🐺 Wuff - Jetzt spreche ich

Revas Jahresrückblick

Leute Leute, endlich ist soweit, und das Jahr 2020 neigt sich mit schnellen Pfötchen-Schritten seinem Ende zu, was mich dazu veranlasst, euch einen kleinen Einblick in unserer, fast vergangenes Jahr 2020, zu geben. Denn, auch wenn so etwas komisches mit dem Namen Corona dafür gesorgt hat, dass in diesem Jahr die ganze Welt Kopf steht, so gab es für uns, doch einige schöne Momente, an die wir uns gerne erinnern möchte und für die wir, als Rudel, unendlich dankbar sind. Also lasst uns beginnen, denn sonst ist das alte Jahr vorbei, ehe dieser Rückblick online geht. Wuff!

Lasst uns noch einmal gemeinsam durch das Jahr 2020 wandeln.

Januar bis Juni – Die Welt steht Kopf

Als meine Mama zum Jahreswechsel, von der Corona-Ausbreitung in Wuhan hörte, wirkte für sie alles so weit weg und sie dachte, dass würde uns niemals erreichen. Mama fühlte sich sicher und beschützt, aber das sollte sich sehr schnell ändern. Nur wenige Wochen später, erreichten uns in Deutschland, die ersten Infektionen. Mama begann die Zahlen im Blick zu haben, aber noch immer nahm es niemand ernst, denn es war einfach viel zu weit weg. Aber nur wenige Wochen später, explodierten die Zahlen und die Welt stand plötzlich auf dem Kopf.

Da Mama, durch ihre Rheumaerkrankung, auch zur Risikogruppe gehört, machte auch ich mir Sorgen und dann musste Mama plötzlich zuhause bleiben, da sie auf Kurzarbeit gehen musste. Anfangs fand ich das ja noch lustig, endlich wurde ich mal ordentlich gekrault, aber irgendwann nervte es dann nur noch. Wir gingen seltener raus, Mama achtete sehr stark auf eine gute Hygiene und wusch sich ständig die Hände. Also ich bin ja echt mal auf die nächste Wasserrechnung gespannt, aber bitte, auf mich hört ja eh keiner.

Dann begann Mama damit so komische Tücher für das Gesicht zu nennen, sie nennt es Mund-Nasen-Schutz, zu nähen und verteilte diese im Familien,- und Bekanntenkreis. Und so vergingen die Monate, die Zahlen bleiben konstant und ich begann zu verstehen, dass dieser Spuk so schnell nicht enden würde und stellte mich wohl oder übel, auf eine lange Zeit mit Mama zuhause ein, denn auch wenn ihr Hundeeltern es nicht verstehen könnt, aber so etwas ist auch für uns Hunde nicht unbedingt leicht wegzustecken, wenn ihr plötzlich den ganzen Tag zuhause seid und unsere Ruhezeiten stört. Wie soll Hund denn da ausgiebig schlafen können?

Die ersten Monate des Jahres 2020 verbrachten wir fast nur zuhause.

Juli bis Oktober – Von neuen Freundschaften und alten Hobbys

Mit dem Sommer kam auch Mamas Aktivität endlich zurück und so kam es, dass wie endlich wieder öfters unterwegs waren.

Mal waren wir auf den Alsterwiesen unterwegs, wo wir lange im Gras hockten, Ball spielten und einfach die Zeit für uns genossen. An anderen Tagen, waren wir am Hundestrand wo ich ordentlich schwimmen und mich im Watt wälzen konnte. Ich sag euch, nix geht gegen eine ordentliche Schlammpackung, müsst ihr unbedingt mal versuchen.

Ende Juni kaufte mein Papa einen Fahrradanhänger für Mamas Fahrrad und so waren wir dann noch öfters unterwegs denn wir lieben es, gemeinsam kleine Ausflüge mit dem Rad zu machen. Für mich gibt es auch echt nichts schöneres, als hinten in dem kuscheligen Anhänger zu liegen und mir den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen. Ach ja, und es macht Spaß Mama ordentlich anzuquatschen, wenn diese mal zu langsam fährt, denn ohne Fahrtwind macht es echt keinen Spaß. Ist doch klar, oder ? Und so kam es, dass wir fast täglich unterwegs waren und den Tag draussen an schönen, ruhigen Ecken verbrachten und einfach das Leben genossen.

Mit dem Sommer kam unsere Aktivität zurück und ein Ausflug jagte den nächsten.

Und dann gab es einen kleinen Zufall beim Einkaufen, denn Mama traf eine alte Bekannte, aus der Nachbarschaft, die sie ewig nicht mehr gesehen hatte, obwohl sie und ihr Hundekind “Duke”, nur drei Straßen von uns entfernt wohnen. Duke und ich haben früher oft miteinander gespielt und somit wurde eilig das erste Playdate ausgemacht. Von da an trafen wir uns zwei-dreimal die Woche und hatten miteinander richtig viel Spaß.

Durch Zufall kam das Thema Instagram auf und somit war auch Mamas Rückkehr in die Sozialen Medien, nach fast drei Jahren Pause, schnell beschlossene Sache. Sie meldete mich an, ohne Plan und einfach für den Spaß an der Sache und mit ganz viel Lust auf den Austausch, mit anderen Hundeverrückten wie sie es ist. Und bevor sie verstand was da eigentlich passiert ist, wurde dieser Blog ins Leben gerufen und Mama meldete ein Gewerbe, dass man als Bloggerin braucht, an. Mit diesem Hundeblog hat sie sich einen sehr langen Traum erfüllen können.

Im Sommer erfüllten sich viele Träume, wie das Shooting bei Sonnenaufgang.

Mama hat schon als Jugendliche gern geschrieben und fotografiert und konnte nun endlich damit beginnen, beide Leidenschaften miteinander zu kombinieren. Aber das ständige gepostet auf Instagram hatte auch für mich viele Vorteile. Plötzlich kamen ständig Pakete für mich an, man man man, das war echt toll. Irgendwie war da täglich Weihnachten.

Und noch etwas tolles ist passiert: Ich habe dank Mama viele tolle neue Hundekumpels kennen gelernt. Einer meiner Liebelingsbuddys ist der “Morty”, mit dem ziehe ich nun seit einigen Monaten regelmäßig um die Häuser und zusammen halten wir unsere Mamas ordentlich auf trab. Und zusammen halten wir die verrückten Ideen unserer Mamas besser aus, denn so mussten Morty und ich z.B. an einem Morgen im Sommer ganz früh aufstehen, nur weil unsere Mamas unbedingt Fotos vom Sonnenaufgang in der Heide machen wollte. Ist ja schön und gut, aber Freunde ehrlich, muss das morgens um 04:30 Uhr sein, dass man da los fährt? Ich sag euch, leicht haben wir Hunde es nicht, wenn unsere Mamas so Fotoverrückt sind.

Oder auch die Erstellung meines eigenen Hundeblogs.

Außerdem war da noch die Operation wegen dem Grauen Star, an dem kranken Auge, von Mama. Sie hat ja am linken Auge, Uveitis, dass ist eine rheumatische Erkrankung am Auge und muss dadurch regelmässig Spritzen in den Augapfel bekommen, welche als Nebenwirkung eben die Bildung von Grauem Star haben. Sie war mega aufgeregt, aber letztendlich war es ein kurzer Eingriff und Mama hatte alles gut überstanden und konnte somit verhindern, dass sie auf dem kranken Auge erblinden wird. Natürlich habe ich mich tagelang ordentlich um Mama gekümmert, bin nicht von ihrer Seite gewichen und habe ihr, unentgeltlich, ganz viele Schmusestunden beschert.

Wir erlebten viele tolle Abenteuer und fanden jede Menge neuer Freunde.

Oktober bis Dezember – Wieder viel Zeit mit Mama

Mit dem Herbst kehrte Mamas Arbeitsalltag endlich zurück und ich hatte die Wohnung, und vor allem das große Bett, endlich wieder ganz für mich allein. Auch wenn Mama öfters frei hatte und neue Arbeitszeiten bekam, so hatte ich trotzdem endlich wieder mehr Ruhe für mich.

Aber dann kam, nach nur zwei Wochen, auch schon der zweite Lockdown, eine Situation vor der sehr viele Angst hatten und auch Mama machte sich nun wieder große Sorgen. Diesmal nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern vielmehr aus Sorge um ihren Job, in der Hotellerie. Wird es diese Branche nächstes Jahr überhaupt noch geben?

Das Thema Corona begleitete uns den ganzen Winter über und ließ einfach nicht nach. Keiner weiß, wie es nächstes Jahr weiter gehen wird, ob die Welt weiterhin verrückt spielen wird oder ob sich alles zum positiven entwickeln wird.

Reva startet gut gelaunt ins Neue Jahr.

Von Vorsätzen und Neujahrswünschen

Vorsätze für das neue Jahr habe ich als Hund eigentlich keine, aber ich wünsche mir, dass die Welt wieder etwas “normaler” wird und Mama endlich wieder öfters arbeiten gehen kann.

Ach ja und Mama wünscht sich und allen anderen Menschen da draußen, ein Jahr, welches anders wird. Welches voller positiver Energien und Gedanken sein wird, ein Jahr in das wir mit mehr Wissen über uns und über unsere inneren Wünsche rein gehen werden und in welchem wir viel mehr Rücksicht auf andere nehmen werden, da wir nicht mehr nur noch an uns selber denken, da uns das alte Jahr gelehrt hat, dass wir damit nicht weit kommen. Ich wünsche uns ein ruhiges neues Jahr, ohne Hass, Krankheiten und sinnlose Gewalt.

Leute, bitte lasst uns viel mehr zusammen rücken, auf unsere Tiere und Mitmenschen mehr achten und helfen wo wir können, denn das es geht, habt ihr Anfang des Jahres beim ersten Lockdown bewiesen. Auf einmal war da so viel Hilfsbereitschaft bei euch, warum brauchte es erst eine tödliche Krankheit um diese in euch zu wecken? Manchmal seid ihr Menschen wirklich verwunderlich.

Wir wünschen euch allen, dass ihr mit diesem schlimmen Jahr gut abschließen könnt und mit vielen positiven Gedanken in das Jahr 2021 starten könnt. Denkt an eure geliebten Fellnasen und eure Lieben, auch wenn diese vielleicht nicht bei euch sein können und versucht zu euch selbst zu finden im neuen Jahr, denn wir glauben, dass dies nach der Pandemie wirklich dringend nötig sein wird, um das alles verarbeiten zu können und um der Zukunft positiv entgegen zu treten.

Rutscht alle Gut ins Neue Jahr, eure Reva und Jessica. Wuff 🐾

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