hiervon können auch Anschaffungen und Futter etc. bezahlt werden, dann fallen plötzliche Ausgaben für ein neues Körbchen, Leine oder ähnliches nicht zu sehr ins Gewicht.

So ein Hund nimmt viel Zeit in Anspruch

Hunde benötigen neben einem guten finanzellen Polster auch jede Menge Zeit vom Hundehalter. Es ist ganz egal, ob ein Welpe, erwachsener und/oder Seniorenhund einzieht, sie alle nehmen viel, viel Zeit in Anspruch. Jeder Hund der in eine neue Familie kommt, muss erst einmal viele Dinge lernen. So dauert es einfach, die Regeln und Grenzen dem Hund zu veranschaulichen und beizubringen. Gerade Welpen nehmen noch ein ganzes Stück mehr Arbeit in Anspruch, da sie immer genau beobachtet werden sollten, damit keine Missgeschicke passieren und nichts angeknabbert wird.

Ich werde nie vergessen, wieviel Zeit uns Reva “gekostet” hat als Welpe. Sie wurde immer im Auge behalten, da nur so an der Stubenreinheit gearbeitet werden konnte, man muss einfach echt schnell sein, sobald der Hund unruhig wird und sich ein Plätzchen für das Geschäft sucht. Aber auch die Erziehung und die ersten Kommandos waren viel Arbeit. Wir haben die Welpenzeit aber ohne große Missgeschicke überstanden und es wurde auch nichts (!) zerstört, da wir sie immer im Blick hatten und schnell eine Alternative zum Zerkauen des Tisches oder Schuhs anbieten konnten.

Neben der Zeit für das Training und die Erziehung Zuhause muss auch noch mögliche Zeit beim Tierarzt und/oder bei der Hundeschule eingeplant werden. Gerade wenn der Hund spontan zum Tierarzt muss, weil er plötzlich krank geworden ist, kann es durchaus vorkommen, dass man mehrere Stunden warten muss.

Und Hunde wollen auch am Wochenende oder/und an freien Tagen oder im Urlaub beschäftigt werden. Dabei spreche ich nicht davon, dass jeder Hund pausenlos unterhalten werden sollte oder eine Auslastung die nächste jagen sollte, das kann nämlich schnell nach hinten los gehen, aber der Hund sollte bedürfnisgerecht beschäftigt werden. Körperlich wie auch geistig. Das kann vom gemeinsamen Hundesport bis hin zu einfachen Hundetricks Zuhause alles mögliche sein.

Und auch wenn Hunde am Tag ca. 18-20 Stunden ruhen und schlafen sollen, so wollen sie trotzdem zwischendurch immer etwas gefordert werden. Hierbei sollte auf den eigenen Hund individuell eingegangen und seine Bedürfnisse entsprechend gefördert werden. Man sollte sich also daher genau fragen, ob man wirklich nach einem harten 8-9 Stunden Arbeitstag Lust hat, zu einem Playdate zu fahren oder mit dem Hund zu trainieren.

Wie kann ich Hund und Job/Studium/Ausbildung unter einen Hut bekommen

Wie bereits erwähnt, nimmt ein Hund in jedem Lebensabschnitt viel Zeit ein. Kann ich dies wirklich schaffen, trotz Ausbildung/Studium oder Vollzeitjob? Ein Hund möchte am Tag mehrere Runden Gassi gehen und nicht nur in der Wohnung allein gelassen werden. Natürlich braucht ein Hund nun nicht jeden Tag ein mega Programm, aber er sollte durchaus ausgelastet und zufrieden sein. Dies geht nur, wenn seine Bedürfnisse befriedigt sind und er gut vom Hundehalter gefördert wird.

Seit ich Hunde habe, arbeite ich in Vollzeit. Beim Einzug von Welpe Reva war es mir wichtig, dass sie mindestens ein Jahr lang, nicht allein sein muss und so begleitete sie mich das erste Jahr täglich auf die Arbeit. Alle paar Stunden gingen wir kurz Gassi und nach der Arbeit folgte eine lange Abendrunde mit leichtem Training. Abends wurde dann zusätzlich am Grundgehorsam trainiert und andere wichtige Dinge beigebracht. Ich war wirklich ordentlich eingespannt, trotzdem war es das schönste überhaupt für mich und ich ging voll auf in dieser Aufgabe.

Mittlerweile habe ich neben meinem Vollzeitjob einen zweiten Hund, bin also Mehrhundehalter und muss zwei Hunde bedürfnisgerecht auslasten, was deutlich schwerer ist, aber mit ein wenig Verzicht ist dies immer möglich und da ich mir diese Aufgabe bewusst ausgesucht habe, ist der erwähnte Verzicht für mich nicht wichtig und spielt somit keine Rolle. Ich liebe meine Hunde und bin dankbar für jede Sekunde die wir miteinander verbringen können.

Ich kenne aber auch Leute, die sich während der Ausbildung oder im Studium einen Hund geholt haben, meist waren es Welpen und sich dann beschwert haben, dass sie ihren Alltag nicht um den Hund herum bauen wollen. Der Hund habe sich doch gefälligst an das Lebend es Hundehalters anzupassen. Dies wird niemals funktionieren und hier werden Hund und Halter miteinander nicht wirklich glücklich werden. Ein Hund kann nicht einfach im Alltag nebenher laufen und nur beschäftigt werden, wenn es einem gerade in den Kram passt.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass Hundehaltung und Vollzeitjob bzw. Ausbildung und/ider Studium sich nicht ausschließen und durchaus möglich ist, es braucht einfach nur ein gutes Timing und eine gute Planung des Alltags.

Wenn der Hund Probleme macht

Kein Hund ist frei von Baustellen und jeder Hundehalter hat ein anderes Empfinden dafür, ob die Baustellen des Hundes leicht oder schwerwiegend sind. Schon vor Einzug des Hundes sollte man sich daher überlegen, was für einen selbst störend wäre und wie man reagieren würde. Bin ich in der Lage einen Hundetrainer zu bezahlen und möchte ich mir überhaupt Dinge von einem fremden Menschen sagen lassen?

Viele Hundehalter gehen zwar bei Problemen zu einem Trainer, haben aber ein Problem sich etwas sagen zu lassen und setzen am Ende davon nichts um. So bleibt das Problem das selbe oder wird immer schlimmer. Hund und Halter sind dann mit der Zeit immer frustrierter und nicht selten wird der Hund dann abgegeben.

Ich höre auch immer wieder den Satz “Also kläffende Hunde mochte ich noch nie, dass soll mein eigener Hund also auch nie, das stört einfach meine innere Ruhe, das ist unerzogen”. Aber nie wird sich darüber Gedanken gemacht, welche Uraschen es hierfür geben kann und ich kenne viele Hundehalter die ihren Hund dann lieber einfach abgegeben haben, als daran zu arbeiten.

Aber nicht an allen Problemen kann gearbeitet werden. Manche Macken und Baustellen sollten und müssen auch einfach akzeptiert werden, da sie zum Hund gehören, ganz wie bei uns Menschen auch. Manches hat sich einfach beim Hund gefestigt und aufgrund von gemachten Erfahrungen geht es nicht mehr weg. Jeder Hundehalter sollte seine Ansprüche etwas runterschrauben und das Thema Hundeerziehung weniger verbissen angehen. Es gibt weder den perfekten Menschen noch den perfekten Hund. Wir alle sind Lebewesen, mit Fehlern und Macken und wer möchte schon einen Hund seiner Seite, der wie ein Roboter funktioniert?

Verantwortung für ein ganzes Hundeleben lang

Wer einen Hund in seine Familie aufnimmt und einem Platz in seinem Leben schenkt, muss daran denken, wie alt Hunde werden können. Je nach Rasse sind es durchaus mal 15-18 Lebensjahre. Daher sollte man sich ganz genau hinterfragen, was man in der Zukunft noch machen und erreichen will. Wer eine Weltreise für die kommenden Jahre geplant hat, sollte sich entweder für einen älteren Hund aus dem Tierheim entscheiden oder noch ein paar Jahre warten, bis er sich den Traum vom Hund erfüllt.

Möchte oder kann man immer für den Hund da sein, im Notfall und auch mal in längeren und/oder schweren Krankheitsphasen für den Hund da sein. Was passiert wenn der Hundehalter plötzlich länger krank wird? Gibt es eine Möglichkeit den Hund dann in die Familie zu geben oder müsste er das Zuhause für immer verlassen?

Oder wie ist das, wenn ihr Nachts immer wieder geweckt werdet, weil euer Hund Bauchweh und Durchfall hat? Seid ihr dann schnell genervt oder habt ihr kein Problem damit, neutral mit dem Hund umzugehen und durchaus 5-10 mal in der tiefen Nacht draussen umher zu laufen und ihm Trost zu spenden wenn er sich im Bett übergeben hat?

Und was passiert, wenn der eigene Hund plötzlich schwer krank wird. Kann ich ihm die Zeit und Pflege bieten, die er benötigt. So kann z.B. eine plötzliche Krebserkrankung des Hundes das Ganze Leben umkrempeln und dann sind Hund und Halter nur noch beim Tierarzt und es geht vom Chemotermin zum Chemotermin. Kann ich dann für meinen Hund da sein, ihm Halt und Schutz geben und ihm zeigen, dass alles ok ist?

Die eigene Persönlichkeit hinterfragen

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die eigene Persönlichkeit des zukünftigen Hundehalters und ich glaube, dass dieser Punkt von jedem vergessen wird. Unsere Hunde sind wahre Meister darin, uns zu lesen und unsere Gemütslage einzuschätzen und zu manipulieren. Ja der liebe treue Hund kann durchaus manipulativ sein, und zwar immer dann, wenn ich als Hundehalter nicht standhaft und konsequent genug bin.

Hunde testen und prüfen uns Menschen, unsere Entscheidungen und unsere Regeln welche wir dem Hund geben immer wieder. Manche Hunde stärker als andere und spätestens hier werden viele Hundehalter an ihre Grenzen kommen. Einmal nicht aufgepasst und etwas eigentlich “Verbotenes” geduldend und schon muss man mit etwas Pech wieder von vorn beginnen mit dem Training in manchen Bereichen.

Habe ich wirklich die innere Ruhe und Ausgeglichenheit für einen Hund? Kann ich einen Hund sicher durch sein Leben führen? Bin ich auch dann noch konsequent, wenn er meine Entscheidung zum zehnten mal in Folge hinterfragt und die Hündin des anderen Besitzers immer wieder besteigt? Kann ich ruhig bleiben oder ist es mir peinlich, wenn mein Hund die Nachbarschaft zusammen bellt, nur weil da ein Hund auf ihn zu kommt?

Hunde wollen die Dinge nicht alleine klären und das sollen sie auch gar nicht. Ein Hund der alles selber entscheiden muss, der ist überfordert und schnell stellen sich unschöne Verhaltensmuster ein, welche nur schwer wegzubekommen sind. Hunde die, immer auf sich allein gestellt sind, weil der Mensch nicht erkennt, dass für den Hund eine sichere Quelle sein sollte, die stehen permanent unter großen Druck und Stress, was schädlich für die Hundegesundheit ist.

Bevor ein Hund einzieht, sollte man sich wirklich ganz genau hinterfragen und wer unsicher ist, kann auch in Hundeschulen einen Kurs besuchen, wo gezeigt wird, was ein Hund in bestimmten Situationen braucht, wie die richtige “Führung” eines Hundes geht und es werden Situationen durchgespielt.

Eine Hundeerziehung benötigt Liebe, Konsequenzen und etwas Stärke seitens des Hundehalters. Gewalt und Lautstärke sowie unkontrollierte Gefühlsausbrüche gehören nicht dazu und können ganz schnell der Auslöser dafür sein, dass die Bindung vom Hund immer wieder hinterfragt und neu bewertet wird oder aber sich keine gute Bindung einstellt und der Hund einen nie ernst nimmt und alles selber entscheidet.


Warum möchte ich einen Hund in meine Familie aufnehmen

Gründe für die Aufnahme eines Hundes in die eigene Familie gibt es viele. Die einen wollten selbst schon als Kinder Hunde haben und die anderen haben mit den Jahren den Wunsch nach einem treuen Begleiter entwickelt. Aber auch Menschen, die den Hund als Partner- oder Kinderersatz ansehen gibt es. Dies ist auch total ok und sollte von fremden Menschen nicht kommentiert werden, jedoch sollte man hier aufpassen, dass der eigene Hund nicht zu sehr vermenschlicht wird und eben seinen hündischen Bedürfnissen nachgehen kann und entsprechend gefördert wird.

Ich kenne eine Dame, die sieht ihren Pudel als Kinderersatz. Dieser Hund darf nicht selber laufen, hat einen Hundebuggy für gemeinsame Spaziergänge, darf nicht mit Artgenossen spielen, bekommt die Krallen lackiert und trägt zu jeder Jahreszeit Kleidchen. So etwas muss wirklich nicht sein und kein Hund ist damit wirklich glücklich.

Hinterfragt euch bitte ganz genau, was euer Grund ist für einen Hund. Wenn ihr der Meinung seid, dass ein Hund wirklich in euer Leben und eure Lebenssituation passt, dann ist das wirklich toll und dann steht diesem Wunsch auch nichts im Wege. Aber kein Hund sollte angeschafft werden, weil man vereinsamt oder unerfüllte Wünsche hat, die der Hund selber aber nicht erfüllen kann.

Es sollte auch niemals ein Hund aufgenommen werden, weil man damit etwas “Gutes tut”. Ein Herr aus der Nachbarschaft hat vor einigen Jahren 3 Hunde aus dem Tierschutz adoptiert. Diese waren nicht erzogen, er kümmerte sich nicht um die Hunde und obwohl er wegen Frührente immer zu Hause war, hatte er die Hunde immer nur im kleinen Garten. Wenn man mit ihm ins Gespräch kam, erzählte er stolz, dass er diese “Köter” ja gerettet habe und somit etwas gutes getan habe. Von Hundeliebe und Hundeverständnis war aber nie etwas zu spüren.

Holt euch außerdem bitte keinen Hund, nur weil die Kinder es so wollen. Kleine Kinder wollen fast alle immer einen Hund haben, aber sie können natürlich nicht erkennen, welche Verantwortung hier übernommen werden muss. Ich kenne leider viele Familien, wo der Hund ein Wunsch der Kinder war und nach wenigen Wochen gab es große Probleme weil weder die Zeit noch das Gefühl für den Hund wirklich vorhanden war und auch die Kinder fühlten sich durch den Hund gestört und hatten keine Lust mehr. Bitte gebt als Eltern nicht einfach nach. Vielleicht könnt ihr euch den Hund von Freunden oder aus der Familie zum “üben” ausleihen und die Kinder können so in den Ferien für 1-3 Wochen mal üben wie es mit einem Hund wäre, was die Verantwortung für ein Lebewesen bedeutet und welche Aufgaben da so anfallen.

Wenn der Vermieter vorher gefragt werden muss

Nicht jeder Mensch lebt im Eigenheim. Die meisten Hundehalter werden wohl in einer Mietwohnung leben und somit einen Vermieter haben, den sie vor einer Hundehaltung um Erlaubnis fragen müssen. Immer wieder kann man lesen, dass der Hund plötzlich weg muss, da der Vermieter damit nicht einverstanden war.

Dies sollte man unbedingt vorher klären! Ggf. kann man mit dem Vermieter sprechen, ihm sagen, dass man bei Problemen immer gern angesprochen werden kann, man Ruhestörung vermeiden wird und ggf. immer einen Hundetrainer aufsuchen wird. Leider gibt es genug Leute, die der Meinung sind, nur weil bereits Hunde im Haus leben, darf der eigene nicht verboten werden. Aber auch Menschen, die meinen, dass Hunde nicht mehr verboten werden dürfen, gibt es und die holen sich dann einfach einen Hund und wundern sich, wenn sie hinter her die Kündigung bekommen. So geht das natürlich nicht und der Vermieter möchte einfach nur um Erlaubnis gefragt werden.

Sprecht hier mit eurem Vermieter rechtzeitig im Voraus, zeigt ihm gern ein paar Bilder oder Videos von eurem Traumhund, vielleicht habt ihr ja schon einen konkreten Hund in Planung, so dass der Vermieter sich direkt selbst ein Bild machen kann.

Was passiert im Urlaub mit dem Hund

Die Urlaubszeit im Sommer ist für unsere örtlichen Tierheime immer die schlimmste Zeit des Jahres. Noch immer werden Jahr für Jahr unzählige Hunde und andere Haustiere dort abgesetzt oder einfach irgendwie ausgesetzt und dann eingesammelt. Meiner Meinung nach ist dieses Verhalten einfach ein Unding und man sollte sich wirklich fragen, wie man reagieren würde, wenn man ein Tier wäre, welches einfach an einer Raststätte zurück gelassen wird. Es gibt noch immer Hundehalter die vorher nicht dran denken, dass sie irgendwann mal in den Urlaub fliegen wollen und der Hund dann nicht mitkommen kann.

Aber es gibt so viele tolle Alternativen. Zum einen kann der Hund vielleicht bei Freunden oder der Familie bleiben oder, er kommt in eine Hundebetreuung, wo er Artgenossen um sich hat und Menschen, die sich um ihn kümmern. Natürlich kostet das ganze Geld, aber das sollte doch jedem Hundehalter, der sein Tier von Herzen liebt, einfach Wert sein.

Man könnte natürlich auch zusammen und en Urlaub fahren. Vielleicht entdeckt man sogar neue gemeinsame Hobbys wie das Wandern oder Campen. Diese Abenteuer stärken die Bindung zwischen Hund und Halter und der Hund freut sich auch, aus dem Alltag raus zu kommen und Abwechslung zu erleben.

Bitte setzt keinen Hund und auch kein anderes Tier einfach aus oder verkauft es weiter/bringt es ins Tierheim, nur weil ihr in den Urlab wollt!! Das hat den Tier dieser Welt verdient!!

Wenn das Wetter nervt und/oder man krank ist

Wie oben schon erwähnt, kann es mal der Fall sein, dass wir Hundehalter krank werden. Möchten oder können wir auch mit einer dicken Grippe mit dem Hund raus gehen oder möchten wir uns lieber ins warme Bett verkriechen? Nicht jeder Mensch kann sich bei Krankheit aufraffen und den Hund entsprechend auslasten. Hunde können in solchen Situationen oft gut zurecht stecken, je nach Erziehung des Hundehalters, aber trotzdem muss es nicht unbedingt extrem ausgenutzt werden.

Und auch wenn man im ersten Moment sagt, ich habe kein Problem damit, im Regen spazieren zu gehen, so fragt euch mal, wie das im Platzregen ist, wenn euer Hund Durchfall hat oder Verstopfung und ihr ewig lange an einer Stelle feststeht?

Und was macht ihr, wenn ihr einen Hund habt, der bei Regen das Gassi gehen verweigert? Könnt ihr dann trotzdem ruhig und gelassen bleiben und auf den Hund entsprechend eingehen und ihn motivieren oder seid ihr dann schnell genervt?

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