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So gelingt der Urlaub mit mehreren Mensch-Hunde-Teams

Urlaub mal anders

Wir alle lieben es Urlaub zu machen, es ist für die meisten Menschen die schönste Zeit im Jahr, einfach rauszukommen und etwas anderes zu sehen und neue Dinge zu erleben. Auch unsere Hunde lieben Urlaub und die meisten Hundehalter freuen sich, dass sie ihre Hunde mit in ihren Urlaub nehmen können. Aber wie ist es, wenn man sich mit anderen befreundeten Mensch-Hund-Teams zusammen tut und gemeinsam in den Urlaub fahren möchte? In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps mitgeben, die euch in so einem Fall vielleicht helfen könnten, dass alle eine schöne und erholsame Zeit verleben können.

Von der Urlaubsplanung bis hin zu Reisevorbereitungen

Ganz wichtig ist eine gute Vorbereitung und das beginnt schon vor der Buchung. Gerade wenn man mit mehreren Mensch-Hunde-Teams zusammen verreist, sollte man sich vorher wirklich gut überlegen, wie die Unterkunft sein soll, ob man in getrennten oder gemeinsamen Schlafzimmern schlafen möchte, wie groß die Wohnung oder das Haus sein soll, damit sich alle Hunde gut zurück ziehen können. Falls man zusammen in ein Hotel gehen möchte, sollte man sich vorher wirklich im klaren sein, dass man, wenn es doch krachen sollte, eben nicht einfach ausweichen kann und dann ggf. den urlaub abbrechen muss, da ja nicht garantiert ist, dass es noch freie Zimmer im Hotel gibt.

Hinzu kommen kleine Dinge aus dem Alltag, die für die Hunde des anderen Mensch-Hunde-Teams schnell zum Problem werden könnten. Also sollte man Dinge wie “wieviel Ruhe braucht mein Hund” oder “Spielzeug mitnehmen und rum liegen lassen” oder gar “wie soll das jeweilige Füttern ablaufen” einmal gut und genau vorher miteinander besprechen.

Außerdem sollte man einmal prüfen, ob die jeweilige Hundehalterhaftpflichtversicherung für den Fall der Fälle auch Schäden am Ferienhaus oder der Ferienwohnung/Hotel übernimmt. GGf. nimmt man auch die Versicherungsunterlagen direkt mit in den Urlaub. Und man sollte auch bei Reisen ins Ausland unbedingt auf die jeweiligen vorgeschrieben Impfungen und den aktuellen Impfschutz des eigenen Hundes achten, nicht das es vor Ort an der Grenze dann Probleme mit der Einreise gibt.

Zudem sollte man bei der Wahl des Ferienhauses/Ferienwohnung oder Hotel darauf achten, dass die Anzahl der Hunde auch wirklich erlaubt ist, nicht das es später Ärger gibt. Nimmt lieber ein größeres Haus oder Wohnung als zu klein, damit man sich immer gut ausweichen kann, falls es doch mal kracht oder man einfach mal seine Ruhe haben möchte. Es ist definitiv nichts schlimmes, wenn man trotz gemeinsamen Urlaub voneinander getrennt in zwei verschiedenen Schlafzimmern schläft und vielleicht kommt der eigene Hund so auch besser zur Ruhe, und nur das zählt dann doch am Ende.

Am besten fährt man ohnehin nur mit Mensch-Hunde-Teams in den gemeinsamen Urlaub, wenn man sich schon etwas kennt und auch einfach weiß, dass man ähnliche Einstellungen zu Dingen wie Erziehung etc. hat, damit es nicht uz Streit untereinander kommen kann und man sich gegenseitig auch etwas unterstützen kann.

Sollte man gemeinsam mit einem Auto oder zusammen mit dem Zug in den Urlaub fahren, so sollte man dieses auch schon gemeinsam gemacht haben und wenn nicht, auf jeden Falle einmal zusammen üben, damit es keine schlimmen Überraschungen auf der Reise gegen kann. Und so können mögliche Pausen für die Reise auch besser geplant werden. Zudem ist es wichtig, vorher zu klären, wer wo mitfährt und das darauf geachtet wird, dass jeder Hund entsprechend gut gesichert ist und es nicht zu wilden Spielereien im Auto kommen kann.

Wenn der Urlaub dann da ist

Wenn es dann so weit ist, der Urlaub beginnt und man zusammen zu der Reise aufbrechen möchte, sollte man auf jeden Fall, trotz aller Vorfreude und Aufregung, die Ruhe bewahren. Wir alle wissen, dass unsere Hunde uns und unsere Emotionen ziemlich gut spiegeln können und wir wissen auch, wie schnell wir genervt sein werden, wenn wir mit viel Gepäck und einem zerrenden Hund am Bahnhof stehen oder zum Startpunkt laufen wollen. Um das zu verhindern, versucht wirklich entspannt zu starten, jede Aufregung zu vermeiden und gelassen an die Situation heranzugehen.

Ihr werdet vom anderen Mensch-Hund-Team mit dem Auto abgeholt? Super, dann lasst die Hunde vorher sich noch einmal lösen und vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass beide Hunde noch einmal kurz laufen und sich ausreichend begrüßen können, damit die Fahrt von Anfang an ruhig verlaufen kann.

Das Gepäck sollte sicher verstaut werden, so dass kein Hund verletzt wird, falls mal eine Tasche zur Seite fällt oder kippt. Wenn Hunde und Gepäck sicher verstaut und platziert sind kann es also los gehen. Achtet bei langen Fahrten unbedingt auf ausreichend Pausen, und wenn der eine Hund keine Pause braucht, sollte trotzdem auf das Bedürfnis des anderen Hundes geachtet werden und diesem seine Pause durchaus gegeben werden. Und vielleicht gibt es ja auch irgendwie eine schöne Hundewiese oder Hundewald etc. wo die Hunde sogar etwas länger laufen und toben können.

Wenn man sich die Schlüssel zum Ferienhaus oder der Ferienwohnung abholt, sollte man anbieten, die Versicherungsscheine der Hundehalterhaftpflichtversicherung für jeden Hund einmal vorzuzeigen, damit der Vermieter auch informiert ist. Ansonsten heißt es vor Ort wieder Ruhe bewahren, auf die Sicherheit der Hunde zu achten und nicht einfach “Auto auf und ab geht die Post” machen. Achtet auf Straßen etc. vorm oder beim Haus/Wohnung/Hotel und achtet bitte auch auf mögliche andere Nachbarn oder Urlaubsgäste vor Ort, vielleicht sind kleine Kinder oder andere Hunde vor Ort. Rücksichtnahme ist auch im Urlaub ganz wichtig!

Achtet bei der Zimmerverteilung auf eure Absprachen, und falls ihr euch unsicher seid, geht kein Risiko ein und nehmt von Anfang an ein Zimmer für euch alleine. Dann baut den Hunden ihre Ruheplätze auf und zeigt sie ihnen. Lasst die Hunde das Haus erkunden und gibt ihnen einen Moment zum ruhigen ankommen, bevor ihr direkt mit einem Spaziergang zum erkunden startet.

Achtet bitte im ganzen Urlaub auf euren Hund, dass er seine gewohnte Ruhe bekommt und er auch lang genug schlafen kann, denn ein unruhiger und müder Hund bringt niemanden etwas und kann schnell zu angespannten Situationen führen und das will ja keiner. Aber achtet auch auf das andere Mensch-Hund-Team und auf vorherige mögliche getroffene Absprachen. Möchte der andere Mensch vielleicht lieber lange ausschlafen oder morgens alleine Gassi gehen, so sollte das respektiert werden. Und auch beim Füttern oder Spielen mit dem Hund sollte auf die vorher getroffenen Absprachen geachtet werden.

Es ist nicht schlimm, wenn ihr merkt, dass euer Hund nun doch mal einen Ruhetag braucht oder es ihm zu viel wird und er sich zurück ziehen möchte. So ein Urlaub ist immer sehr aufregend und stressig für den Hund und vor allem wenn man mit mehren Mensch-Hund-Teams weg fährt, auch wenn es gut Freunde oder der beste Hundekumpel ist. Achtet einfach gut aufeinander und auf eure Bedürfnisse und respektiert diese und schafft genug Raum dafür.

Was tun, wenn es doch mal kracht?

Und ganz egal wie gut man aufpasst und Rücksicht auf den anderen nimmt, es kann immer mal krachen. Ganz egal ob unter den Hunden oder unter uns Menschen, die miteinander im Urlaub sind. Streit ist normal und gehört durchaus dazu und wichtig ist es einfach, diesen zu klären bzw. in die Situation frühzeitig einzuschreiten und den Streit ruhig und klar zu beenden. Natürlich ist es hilfreich, die Hunde so gut es geht zu beobachten und nie aus den Augen zu verlieren aber seien wir mal ehrlich, das schafft man nicht immer oder manch einer möchte es eben auch nicht die ganze Zeit und so eine kleiner Streit oder eine Mobbing-Situation unter den Hunden ist durchaus schnell entstanden. Manchmal kann man gar nicht so schnell gucken. Es kommt auch immer auf die jeweiligen Hunde an. So ein Hütehund z.B. neigt eher zum fixieren und zum hüten der “Herde” als ein Dackel.

Und selbst wenn ihr die Hunde die ganze Zeit beobachtet habt und trotzdem etwas passiert ist und ihr einschreiten müsst, macht euch darüber keinen Kopf, das ist wirklich total normal und kann passieren, ganz egal ob im Urlaub oder Alltag. Achtet dann nächstes Mal einfach besser drauf.

Solang ihr die Bedürfnisse eures Hunde und die des anderen Hundes immer gut im Blick behaltet, werdet ihr solchen Situationen bestimmt gut aus dem Weg gehen können oder im Keim ersticken können, bevor sie entstehen.

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