🎤 Blogtalk-Gesunder Hund

So kommt ihr mit dem Hund gut durch die Erkältungszeit

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Dies ist ein Gastbeitrag meiner lieben Freundin Janine, der ich sehr dankbar bin, dass sie ihr Wissen als angehende Tierärztin hier an euch weitergibt. Da es sich um einen Gastbeitrag mit Nennung des Instagram-Accounts handelt, handelt es sich hierbei um Werbung.

Das sind wir – Hallo

Hallihallo, mein Name ist Janine Schmidt, ich bin 25 Jahre alt und studiere zurzeit Tiermedizin im 7. Semester und davor habe ich bereits eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten abgeschlossen. Ich habe zwei wunderbare Hunde: Pina, einen Epagneul Breton und Poldy, ein kleiner Dreibeinmischling, und ich liebe es einfach mit ihnen gemeinsam zu arbeiten und unsere Beziehung zu stärken. Auf Instagram findet ihr uns bei @trick_my_dog. Ich danke Jessica, dass ich auf ihrem Blog Gastbeiträge schreiben und euch ein bisschen etwas über meine Erfahrungen und meinen Wissensstand in der Hundegesundheit mitnehmen darf.

Herbstzeit bedeutet Erkältungszeit, auch für den Hund

Es ist wieder soweit, die kalte Jahreszeit kommt immer näher, es wird wieder früher dunkel und es wird Zeit für heißen Kakao und extra Kuscheleinheiten mit unseren Fellnasen auf der Couch oder vor dem Kamin. Aber mit der kalten Jahreszeit kommt meist auch die Erkältungszeit. Unser Immunsystem wird schwächer und wir holen uns die ein oder andere Erkältung.

Diese zeichnen sich durch Abgeschlagenheit, Husten, Schnupfen, Fieber und anderen Symptomen aus. Aber wie ist das eigentlich bei unseren Fellnasen? Ja auch diese können sich erkälten und ihre Hundefreunde anstecken. Oft zeigen die Hunde ihre Erkältung mit Rückwärtsniesen, Husten, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Fieber an. Den meisten Besitzern macht das Rückwärtsniesen besonders sorge, denn dabei husten und würgen die Hunde und diejenigen, die das noch nicht miterlebt haben denken oft, die Hunde würden ersticken oder es stecke etwas im Hals.

Erkältungen rechtzeitig erkennen

Eine Erkältung unserer Fellnasen wird oft nicht nur durch einen einzelnen Erreger ausgelöst, sondern es handelt sich um Mischinfektionen aus Viren und Bakterien. Gegen Viren gibt es, außer dem aktiven und passiven Impfen, keine großen Therapiemöglichkeiten, das muss der Körper mit seinem Abwehrsystem von alleine schaffen, was ihm in den meisten Fällen auch gelingt. Gegen die Bakterien hingegen kann man Antibiotika geben, welches allerdings in leichten Fällen ungern verwendet wird um sicher zu gehen keine Resistenzen zu fördern, denn auch die meisten Bakteriosen kann der Körper mit seinem Immun- und Abwehrsystem von alleine bewältigen.

Eine der bekanntesten Formen der Erkältung des Hundes ist der „Zwingerhusten“. Er ist hochgradig ansteckend und besteht auch aus einer Mischinfektion. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion und Hunde, die solche Symptome zeigen, sollten dringend Abstand zu anderen Hunden halten.Aber gibt es auch die Möglichkeit, dass wir unsere Fellnasen mit einer Erkältung anstecken? Um diese Frage zu beantworten muss ich ein wenig weiter ausholen. Es gibt Erreger, die ganz wirtsspezifisch sind und sich nur innerhalb einer Art vermehren können. Dann gibt es aber auch ganz spezifische Erreger, die es schaffen mehrere unterschiedliche Arten zu befallen.

Wenn es sich dann dabei um einen Erreger handelt die von einem Tier auf den Menschen und von einem Menschen auf das Tier übertragen werden können, dann spricht man von sogenannten Zoonosen. Ein paar gängige sind hier zum Beispiel: – Salmonellose: Bakterien, wobei die Infektion über kontaminierte tierische Lebensmittel übertragen wird- Borreliose: Hier werden die Bakterien durch die Zecke von einen zum nächsten Wirt getragen- Tollwut: Ein Virus welches sich im Speichel der Infizierten Tiere befindet und über Kratzer und Bisse übertragen werden kann also, zurück zur Ausgangsfrage.

Ansteckungsgefahr?

Gibt es Erreger die eine Erkältung auslösen und vom Menschen auf den Hund übertragen werden können und wir somit unsere Fellnasen gefährden? Ja, es gibt ein paar Erreger, welche eine Erkältung auslösen können, die von den Menschen auf den Hund übertragen werden. Eine Erkältung ist bei Hunden aber meist vorrangig viral bedingt. Was also eher passieren kann ist, dass der Mensch seinen Hund mit einer Erkältung ansteckt indem er vorher Kontakt zu einem anderen, infizierten Hund hatte. Nun sind Kleidung und Hände des Menschen möglicherweise durch den Erreger kontaminiert und der Mensch wird damit „nur“ zum Überträger und stellt selber keine primäre Ansteckungsquelle dar. Zuhause angekommen wird der eigene Hund dann freudig begrüßt und somit wird der Mensch zum Überträger einer Erkältung. Es gibt also keinengroßen Grund, wenn man selber mit einer Erkältung kämpft, seinen Hund zu meiden.

Aber Obacht! Anders sieht das ganze bei einer Mandelentzündung, einer sogenannten Tonsillitis, aus. Dort gibt es einen spezifischen Erreger, welcher von dem Menschen auf den Hund übertragen werden kann. Dieser ist unter dem Namen Streptococcus Pyogenes bekannt. Vor allem junge oder sehr alte Hunde können sich schnell bei ihren Besitzern infizieren, da dort das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet, oder bereits geschwächt ist. Haben wir also Halsschmerzen und eine dicke Mandelentzündung, sollten wir in der Zeit auf intensives Kuscheln mit unseren Vierbeinern verzichten um sie vor einer eitrigen Tonsillitis zu schützen. Eine Tonsillitis ist für unsere Hunde auch eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, bei welcher sie unter Schluckbeschwerden und deshalb auch an Appetitlosigkeit leiden können. Oft fällt den Besitzern ein fieser Mundgeruch auf, welcher durch eine Bakterien-Eitermischung verursacht wird. In den schlimmen Fällen kommt es auch zu Fieber und Apathie. In jedem Fall sollte bei Unsicherheit ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Was kann man dann unterstützend machen?

Um seinem Tier ein wenig Unterstützung anzubieten, kann man einen Teelöffel in Honig dippen und ihm anbieten. Der wirkt ganz natürlich antibakteriell und „schmiert“ den Hals von innen. Dies ist aber nur bei den ganz schwachen Fällen eine Alternative, bei starken Fällen führt ein Weg an einem Tierarzt und meistens an einer antibiotischen Therapie, bei welcher vorher ein Tupfer genommen wird um den spezifischen Erreger herauszufinden, selten vorbei.

Ach übrigens, es ist keine Schande seinem Hund bei kalten Temperaturen einen Mantel anzuziehen. Gerade die ganz kleinen und vor allem alle Hunde die keine Unterwolle haben, können davon profitieren. Natürlich auch junge, sehr alte und immungeschwächte Tiere werden es seinem Besitzer danken warm eingepackt zu werden. Alles aber nur soweit wie der Hund sich damit auch wohlfühlt.

So und nun kommt gut durch die kalte Jahreszeit und genießt es, denn wie ich finde hat diese Jahreszeit etwas ganz besonders Magisches. Einen lieben Gruß wünschen Pina, Poldy, Nala und Janine

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