🐾 Revas Hundeleben

Reva trifft auf den Weihnachtsmann

Überraschung! Wir haben uns hinter dem 5. Türchen im DogBlogger Adventskalender versteckt. Wir möchten uns hier, ganz herzlich, bei der lieben Johanna bedanken, für diese wunderbare Möglichkeit, euch mit einer kleinen, persönlichen Weihnachtsgeschichte etwas vorweihnachtliche Magie geben zu können. Schaut unbedingt täglich vorbei, und lasst euch immer mehr in vorweihnachtliche Stimmung versetzen. Wir von “Reva and Me” wünschen euch ganz viel Spaß dabei.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß, mit unserer kleinen Weihnachtsgeschichte.

Alle Jahre wieder…

Es war mal wieder so weit, das ganze Jahr war rasend schnell an uns vorbei gezogen und wir waren mitten im Dezember angelangen und Weihnachten stand fast vor der Tür. Ich persönlich, liebe ja die Vorweihnachtszeit und abgesehen von dem fehlenden Schnee in den letzten Jahren, lasse ich mich nicht von der allgemeinen Hektik anstecken und auch das ich an Weihnachten arbeiten muss, zumindest für ein paar Stunden, hat mich bisher noch nie gestört, sondern ich geniesse es sehr, die Leute um mich herum in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Wenn ich dann auf dem Weg nach Hause bin, bin ich selber so voller Freude, dass mir Zuckerstangen aus den Ohren wachsen müssten.

Auch wenn es kindisch klingt, aber mich versetzt jedes neue Weihnachtsfest immer in meine Kinderzeit. Damals hat es noch zuverlässig geschneit und ein großer bunt geschmückter und für mich wie magisch leuchtender Baum hat nach dem Kirchgang auf uns Kinder gewartet und seine Geschenke darunter ließen mich immer ganz kribbelig werden. Dieses Gefühl steigt noch heute in mir auf und auch wenn ich längst erwachsen bin, freue ich mich über meine Erinnerungen und wünsche mir diesen Zauber zurück.

Ich liebe es, mir wochenlang Gedanken zu den Geschenken für Freunde und Familie zu machen, wobei mein Mann und ich uns nichts schenken, da wir uns selbst einfach genug sind und mit Reva an unserer Seite das kostbarste Geschenk haben. Außerdem finde ich es so schön, sich für das Fest etwas “aufzughübschen”. Selbst Reva hat einen selbst gestrickten Weihnachtspullover, extra für das Fest.

Reva, der kleine Weihnachtshund.

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest

Im letzten Jahr war es so, dass wir das Weihnachtsfest bei meinen Schwiegereltern und dort mit den polnischen Großeltern verbachten. Wir fuhren also am 24. 12 nach meiner Arbeit hin und ließen uns von der weihnachtlichen Atmosphäre schnell verzaubern. Der Baum war bereits prächtig geschmückt, der Kamin prasselte vor sich hin und im Fernsehen wurde eine polnische Christmesse übertragen. Die Frauen zauberten in der Küche die leckersten polnischen Spezialitäten und die Männer saßen zusammen und spielten. Wir verteilten die Geschenke unter dem großen Baum, und ich spielte mit Reva bis wir essen kommen sollten.

Jedes unserer Weihnachtsfeste, wird nach den polnischen Traditionen der Familie ausgerichtet und ich liebe polnische Weihnachten einfach, denn es hat seinen ganz eigenen Zauber, der mich immer wieder mitreißt und ganz emotional werden lässt. Aber das ist wohl einfach der Zauber von Weihnachten, oder?

Das polnische Weihnachtsfest wird auch Wigilia genannt und ist eigentlich die Feier am Heiligen Abend mit den 12-Gerichten. Die Familie soll die Kirche im Kleinen Kreis symbolisieren, weswegen das Gebet auch ihren Platz findet. Die vielen Weihnachtsbräuche sind volkstümlich stark mit christlichen Traditionen verschmolzen. Der Baum wird meistens von den Kindern geschmückt und man legt etwas Heu in vier Ecken des Raumes, das soll symbolisieren, dass Jesus im Stall geboren wurde. Außerdem wird eine Geldmünze unter das Tischtuch am Esstisch gelegt, um die Familie vor Armut zu schützen. Am Tisch steht außerdem oftmals ein leeres Gedeck, dass soll an verstorbene Familienmitglieder oder Freunde erinnern.

Weihnachtshund Reva und ihre Gehilfen.

Unser Weihnachtsfest begann also damit, dass wir uns um 18 Uhr am Tisch versammelten, mein Schwiegervater ein polnisches Gebet sprach und wir uns danach alle gegenüber standen, zum brechen der Weihnachtsoblaten. Auch dies ist eine alte polnische Tradition. Man geht von Person zu Person, bricht sich gegenseitig etwas von deren Oblaten ab und wünscht seinem gegenüber alles Liebe und Gute. Dies soll ein Zeichen der Liebe, Verbundenheit, Versöhnung und Freundschaft füreinander sein. Danach laß mein Schwager die Weihnachtsgeschichte vor und das polnische Festmahl wurde aufgefahren.

Ich liebe das polnische Essen! Es beginnt mit zwei verschiedenen Suppen, in unserem Fall der Barszcz mit Uskza, das ist eine Rote Beete Suppe mit kleinen Pierogi, danach warten diverse Gerichte, die hauptsächlich aus Fisch bestehen. Rollmops, Makrele oder Forelle sind nur einige der leckeren Gerichte die mit polnischem Kartoffelsalat gereicht werden. Allerdings verzichten meine Schwiegereltern auf die üblichen 12 Gerichte, die die 12 Apostel Christi ehren sollen. Es folgt direkt im Anschluss ein reichhaltiges Kuchenbuffet und danach, wenn man richtig schön satt ist, folgt auch schon die Bescherung.

Reva trifft auf den Weihnachtsmann

Und im letzten Jahr war es etwas ganz besonderes. Meine Schwiegereltern waren plötzlich verschwunden und Reva machte sich auf die Suche nach ihnen. Aber Reva staunte nicht schlecht, als plötzlich zwei fremde Gestalten um die Ecke kamen. Da standen doch wirklich der Weihnachtsmann und sein Weihnachtsengel im Wohnzimmer meiner Schwiegereltern. Die beiden erzählten von ihrem weiten Weg zu uns und lasen etwas weihnachtliches vor.

Dann traten sie einen Schritt auf Reva zu, und der Weihnachtsmann wollte wissen, ob Reva auch brav gewesen sei. Reva saß völlig verwirrt auf meinen Schoß und streckte die Nase in die Luft, sie war verwirrt, denn der fremd aussehende Mann, roch wie ihr “Opa”. Reva begann zu knurren und versuchte doch tatsächlich, dem Weihnachtsmann seinen Bart abzuziehen. Ach ja, dass war einfach zu komisch. Reva war sichtlich irritiert und sie begann um Weihnachtsmann und Engel knurrend umher zulaufen und hielt immer wieder ihre Nase in die Luft. Sie versuchte immer wieder an dem Mantel des Weihnachtsmann zu ziehen, denn sie hatte längst verstanden, dass sich da jemand darunter versteckte. Es war einfach zu komische, wie der Weihnachtsmann versuchte seinen Mantel zu retten.

Wir wünschen euch eine schöne und besinnliche Weihnachtsfest!

Daher verteilte der Engel schnell die Geschenke und dann verschwanden beide wieder genauso schnell, wie sie gekommen waren. Als dann wieder meine Schwiegereltern im Raum waren, verstand Reva die Welt nicht mehr und ihr verwirrtes Gesicht war zu komisch. Sie lief zur Haustür und suchte dort alles ab, aber der Weihnachtsmann war verschwunden und es roch dort auch nicht nach ihm.

Ich kann nur hoffen, dass der Weihnachtsmann nicht nachtragend ist, dass Reva ihm seinen Bart abgerissen hat und im Mantel nun ein Loch ist, denn sonst fällt die Beschwerung für Reva dieses Jahr, wohl etwas kleiner aus. Aber ich kann Reva schon ganz gut verstehen, mich hätte der fremde Mann auch sehr verwirrt.

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