🐾 Unser Rudelleben

Reva rettet Weihnachten – Eine Weihnachtsgeschichte

Unsere Geschichte spielt Anfang Dezember, in diesem doch etwas sehr speziellen Jahr. Uns alle beschäftigt und belastet die gegenwärtige Corona-Pandemie doch schon sehr, und wir alle haben uns schon sehr früh, auf ein ganz neues Weihnachtsgefühl eingestellt. Und nicht nur wir Menschen machen uns über ein Weihnachtsfest in Corona-Zeiten unsere Gedanken, nein, denn auch Reva macht sich so ihre Gedanken……

“Mama, wo wohnt eigentlich der Weihnachtsmann?”

Hamburg, 3. Dezember

Draußen ist es bitter kalt, der Wind peitscht um die Häuser und man kann den näher kommenden Winter immer besser spüren. Wir waren gerade eine lange Runde im Stadtpark spazieren und haben uns nun ins warme Bett gekuschelt. Neben mir steht eine Tasse mit dampfenden Tee und Reva liegt auf meinem Schoss, eingekuschelt in einem dicken Pulli und lässt sich den Bauch kraueln, als sie plötzlich aufsteht.

Mama? Sag mal wie läuft das dieses Jahr eigentlich mit Weihnachten?“, fragt mich Reva und zieht dabei ihre buschigen Augenbraunen tief über ihre Augen, so wie sie es immer macht, wenn sie etwas sehr beschäftigt. “Wie meinst du das, Reva?“, möchte ich von ihr wissen. “Na es ist doch noch immer dieses Corona-Dingsbums auf der Welt unterwegs, oder?” Ich nicke traurig und Kuschel mich noch tiefer in meine Decke. “Siehst du, und nun verrate mir doch bitte mal, wie der Weihnachtsmann zu den ganzen Kindern, Hunden und auch zu mir kommen soll, wenn wir noch nicht einmal für einen Tag an die Nordsee fahren können?” “Ach Reva, zerbrach dir doch darüber nicht deinen kleinen Kopf, der Weihnachtsmann wird schon zu allen Kindern und Tieren dieser Welt kommen, dass ist doch die Magie der Weihnacht, da mach dir wirklich keine Sorgen“, antworte ich ihr und wundere mich wirklich, über ihre Gedanken. “Aber Mama, mein Wunschzettel wurde noch immer nicht abgeholt, und bis Weihnachten sind es nur noch 22 Tage und ich dieses Jahr extra richtig lieb, damit ich meine Wünsche erfüllt bekomme“, sagt Reva und kuschelt sich mit einem tiefer Seufzer und ganz traurigen Augen zurück in meine Arme. Während ich sie kraule schläft sie ein und verfällt in einen ganz unruhigen Traum, ihre Pfötchen tanzen wild in der Luft umher und ich höre leise Töne. Was Reva wohl so träumt?

Reva im perfekten Weihnachtsoutfit.

Hamburg, 5. Dezember

Reva, warum sitzt du seit drei Stunden am Laptop? Kann ich dir irgendwie helfen?“, möchte ich wissen, denn Reva sitzt seit der Morgenrunde vor dem Laptop vom Papa und tippt wild auf den Tasten umher. “Du bist witzig, hast du schon mal versucht etwas zu googeln, mit Hundetatzen und ganz viel Fell zwischen den Krallen? ich dachte ja schon, dass du nie fragen wirst, ich vertippe mich ja ständig, du kannst das doch viel schneller“. “Junge Dame, nun sei mal nicht so frech, dass hört doch der Weihnachtsmann, dann kommt der wirklich nicht zu dir“. “Ach, hör doch auf, der kommt eh nicht, wie soll der denn zu uns fliegen mit den Reisebeschränkungen?” Und all die ganzen Wichtel, die ihn begleiten würden zum Helfen, dass sind doch mehr als 10 Personen aus zwei Haushalten, die da unterwegs wären“, regt sich Reva auf und wird dabei immer lauter in ihren Tönen. “Was willst du denn wissen?“, frage ich sie. “Ach ich mach das selber, gib mal dein Handy her“, sagt Reva und ich gebe ihr mein Handy. “Siri, wo wohnt der Weihnachtsmann?” Ich gucke völlig perplex und Reva grinst breit. “Siehst du, Ideen muss man haben, ist dein Handy noch zu mehr gut, als nur auf Instagram Zeit zu vergeuden“, sagt sie und hört gespannt zu, wie Siri erzählt, dass der Weihnachtsmann in einem Dorf namens Rovaniemi im tiefsten Lappland wohnt.

Reva sitzt noch den ganzen Tag am Handy und unterhält sich mit Siri. Sie lässt sich alles mögliche über Lappland, den Weihnachtsmann und seine Helfer erzählen. Mich verwundert es zwar, aber da Reva ja gerne mal anders ist und sich viel zu viele Gedanken macht, wundert es ich wenig. Ich werde zwar stutzig, als Reva wissen will, wie das Wetter in Lappland so ist, aber auch darüber denke ich nicht wirklich weiter nach. Abends ist der kleine Hundekopf voll und Reva kuschelt sich völlig übermüdet in meine Arme. “Mama, hab ich eigentlich richtig dicke Wintersachen?“, will Reva von mir wissen. “Ja klar, du hast doch deine grüne Winterjacke“. “Ach doch nicht das dünne Ding, damit komm ich ja nicht weit“, sagt sie kopfschüttelnd. “Du hast deine pinke, die haben wir letztes Jahre neu gekauft, damit könntest du bis an den Nordpool reisen, so dick ist die“, scherze ich lachend und so schlafen wir beide Arm in Arm ein.

Die nächsten Tage vergehen ohne große Ereignisse. Wobei, eine Sache war komisch, denn Reva hat sich einen eigenen Instagram-Account angelegt und Kontakt zu diversen Tieren auf der ganzen Welt aufgenommen, aber sonst ist wirklich nichts erwähnenswertes passiert. Reva kontrolliert jeden Tag, ob der Wunschzettel noch neben dem Körbchen im Wohnzimmer liegt und ist dann immer trauriger. Generell finde ich, dass sie immer stiller und ernster wird, aber muss ich mir deswegen Gedanken machen?

Reva und ihre kleinen Weihnachtswichtel.

Reva auf großer Reise

Hamburg, 10. Dezember

Reva ist weg!”, rufe ich meinem Mann entgegen, als dieser am morgen wach wird. “Wie weg? Die wird bestimmt im Wohnzimmer liegen und dort schon mit ihren Spielzeugen spielen“, sagt dieser. Ich halte ihm einen Zettel vor sein Gesicht “Hier lies“, sage ich voller entsetzen.

Liebe Mama, lieber Papa,

es tut mir sehr leid, aber ich kann nicht hier sitzen und einen auf Happy-Dog machen, wenn da draußen das Corona-Dingsbums die Welt ins Chaos stürzt und es deswegen kein Weihnachten geben wird. Ich habe alles mehrfach überprüft und wenn es niemand von euch Menschen macht, dann muss halt ich das Weihnachtsfest retten. Macht euch bitte keine Sorgen, ich habe mich gut vernetzt, auf der ganzen Welt, habe ich nun Freunde gefunden und die werden mir helfen, mein Ziel zu erreichen.

Bitte versucht mich nicht zu erreichen, vertraut mir, ich werde mich melden, denn ich habe Papas Handy mitgenommen. Ich hab euch lieb und Mama, danke das du immer so viel Kleidung für mich gekauft haste endlich kann ich das alles wirklich gebrauchen.

In Liebe eure Reva

Völlig entsetzt, lasse ich mich auf das Bett sinken und begreife nur langsam was passiert ist. Was hat sie nur vor, wie will sie denn Weihnachten retten und wie will sie überhaupt so weit kommen? Reva kann ja nicht einfach mal nach Lappland fliegen. Ich bin ratlos und traurig, dass Reva nun nicht da ist und wohl erst in einigen Tagen wieder da sein wird. Mein Kopf ist voller Sorgen und Gedanken.

Travemünde, 11 Dezember E-Mail an Mama und Papa

Hallo Mama und Papa,

ich bin heute gut in Travemünde angekommen. Da ich leider zu wenig Taschengeld von euch bekomme, musste ich per Anhalter fahren, aber wer kann mir süßem Ding denn auch schon Wiederstehen? Der liebe Bruno, ein Brummi-Fahrer, nahm mich bis hierin mit, der hatte sogar Leberwurstbrote dabei, man war das lecker. Natürlich habe ich nicht vergessen, Dankbarkeit zu zeigen und habe alles brav aufgegessen, hab aber nicht verstanden, warum Bruno danach sauer auf mich war. Ihr Menschen seid wirklich komisch……..Mann Mann Mann……Aber über mein Taschengeld sollten wir, nach meiner Rückkehr, unbedingt mal reden, mit den paar Kröten komme ich ja wirklich nicht weit.

Ich warte hier nun auf den Gustav, das ist ein Storch aus Buxtehude, der aufgrund einer blöden Grippe, nicht mit den anderen Störchen nach Afrika fliegen konnte und nun hinterher fliegen will. Der Gustav wird mich ein Stück auf seinem Rücken mitnehmen, wie weit, darüber haben wir noch nicht gesprochen und ich hoffe, dass Gustav etwas zu Futtern mitbringen wird. Alternativ hätte ich auch Rudi mitfliegen können, dass war ein Pelikan, der mir auf Instagram geschrieben hatte. Der wollte aus seinem Zoo ausbrechen und zurück in seine Heimat fliegen, aber da hätte ich den ganzen Flug über in seinem Beutel sitzen müssen, das war mir dann doch zu unbequem, und wer will schon Fliegen ohne die Welt sehen zu können?

Ich werde nun mal los, ich brauche unbedingt eine Steckdose für das Handy, ich muss noch ein paar Freunden schreiben und mich um die nächsten Mitfahrglegenheiten kümmern, nicht das etwas schief geht. Aber endlich verstehe ich den Sinn von Instagram, endlich macht es Sinn, warum Mama immer so viel Zeit damit verbracht hat. Dort sind wirklich tolle Tiere unterwegs, so hilfsbereit.

Macht es gut, eure Reva.

Irgendwo im Nirgendwo, 14 Dezember

Wir lieben den Zauber von Weihnachten so sehr, er ist einfach magisch.

Liebe Mama,

man habe ich Hunger, du hast ja keine Ahnung, wie anstrengend so eine Reise sein kann, aber ich habe es bald geschafft. Ich hab keine Ahnung wo wir grad sind, aber die liebe Hilde, ein Blauwal, hat mich eingesammelt, nachdem ich mit dem blöden Gustav einen Streit hatte. Irgendwie passten wir dann doch nicht so gut zusammen und ich hab ihm angeblich zu viel geredet und das Futter wollte er auch nicht teilen, aber das war nun eh nicht so geil.

Ich glaube wir nähern uns langsam Lappland, denn es wird langsam kälter, so dass ich meinen Pulli anziehen musste. Aber die liebe Hilde meinte, dass wir erst in 200 Seemeilen die Stadt Helsinki erreichen, aber von da ist es wohl nicht mehr weit und meine nächste Reisebegleitung ist auch schon organisiert. Zum Glück habe ich das rechtzeitig organisiert, denn so ein Wal hat keinerlei Lademöglichkeiten für das Handy. Ich will mich aber nicht beklagen, denn wir kommen gut voran. Hilde schwimmt so schnell, fängt nebenbei sogar Fische für mein Abendbrot und ich sitze auf ihrem Rücken und halte Ausschau nach Piraten. Hilde meint zwar, dass es keine Piraten gibt, aber ich bin ja nicht blöd und habe mit euch die ganzen Filme mit Captain Jack Sparrow gesehen, ich weiss also das es Piraten gibt und bin gut vorbereitet, denn in der letzten Hafenstadt habe ich Alkohol gekaut, damit sollte ich die Piraten gut beschäftigen können. Da bisher alles nach Plan läuft, macht euch bitte keine Sorgen.

Alles Liebe, eure Reva

Helsinki, 17 Dezember

Mama,

langsam wird es anstrengend und ich habe Heimweh. Eigentlich sollte hier Black Eye, ein Polarwolf auf mich warten und mich zum Weihnachtsmann bringen. Aber das war ein ganz komischer Typ, sag ich dir. Du hattest immer Recht damit, wenn du gesagt hast, ich soll keinem Fremden trauen. Aber Mama das gilt nur für Menschen, sondern auch für Wölfe, bitte merk dir das. Ich hab ihr also gewartet und Hilde fragte noch, ob sie mit mir warten soll, aber ich dachte, dass ich das schon schaffen würde und hab sie weiter auf ihre eigene Reise geschickt. Weißt du Mama, die Hilde will ihre Familie finden, die ist auf der ganzen Welt verstreut und an Weihnachten möchte auch so ein Wal, einfach nicht alleine sein. Das hat mein kleines Hundeherz schon sehr berührt und ich habe richtig Heimweh nach dir und Papa bekommen.

Aber ich schweife ab. Mit dreistündiger Verspätung kam dann der Black Eye zum Treffpunkt. Wie kann man nur so heißen, aber bei dem Namen hätte ich mir denken können, dass da etwas nicht stimmt. Black Eye war groß und finster, hatte eine Augenklappe und fragte ob ich Geld dabei hätte. Nee, denn ich bekomme ja kaum Taschengeld und dann wurde der Wolf echt fies und hat mich in den tiefen Schnee geworfen und da liegen lassen.

Warum hat mir eigentlich keiner gesagt, dass es hier so viel Schnee gibt? Dann hätte ich mir den Bademantel eingepackt, ständig bin ich durchnässt vom Schnee, das geht so nicht, am Ende bekomme ich noch dieses blöde Corona-Dingsbums und kann euer Weihnachtsfest nicht retten. Nun sitze ich hier seit einem Tag und bin wirklich ratlos. Wäre ich doch nur zuhause geblieben. Da hätte ich nun die warme Heizung und mein kuscheliges Bettchen. Stattdessen muss ich hier in einem alten Schuppen schlafen, indem es fürchterlich zieht. Aber immerhin habe ich dort einen Raben kennen gelernt, den Igor. Igor kennt da wohl wen, der mir helfen könnte. Aber ich habe Igor seitdem nicht mehr gesehen, wer weiß wo der hin ist. Essen bekomme ich hier auch keines und muss auf Jagd gehen. Wäre ich doch nur zuhause geblieben. Warum wollte ich bloß euer blödes Weihnachtsfest retten??? Mama kannst du mich bitte abholen kommen? Bitte…….

Eure Reva

Unterwegs in Lappland, 20 Dezember

Hallo Papa,

ich bin sauer auf Mama, da sie mich nicht abgeholt hat, aber gut ich denke, sie wollte nicht unbedingt auf einem Wal hierher schwimmen und für einen Storch ist die eh zu schwer. Aber darüber müssen wir unbedingt noch reden, dass geht so alles nicht.

Ich hab euch doch von Igor dem Raben erzählt, oder? Der Igor kam nachts zurück zum Schuppen, hat mich geweckt und ist mit mir los gestapft. Denn der Rabe Igor hat einen Cousin, der ist ein Eisbär, namens Merlin. Und Merlin sagt, er kennt den Weihnachtsmann, weil er da mal ein Praktikum als Elf gemacht hat, aber leider wurde er nicht eingestellt. Merlin ist super, er ist riesig, und so plüschig. Auf seinem Rücken ist ein kleiner Sattel, auf dem kann ich mich super einrollen und sein Fell, wärmt mich wunderbar. Eigentlich würden wir gar nicht auffallen, denn Merlin ist genauso weiß, wie die Landschaft. Überall liegt tiefer fester Schnee. Aber da ich ja so schnell friere, musste ich meine pinke Winterjacke anziehen, somit kann man manchmal etwas pinkes im Schnee aufblitzen sehen. Hoffentlich entdeckt uns niemand, denn Merlin sagt, dass es hier ganz fiese Pinguine gibt, die sitzen hier an den Ortsgrenzen und gehören wohl zu Black Eye, dem komischen Wolf. Die betreiben wohl Raub von Touristen in ganz großem Stil. Also drückt mir die Daumen, dass uns nix passiert, aber ich hab ja eh nichts dabei, außer drei Jacken und acht Pullovern. Und die gebe ich nicht her, die Pinguine haben doch eh schon Anzüge an, was wollen die dann mit meinen Pullovern?

Bitte sag Mama, dass sie sich keine Sorgen machen soll, denn Merlin sagt, es ist nicht mehr weit und ich bin bestimmt bis Weihnachten längst zurück. Mittlerweile finde ich den Schnee auch wirklich toll, er ist hier ganz weich und wattig, man kann toll umher toben. Manchmal machen Merlin und ich eine kurze Pause und machen eine Schneeballschlacht oder Schneeengel, wobei da der Merlin immer gewinnt, da seine Engel so viel größer als meine sind und seine Schneebälle hauen mich sprichwörtlich aus den Pfoten.

Ich denke an euch, eure Reva

Reva und ich an Weihnachten 2018.

Wird Reva rechtzeitig ankommen und Weihnachten retten können?

Im Haus vom Weihnachtsmann, 22. Dezember

Liebe Hundeeltern von Reva,

eure tapfere Hündin ist bei mir angekommen, halb verhungert und mit den Kräften am Ende. Sie und Merlin wurden von den fiesen Pinguinen, die bei uns die Grenzen kontrollieren, und friedliche Wesen ausrauben, in eine fiese Falle gelockt und überfallen. Sie wurden ausgeraubt, alles wurde gestohlen. Nix wurde ihnen gelassen und so haben meine Wichtel, die beiden fast verhungert und erfroren im Schnee, ganz kurz vor meiner Haustür gefunden, die beiden hätten es wirklich fast zu mir geschafft. Igor, der Raabe ist ein heimlicher Helfer von mir, und hat mir von Revas Plan erzählt, das Weihnachtsfest retten zu wollen.

Hiermit möchte ich euch versichern, dass Weihnachten nicht in Gefahr sein wird und ich dafür Sorgen werde, dass Reva wohlbehalten bald bei euch zurück sein wird. Macht euch keine Sorgen, lasst die Magie von Weihnachten über euch kommen und wartet einfach ab.

Beste Grüße, euer Weihnachtsmann

Im Haus vom Weihnachtsmann, 23. Dezember

“Reva hörst du mich? Bist du wach?” “Mmmhhh…..was….wo… was ist los und wo sind die Pinguine?” “Nur keine Sorge, du bist mit Merlin in Sicherheit, ich bin der Weihnachtsmann und ich kümmere mich nun um dich”. “Oh ich bin so müde”. “Das ist ok, schlaf ruhig”. “Nein ich darf nicht schlafen, ich muss dir helfen und wir müssen Weihnachten retten”. “Aber warum denn retten? Reva, Weihnachten ist nicht in Gefahr!” “Aber das Corona-Dingsbums ist doch auf der Welt und du kannst doch nicht einfach mit dem Flieger um die Welt fliegen”. “Reva, hab vertrauen in die Welt und die Magie der Weihnacht, manchmal gibt es Dinge, die man nicht mit Worten erklären kann, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht wahr sind”. “Also wird es ein Weihnachten für die Welt geben?” “Aber natürlich, du dummer kleiner Hund, hab einfach Vertrauen, du wirst schon sehen”.

Startbahn vom Weihnachtsmann, 24 Dezember

“Weihnachtsmann, wie komm ich denn nun nach Hause zurück?” “Keine Sorge Reva, ich nehme dich mit, denn du kannst mir helfen und dann setze ich dich bei dir zuhause ab, deine Mama und Papa werden dich bestimmt schrecklich vermissen”. “Ja das glaub ich auch, denn sie hatten ja nun länger niemanden zum kuscheln und dem sie das Futter hinstellen konnten. Aber Weihnachtsmann, wie kann ich dir den überhaupt helfen?” “Hier du darfst den Schlitten und mein neues Rentier lenken”. “Oh das ist doch aber kein Rentier, das ist doch der Merlin”. “Ja, ganz genau, der Merlin hat sich als tapfer und loyal erwiesen und auf so einen treuen Eisbären kann ich doch nicht einfach verzichten, also gibt es nun neben den Rentieren, den Eisbären Merlin, der kann die anderen ablösen und unterstützen, wenn sie müde sind”. “Oh ja, das ist eine tolle Idee.” “Dann komm, wir haben eine weite Reise vor uns.” “Aber werden wir es wirklich rechtzeitig schaffen? Heute ist doch schon Weihnachten?” “Hab Vertrauen in die Magie, Reva, und nun hop hop, komm hoch zu mir auf den magischen Schlitten, es gibt viel zu tun”

“Ho Ho Ho Ho Ho, der Weihnachtsmann kommt, aus dem Weg ihr Zugvögel, macht Platz für den Weihnachtsmann, ho ho ho ho”.

Reva wartet auf den Weihnachtsmann.

Ein leuchten am Abendhimmel und leise Glöckchen

Hamburg, 24. Dezember, am späten Nachmittag

Hallo, macht mal jemand das Fenster auf?“, ruft es vor unserem Wohnzimmer und ein lautes klopfen ertönt an der Scheibe. Ich gehe ins Wohnzimmer und staune nicht schlecht, da schwebt der Schlitten vom Weihnachtsmann mit den Rentieren und einem Eisbären vor unserem Fenster. Ähmmmm halt, einem Eisbären???? Ist da nicht etwas verkehrt, denke ich, aber dann sehe ich Reva und öffne schnell das Fenster. “Wurde ja auch Zeit, Mama, ich habe Hunger und es ist 18 Uhr, Zeit für mein Abendessen” “Hallo Reva, ich habe dich so sehr vermisst. Und oh du siehst ja aus, wie der Weihnachtsmann“, rufe ich erstaunt und schließe Reva überglücklich in meine Arme. “Klar, ich bin ja nun auch der Spezialhelfer vom Weihnachtsmann“, sagt Reva stolz und kuschelt sich endlich wieder in meine Arme. Oh, wie habe ich dieses Gefühl vermisst.

Als ich mich umdrehen möchte, um den Weihnachtsmann zu danken, ist dieser verschwunden. Man hört nur noch leise die Glöckchen vom Schlitten in der ruhigen Nacht und ganz oben am Himmel zieht ein leuchtender Lichtschweif umher. “Schau, Mama, das ist der Schlitten vom Weihnachtsmann”, sagt Reva müde und schläft glücklich in meinen Armen ein.

Ende

Ich hoffe, dass euch diese kleine Weihnachtsgeschichte gefallen hat und wir wünschen euch und euren Familien hiermit ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest, welches ihr hoffentlich mit all euren Liebsten und in Gesundheit verbringen könnt. Bitte passt gut auf euch und bleibt gesund! Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und hoffen, dass auch ihr, immer die Magie von Weihnachten spüren könnt, ganz egal in welchen verrückten Zeiten wir gerade leben, denn Weihnachten wird immer etwas ganz besonderes sein!!

Eure Jessica und Reva

Reva und all ihre Reisefreunde aus dieser Geschichte wünschen euch frohe Festtage.

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