📚 Rund um den Hund

Urlaub in Dänemark mit Hund

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden und beinhaltet daher Werbung.

Urlaub mit Hund im Ausland

Urlaub machen ist immer toll, ganz egal wo oder wie, da sind wir uns bestimmt alle einig! Jeder liebt es Urlaub zu machen, weg zu fahren, neue Gegenden zu erkunden und die Seele baumeln zu lassen. Die meisten, und dazu zählen auch die Hundehalter, möchten neue Länder erkunden und so sind Auslandsreisen mit Hund keine Seltenheit mehr. Laut einer Umfrage unter deutschen Hundehaltern ist das liebste Reiseland mit Hund Dänemark, und das schon seit drei Jahren in Folge.

Obwohl bei den meisten deutschen Hundehaltern Dänemark also sehr hoch im Kurs steht, gibt es noch immer viele Fragen und den restlichen, noch nicht überzeugten Hundehaltern, denn noch immer gibt es viele Gerüchte über problematische Erlebnisse mit Hunde in Dänemark. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Beitrag mit den Gerüchten aufräumen, aktuelle Fakten zusammentragen und euch von unseren Erfahrungen berichten.

Als Quelle habe ich die Seite der Dänischen Botschaft besucht und mich über die aktuellen Regeln und Gesetze für Hundehalter informiert.

Dänemark ist so beliebt wie nie

Schon als Kind habe ich meine Herbsturlaube in Dänemark verbracht und hieran wunderschöne Erinnerungen. Ich habe es einfach geliebt, im Herbst, bei starkem Wind am Meer entlang zu laufen. Und noch heute fasziniert mich das Land mit der vielen unberührten Natur und seinen Kilometer langen Sandstränden sehr. Je nachdem wo man sich sein Ferienhaus oder einen Campingplatz sucht, hat man ganz viel Ruhe und keine Nachbarn weit und breit. Dänemark ist riesig und erstreckt sich auf so viele kleine Gemeinden und Dörfer.

Natürlich ist Dänemark auch für viele andere Dinge berühmt, z.B. die roten Hot Dogs oder die Figur der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen. Dänemark ist bei den Deutschen sehr beliebt, und das seit vielen Jahren, was kein Wunder ist. Hier können die Kinder am Strand spielen und die Hunde eine große Runde toben. Aber Moment mal, Hunde in Dänemark? Stimmt, da war ja was, denn während das Wort “Urlaub in Dänemark” bei vielen Hundehaltern ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert, so bekommt so mancher Hundehalter einen kleinen Schreckensmoment. Und das liegt an den angeblich so harten Gesetzten und Regeln für Hunde und Hundehalter.

Aber sind das wirklich geltende Gesetze und Regeln oder eher nur Gerüchte? Ich hab es schon oft erlebt, dass ich mit einigen Hundehaltern über Urlaube in Dänemark sprach und einige Hundehalter kamen dann mit komischen Dingen an. So wurden angeblich Hunde von Freunden dort am Strand erschossen oder bekamen Strandverbot. Ich hab auch schon von Einreiseverboten für Nachbarshunde gehört. Die Liste über Gerüchte ist lang und länger.

Dänemark und sein Hundegesetz

Grundsätzlich sei gesagt, dass Hunde in Dänemark zu jederzeit Willkommen sind und ich die Dänen als sehr hundefreundlich erlebt habe. Wer überlegt seinen Urlaub mit Hund in Dänemark zu verbringen, sollte vor einer möglichen Buchung sich ausgiebig informieren, denn Dänemark hat ein festes Hundegesetzt und eine Rasseliste. Jedoch kann man beides auf der Internetseite der Dänischen Botschaft ganz genau nachlesen und bekommt hier immer die aktuellsten Infos und kann sich sicher sein, dass diese Fakten stimmen und keine Gerüchte sind, die einen vom möglichen Urlaub vielleicht abhalten.

Da auch ich unglaublich gerne in Dänemark mit meinen Fellnasen Urlaub mache, habe ich euch einmal die aktuellsten Regeln hier aufgeschrieben, welche ich eben von der Seite der Dänischen Botschaft habe, da ich euch ja keine Gerüchte weitergeben möchte.

Hunde sind (fast) überall willkommen

Dänemark ist super hundefreundlich, was auch bedeutet, dass in vielen Ferienhäusern/Ferienwohnungen sowie Hotels und auch auf Campingplätzen die meisten Hunde willkommen sind, meist sogar gratis, das kommt aber auf den Anbieter an.

Für die Einreise nach Dänemark ist es wichtig, dass euer Hund mit einem Chip gekennzeichnet ist. Es könnte durchaus sein, dass ihr an der Grenze zu Dänemark kontrolliert werdet und die Mitarbeiter vor Ort den Chip auslesen wollen. Am besten lasst ihr vorher bei eurem Tierarzt einmal eine kleine Kontrolle durchführen, ob der Chip noch ablesbar ist und wo er aktuell sitzt, denn der Chip kann durchaus im Hundekörper wandern und man will ja nicht in Hektik verfallen, wenn bei einer Kontrolle der Chip nicht sitzt, wo er notiert wurde. Falls euer Hund kein Chip hat, aber dafür eine Tätowierung, so ist diese auch ausreichend. Der Hund muss aber zweifelsfrei identifiziert werden können!

Zudem muss euer Hund einen EU-Heimtierausweis haben und diesen ggf. ebenso an der Grenze bei einer Einreise vorzeigen, denn hier ist die gültige Tollwutimpfung Pflicht. Die letzte Tollwutimpfung muss mindestens drei Wochen vor Einreise nach Dänemark zurück liegen, ebenso muss der Schutz der letzten Impfung noch bestehen, also am besten vorher einmal die Impfungen und deren Ablauf checken. Achtung bei Welpen, die ungeimpft sind: Hier wird bei Einreise eine Erklärung des Tierarztes benötigt. Diese Erklärung findet ihr auf der Seite der Dänischen Botschaft zum ausdrucken und muss vom Tierarzt ausgefüllt und abgestempelt werden!

Hundegesetz und Rasseliste

Das Hundegesetz für Dänemark wurde zuletzt am 01.07.2014 erneuert. Für die Neugestaltung des Hundegesetztes wurden die alten Regeln zusammen mit Mitarbeitern von Tierschutzvereinen und Tourismusverbänden sowie Tierärzten überarbeitet, um allen mehr Freiheiten zu geben und Missverständnisse zu vermeiden. Natürlich sollten sich alle Urlauber in Dänemark an diese Regeln halten, aber trotzdem sollte vorausschauende Rücksichtnahme dabei sein. Auch wenn ihr mit eurem Hund im Herbst unterwegs seid, wo der Strand freigegeben ist, und es kommt ein anderer Hund entgegen, bleibt bitte fair und leint euren Hund an oder versucht eine mögliche Eskalation zu vermeiden, ihr wisst nie wie der andere Hund drauf ist und ob er Artgenossen mag.

Leinenpflicht in Dänemark

Für alle erlaubten Hunderassen und deren Mischlinge gilt die Bestimmung, des grundsätzlichen Leinenzwanges an allen öffentlichen Plätzen, Wegen und Straßen. In Wäldern besteht eine ganzjährige Leinenpflicht, weswegen es für Hunde extra eingezäunte und sehr große Hundewälder gibt, in denen keine Leinenpflicht herrscht. Für das betreten der Strände gibt es eine Leinenpflicht, die vom 01. April bis 30. September eines jeden Jahres gilt. Zur restlichen Zeit ist der Strand für den Hund freigegeben, man sollte aber unbedingt Rücksicht nehmen und auf Privatgrundstücke achten.

Wenn es einen Beißunfall gibt

Die meisten Gerüchte und Unklarheiten bestehen zum Thema “Mein Hund hat gebissen”. Laut dem aktuell geltenden Hundegesetz ist der Fall wie folgt geregelt: Sollte ein Hund einen anderen Hund oder einen Menschen gebissen und verletzt haben, so muss der Fall der Behörde gemeldet werden und ein Sachverständiger des Veterinäramtes sowie der Behörde werden hinzugezogen. Die Situation wird genau aufgenommen und man versucht dann zu beurteilen, warum es zu dem Vorfall gekommen ist. Bei der Urteilsfindung werden mehrere Szenarien unterschieden:

  • Wurde der Hund von fremden Menschen oder Hunden provoziert?
  • Hat der eigene Hund fremde Grundstücke einfach so betreten, war nicht abrufbar und hat dann einen Menschen oder Hund verletzt?
  • Hat der Hund aus Versehen ein Grundstück betreten, wurde er vielleicht gar heran gelockt?

Zudem wird es eine Überprüfung geben, ob der betreffende Hund bereits in Deutschland auffällig gewesen ist und im dortigen Hunderegister bereits eine Eintragung zu einem Beißvorfall vorliegt. Wenn der Hund ohne Provokation einen Menschen oder einen Hund gebissen hat, so kann es sein, dass man mit Konsequenzen wie Maulkorbpflicht oder Leinenzwang für die Zeit des Urlaubs sowie Meldung an das Hunderegister am Wohnort in Deutschland rechnen muss. Ggf. folgen dann in Deutschland weitere Maßnahmen. Wenn ein Hund einen Menschen oder ein anderes Tier absichtlich schwer verletzt hat, kann im schlimmsten Fall das Einschläfern in Dänemark von den Behörden verlangt und angeordnet werden.

Auch wenn man immer wieder hört, dass Hunde erschossen wurden, nachdem sie einen anderen Hund gebissen hatten, so handelt es sich hierbei lediglich um Gerüchte und darf in keinem Fall passieren und wird von den Behörden verfolgt. Aber natürlich muss der Hundehalter auf seinen Hund achten und hat dafür Sorge zu tragen, dass kein Mensch und Tier zu Schaden kommen.

Wenn der Hund ein Grundstück betreten hat

Und es gibt auch hartnäckige Gerüchte, wonach Hunde auf fremden Grund und Boden einfach erschossen wurden. Auch dies ist nicht korrekt und darf nicht passieren und wird von den dänischen Behörden auch nicht toleriert und strafrechtlich verfolgt.

Aber auch hier muss der Hundehalter natürlich auf seinen Hund achten und ihn so führen, dass er jederzeit abrufbar ist und es ist Sorge zu tragen, dass keine fremden Grundstücke einfach so vom Hund betreten werden. Es gibt in Dänemark viele Privatgrundstücke die direkt am Strand liegen, darauf sollte unbedingt geachtet werden, damit es nicht zu Missverständnissen und Problemen kommen kann.

Sollte ein Hund ein Grundstück betreten haben, können die Behörden vom Grundstückseigner herangezogen werden. Hier wird dann geklärt, ob es ein Versehen war und ob der Hundehalter versuchte die Situation zu vermeiden. Falls ja, werden keine Konsequenzen zu erwarten sein. Sollte der Hund absichtlich auf das Grundstück gekommen sein, der Besitzer nichts unternommen haben, kann mit Bußgeldern gerechnet werden.

Rasseliste Dänemark

In Dänemark ist seit dem 17. 03.2010 die Einfuhr und Haltung von 12 sogenannten “gefährlichen” Hunderassen verboten. Hierzu zählen

  • Pitbull Terrier
  • Amerikanischer Staffordshire Terrier
  • Tosa Inu
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro
  • Amerikanische Bulldogge
  • Kangal
  • Boerboel
  • Tornjak
  • Sarplaninac
  • Kaukasischer Ovtcharka
  • Südrusschischer Ovtcharka

Ebenso gilt das Verbot auch für Kreuzungen aus mindestens einer dieser Rassen. Sollte der Hundehalter, einen Hund dieser Rasse oder einem Mischling aus mindestens einer dieser Rassen, vor dem 17.03.2010 angeschafft haben und diesen mit nach Dänemark bringen will, muss er die Papiere der Anschaffung bei der Einreise vorlegen. Zudem muss der Hund auf allen öffentlichen Plätzen, Wegen und Straßen an einer 2 Meter Leine geführt werden. Flexileinen und Schleppleinen sind hiervon ausgenommen! Zudem muss der Hund einen gut passenden und sicher verschlossenen Maulkorb tragen!

Vorfälle mit einem Hund dieser Rasseliste werden mit Bußgeldern oder Haftstrafen vom Hundehalter geahndet, zudem könnte es passieren, dass der Hund vor Ort in Dänemark eingeschläfert werden muss/wird.

Achtung vor den Kreuzottern

Eine kleine Gefahr für unsere Hunde stellen im Sommer die Kreuzottern in Dänemark dar. Diese kommen verstärkt im Sommer vor und können sich durchaus auch in die Ferienhäuser dicht an Wäldern oder Dünen verirren. Die Kreuzottern sind in Dänemark artengeschützt. Eigentlich sind das recht schreckhafte Tiere und sie verziehen sich bei lauten Geräuschen, aber manchmal kann es leider trotzdem zu einem Biss kommen. Ein Biss einer Kreuzotter kann für den Hund schnell gefährlich werden, daher sofort zu einem nahegelegenen Tierarzt oder in eine Tierklinik fahren, damit er das Gegengift bekommen kann.

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