🎤 Blogtalk - Hundeerziehung und Nützliches

So sind wir auf unseren ganz besonderen Hund gekommen

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Dies ist ein Gastbeitrag meiner lieben Freundin Steffi, die euch hier mal erzählen wollte, wie sie ihren ganz besonderen Hund gefunden hat. Da es hier Verlinkungen zu ihrem Instagramaccount gibt, wurde dieser Beitrag als Werbung gekennzeichnet.

Das sind wir – Steffi und Boerne

Hallo in die bunte Runde, wir sind Steffi und Boerne und kommen aus einem kleinen Dorf nahe NRW. Seit dem Jahre 2014 begleitet Boerne unser Leben und macht es täglich bunter. Wir nehmen euch auf Instagram sowie auch meinem Hundeblog mit in unser Leben. Dort berichten wir unter dem Namen “steffisschreibsicht” wie es ist, mit einem Angsthund zu leben und zu verreisen. Ausserdem haben wir einen tollen Hundeblog mit vielen spannenden und interessanten Beiträgen.

Und dann kam Boerne …

Boerne trat im April 2014 in unser Leben. Erst wenige Wochen zuvor war die Entscheidung für einen Hund gefallen. Was für ein Hund es sein sollte, der zukünftig bei uns leben durfte, war uns gar nicht so wichtig. Wir hatten relativ wenige Wünsche oder Ansprüche an unser neues Familienmitglied. Bei der Größe waren wir uns einig, dass es ein mittelgroßer Hund werden sollte. Auch war uns wichtig, dass der Hund auf jeden Fall aus dem Tierschutz stammen sollte und nach Möglichkeit kein Welpe mehr war.

Wir durchstöberten also im Internet die Seiten sämtlicher Tierschutzorganisationen und sahen uns zusätzlich auf diversen Kleinanzeigenportalen um. Kleinanzeigen werden ja von vielen Tierschützern verteufelt, weil sich dort immer wieder dubiose Hundehändler aufhalten, aber mit ein bisschen Menschenverstand kann man auch dort einen tollen Hund finden, finde ich zumindest.

Seriöse Tierschutzorganisationen oder auch Züchter haben dort ihre komplette Adresse und meist auch ihre Homepage hinterlegt. Auch werden die Tiere recht ausführlich beschrieben. Anders sieht es aus, wenn die Texte in der Anzeige sehr kurz sind und nicht einmal das Geschlecht des Hundes genannt wird. In solchen Fällen rate ich unbedingt von einer Kontaktaufnahme ab, denn dahinter kann sich nur ein unseriöser Hundehändler befinden, zumindest ist die Chance hier sehr sehr hoch.

Auch der Kauf von Privatpersonen sollte gut überdacht werden. Denn in den meisten Fällen geben sowohl Züchter, als auch Tierschutzvereine/Tierheime ihre Hunde nur mit einem Schutzvertrag ab, der besagt, dass das Tier nicht weiter verkauft werden darf, sondern wieder zurück an die Organisation gehen muss, wenn es abgegeben werden soll. Auch hier ist also Vorsicht geboten.

Boerne unser ganz besonderer Tierschutzhund

Nachdem wir sämtliche Tierheime der Umgebung abgesucht und aus den unterschiedlichsten Gründen nicht, den für uns passenden Hund gefunden hatten, versuchten wir es im Internet.

Boerne haben wir tatsächlich mit Hilfe der Kleinanzeige einer Tierschutzorganisation gefunden, ein bisschen auf deren Homepage gestöbert und sofort angerufen. Boerne war übrigens auch der erste Hund, den wir im Internet gefunden hatten. Wir riefen also schnell bei Boernes Pflegestelle an und vereinbarten nach einem langen Telefonat einen Termin. Die Pflegestelle befand sich ca. eine Autostunde von uns entfernt, mitten im Wald.

Dort angekommen wurden wir nett empfangen. Doch anstatt, dass wir Boerne endlich kennenlernen durften, wurde uns erst einmal eine kleine Hündin vorgeführt. Die Hündin war sehr freundlich, wuselte aber die ganze Zeit aufgeregt um uns herum und so richtig haben wir in diesem Moment auch nicht verstanden warum man uns die Hündin gezeigt hatte. Während wir versuchten, den kleinen Wirbelwind zu bändigen, holte uns die Dame auf der Pflegestelle Boerne aus ihrem Haus.

Das dauerte erstaunlich lange und als wir Boerne das erste Mal sahen, war klar, warum wir mit der Hündin abgelenkt werden sollten. Boerne war super ängstlich, ist geduckt gelaufen, wollte sich kaum anfassen lassen und hatte super viel Stress. Die kleine Hündin war also als Alternative für uns gedacht gewesen, da der Pflegestelle schon klar war, dass Boerne aufgrund seiner großen Angst wohl niemals vermittelt werden wird.

Wir ließen uns aber nicht von unserem Plan, Boerne kennenzulernen, abbringen und gingen zusammen mit der Dame eine Runde spazieren. Boerne lief brav mit, schnüffelte nicht, guckte nicht links nicht rechts, war irgendwie abwesend und nicht so ganz da. Wir erfuhren, dass er einige Nächte zuvor alleine im Wald unterwegs war. Es gab nämlich bereits Interessenten für ihn, die – trotz aller Warnungen und Verbote – die Leine an ihren 8-jährigen Sohn abgegeben haben. Boerne hat sich auf dem Spaziergang plötzlich erschrocken, der Junge hat die Leine fallen lassen und der Hund war schneller weg gewesen, als die Familie hätte gucken können. Zum Glück hatte Boerne den Weg zurück zur Pflegestelle gefunden und für die Dame dort stand von nun an fest, dass sie niemanden mehr mit Boerne alleine spazieren gehen lassen würde. 

Nach dem Spaziergang baten wir um etwas Bedenkzeit und fuhren ohne Hund wieder nach Hause. Doch bereits nach wenigen Minuten im Auto fiel bei uns die Entscheidung für das Hundetier. Warum? Weil er einfach so furchtbar traurig geguckt hatte, weil er große Angst hatte und trotzdem so lieb wirkte. Wir wussten einfach, dass es unser Hund ist und waren uns sicher, dass wir ihm seine Angst nehmen konnten, wenn er sich erst einmal bei uns eingelebt hatte. Dennoch waren wir uns bewusst, dass dies ein langer Weg sein würde.

Die Pflegestelle war sehr erleichtert, als unser Anruf kam, dass wir uns für Boerne entschieden hatten und wir machten direkt einen Termin aus, wann wir das Hundetier abholen durften. Das war vielleicht aufregend! Boerne wirkte noch ängstlicher als bei unserem ersten Besuch, ist aber bereitwillig ins Auto eingestiegen. Zuhause angekommen haben wir ihm dann erst einmal alle Zeit gegeben, sich einzuleben. 

Es ist schon eine kleine Herausforderung einen Angsthund (vor allem als Ersthund) aufzunehmen, aber es ist nicht unmöglich und wir sind froh, dass wir die Chance dazu hatten. Boerne hat sich nämlich inzwischen prima entwickelt. Auch wenn die ein oder andere Situation ihn immer noch in Angst und Schrecken versetzt, so ist es kein Vergleich mehr zu dem ängstlichen Wesen, was wir damals im Jahr 2014 adoptiert haben.

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