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Rund um die Knochen des Hundes

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Dogtisch Academy entstanden und wurde aufgrund der Verlinkung als Werbung gekennzeichnet.

Modul 1

Im ersten Modul meiner Ausbildung zur Hundefitnesstrainerin bei der Dogtisch Academy ging es um die Grundlagen des Körpers sowie die Anatomie des Hundes, denn gerade hierzu sollte eine Hundefitnesstrainerin umfassend informiert sein, da es ja gerade in diesem Berufsfeld darum geht die Muskeln und Gelenke fit und gesund zu erhalten.

Hundeanatomie und Grundlagen

Wenn man sich mit der Anatomie des Hundes befasst, wird man schnell erkennen, wie komplex das Skelett des Hundes und sein Bewegungsapparat sind. Es gibt so viele kleine Unterschiede, die man unbedingt beachten muss, wenn man mit Hunden im gesundheitlichen Bereich arbeitet. Aber auch wenn es wirklich umfangreich ist und die ganzen Namen der einzelnen Gelenke und Muskeln ziemlich verwirrend oder zu schwer erscheinen, so macht es durchaus wirklich Spaß sich mit diesem sehr wichtigen Thema auseinander zu setzen.

Und eigentlich wĂ€re dies ein wichtiges Thema, mit welchem sich der “normale” Hundehalter durchaus mindestens einmal befasst haben sollte, da man so VerĂ€nderungen im Gangbild oder mögliche Erkrankungen vielleicht viel eher bemerkt und frĂŒh handeln kann. Zudem ist es einfach super interessant und es schadet nie, zu wissen, welches Gelenk der Pfote sich der Hund vielleicht gerade vertreten hat, wenn man dem Tierarzt ein Verhalten schildert.

Um einen kleinen Einblick in dieses spannende und umfangreiche Thema zu geben, wĂŒrde ich gerne ein bisschen in das Thema des Knochens eingehen, da der Knochen ja die Grundlage des Skeletts bildet und ein gesunder Knochen immens wichtig fĂŒr den Hund ist. Bitte beachtet aber, dass ich keine ausgebildete TierĂ€rztin oder Physiotherapeutin bin und das alles selber noch lerne und somit nur einige kleine Einblicke in diese umfassende Thematik gebe, die man leicht verstehen kann und somit nicht komplett bis ins letzte Detail darauf eingehe.

Der Bewegungsapparat – Eine kleine Übersicht

Der Körper des Hundes besteht auf zwei Bewegungsapparaten. Da wĂ€re zum einen der aktive Bewegungsapparat, welcher fĂŒr die BewegungsausfĂŒhrung sorgt und daher aus Sehnen, Faszien und Muskeln besteht. Und zum anderen ist da auch der passive Bewegungsapparat, welcher aus beweglichen Bestandteilen wie Gelenken, Kochen und BĂ€nder besteht.

Außerdem besteht der Bewegungsapparat des Hundes aus vielen kleinen Nerven, welche elektrische Reize an das Gehirn senden, die zum Muskeln weitergeleitet werden, welcher dann die Bewegung ausfĂŒhrt.

Der Knochen – Eine kleine EinfĂŒhrung

Das wichtigste ist es zu wissen, dass die Knochen des Hundes, lebendiges Material sind und sich, je nach Belastung, immer wieder verĂ€ndern. Sprich, ĂŒber die komplette Lebenszeit des Hundes, kann sich der Knochen immer wieder verĂ€ndern, indem er sich auf- bzw. abbaut. Diesen stĂ€ndigen Wandel zwischen Aufbau und Abbau des Knochens nennt man ĂŒbrigens auch Ossifikation.

Hierbei werden der Aufbau, sowie die Festigkeit des Knochens von wichtigen Faktoren, wie z.B. der ErnĂ€hrung des Hundes bestimmt, denn fĂŒr gesunde Knochen dĂŒrfen keine MĂ€ngel vorliegen und bestimmte NĂ€hrstoffe mĂŒssen zur GenĂŒge vorhanden sein.

Im Knochen des Hundes befinden sich zu anorganische und organische Stoffe. Zu den anorganischen Stoffen gehören die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Zink, Mangan und Magnesium. Zudem spielen einige Vitamine wie z.B. Vitamin D, Vitamin B6 und Vitamin K eine zentrale Rolle fĂŒr den Knochen.

Um das besser zu verstehen, kommt hier ein kleiner Überblick ĂŒber die Aufgaben der genannten Mineralstoffe und Vitamine:

Calcium und Phosphor

Calcium und Phosphor bieten das GrundgerĂŒst des Knochens, weswegen es sehr wichtig ist, bei der Futterwahl darauf zu achten, dass das VerhĂ€ltnis dieser beiden Mineralstoffe im richtigen VerhĂ€ltnis zueinander steht. Gerade bei Welpen und Junghunden, welche sich noch im Wachstum befinden, ist das richtige Calcium-PhosphorverhĂ€ltnis unglaublich wichtig, da sonst Fehlstellungen die Folge sein können.

Magnesium

Magnesium baut Vitamin D um und aktiviert das Enzym ALP, welches dafĂŒr gebraucht wird, neue Calciumkristalle im Knochen zu bilden.

Mangan

Mangan bietet im Zusammenspiel mit Zink dem Knochen Halt und Festigkeit. Zudem ist es wichtig fĂŒr die Knochenmineralisierung. Mangan ist außerdem an der Bildung von Bindegewebe in den Knochen und Knorpeln beteiligt.

Zink

Im Zusammenspiel mit Mangan bietet Zink dem Knochen Halt und Festigkeit. Außerdem verbessert es die Aufnahme von Vitamin D. Gerade bei trĂ€chtigen sowie sĂ€ugenden HĂŒndinnen ist Zink unglaublich wichtig und wird in einem grĂ¶ĂŸeren Umfang benötigt.

Vitamin D

Vitamin D wird fĂŒr die Einlagerung von Calcium im Knochen benötigt. Bei Vitamin D Mangel, welcher bei Hunden durchaus vorkommen kann, kann es zu StabilitĂ€tsproblemen kommen. Aus diesem Grund wird Vitamin D in Fertigfutter oft kĂŒnstlich zugesetzt, um hier einen Mangel vorzubeugen.

Vitamin B6

Vitamin B6 sorgt fĂŒr die Festigkeit des Knochens, da es Querverbindungen in den Kollagenfasern des Bindegewebes bildet.

Vitamin K

Vitamin K wird fĂŒr den Knochenaufbau sowie den Knochenabbau dringend benötigt. Zudem bildet Vitamin K das Protein Osteocalcin, aus welchem Calcium ansteht.

Zudem bestehen Knochen aus ganz viel Bindegewebe, in welchem sich die organischen und anorganischen Stoffe einlagern. Zwei Drittel besteht hiervon aus den eben aufgefĂŒhrten, anorganischen Stoffen und Ein Drittel besteht aus den organischen Stoffen wie Fett, Kohlenhydrate und den Kollagenen Fasern.

Die Kollagenen Fasern sind elastische und widerstandsfĂ€hige Fasern, die fĂŒr die Biegsamkeit und ElastizitĂ€t des Knochens zustĂ€ndig sind. Ohne die Kollagenen Fasern wĂŒrde so ein Knochen viel schneller brechen.

Die drei Zelltypen des Knochens

Ein Knochen besteht aus drei Zelltypen, welche fĂŒr den Knochenaufbau sowie den Knochenabbau zustĂ€ndig sind. Man unterscheidet hierbei in Osteoblasten, Osteozyten und Osteoklasten.

Osteoblasten

Die Osteoblasten bauen den Knochen auf. Die Knorpelstrukturen bilden sich zu Osteoblasten. Dies sind spezielle Zellen die den Knochen aufbauen, indem sie die Kollagenen Fasern herstellen. Die Osteoblasten bauen dann eine Art Barriere, an welcher die anorganischen Stoffe haften bleiben und sich dort verankern. Aus dieser Masse wird dann die kompakte Knochenstruktur. In diesem Moment werden die Osteoblasten zu den Osteozyten.

Osteozyten

Die Osteozyten sind die reifen Knochenzellen. Sie kontrollieren und regeln den Calciumgehalt im Knochen. Wenn ein Knochen lÀngere Zeit nicht belastet wird, werden die Osteoklasten aktiviert.

Osteoklasten

Die Osteoklasten bauen Knochen ab. Die Osteklasten schwimmen auf der KnochenoberflĂ€che und bauen mithilfe von Enzymen die Kollagenen Fasern in der Knochenmatrix ab. Übrigens benötigt 1 Osteoklast fĂŒr den Knochenabbau genau soviel Zeit, wie 100 Osteoblasten fĂŒr den Knochenaufbau benötigen. Also man sieht, dass der Knochenabbau sehr viel schneller von statten geht, als der Knochenaufbau.

So ist ein Knochen aufgebaut

Wenn man einen Knochen unter dem Mikroskop betrachtet wird man viele kleine KanĂ€lchen erkennen. Dies sind die Haverschen KanĂ€le und sie bestehen aus jeweils einem BlutgefĂ€ĂŸ und einem Nerv im Zentrum. Aus diesem Grund sind Knochen auch extrem gut durchblutet.

Um zu verstehen, wie der Knochen aufgebaut ist, sollte man sich einen Knochen von innen nach außen betrachten.

Im innersten des Knochens liegt die Markhöhle mit ihrem blutbildendem Mark. Dann folgt die Innenschicht des Knochens, welche auch Spongiosa genannt wird und mit ihrer Optik an einen Schwamm erinnert, da sie aus vielen kleinen Querverbindungen, den Trabeklen, besteht. Diese verÀndern sich stetig, da sie sich den KrÀften anpassen, die auf den Knochen einwirken.

Dann folgt die Außenschicht des Knochens, die sogenannte Substantia Compacta. Es ist eine stabile Schicht aus festem Knochengewebe. Ganz außen liegt die Knochenhaut, welche Knochen und Gewebe miteinander verbindet und eine gute AndockflĂ€che fĂŒr Sehnen und Muskeln bietet. Außerdem liegen hier sehr viele Nerven und GefĂ€ĂŸe, welche bei starken StĂ¶ĂŸen oder gar EntzĂŒndungen Schmerzen abgeben.

Die Knochenarten

Eine wichtige Aufgabe der Knochen des Hundes, sind der Schutz der inneren Organe und der nervalen Strukturen wie das RĂŒckenmark oder die WirbelsĂ€ule. Außerdem docken hier die Muskeln an um einen flĂŒssigen Bewegungsablauf gewĂ€hrleisten zu können. Es gibt einige Knochenarten, die es um Hundeskelett zu Unterscheiden gilt:

Breite Knochen

Breite Knochen haben entweder nur minimalen Markraum oder sie besitzen gar keinen. Hierzu zÀhlt z.B. das Schulterblatt.

Lange Knochen

Lange Knochen sind Knochen, welche besonders fettreiches Knochenmark besitzen wie z.B. der Oberschenkel.

Kurze Knochen

Die kurzen Knochen findet man ausschließlich in der WirbelsĂ€ule.

Sesambeine

Unter dem Begriff des Sesambeins versteht man Knocheneinlagerungen in den Sehnen. Sie verbessern die Beweglichkeit der Sehnen welche nahe am Gelenk liegen wie es z.B. bei der Kniescheibe der Fall ist.

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