📚 Hundeerziehung und Nützliches

Wandern mit dem Hund

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden und enthält dadurch Werbung.

Wandern macht Spaß

Für mich persönlich gibt es nichts Schöneres, als mit Reva zusammen wandern zu gehen. Dabei ist es ganz egal ob wir durch die Heide in Lüneburg wandern oder die hohen Berge im Harz oder in Bayern erklimmen, es macht einfach Spaß, zusammen durch die Natur zu streifen, neue Dinge zu sehen und dem Hund damit ein kleines Abenteuer zu bieten. Ich bin schon als Kind viel gewandert und je älter ich wurde, desto mehr Gefallen habe ich daran gefunden und konnte es kaum erwarten, als wir den ersten Wanderurlaub im Harz mit Reva machten.

Auch wenn es sich eigentlich recht einfach anhört, mit dem Hund zusammen wandern zu gehen, so sind dennoch ein paar Kleinigkeiten zu beachten, damit der Spaß an der Aktivität nicht genommen werden kann und man gut vorbereitet ist. Ich habe mich vor unserer ersten Wandertour quer durchs Netz gewühlt und mir eine eigene Checkliste zusammen geschrieben, damit nichts vergessen wird und man die Wanderung nicht abbrechen muss, weil etwas passiert ist oder vergessen wurde. Mit der Zeit kam dann die Erfahrung hinzu und ich hab die Checkliste nur noch zum Kontrollieren genutzt, gucke dennoch weiterhin gern drauf, nur zur Sicherheit.

Reva kurz vor ihrer ersten Wander- und Klettertour im Harz

Eine kleine Checkliste was zu beachten ist

Wandern mit Hund ist etwas sehr schönes und super für die Bindung, denn man erlebt zusammen kleine und große Abenteuer, arbeitet im Team miteinander um voran zu kommen und muss gemeinsam Hindernissen ausweichen und kann zusammen bei kleinen Pausen verschnaufen. Damit diese Freude nicht getrübt wird, habe ich euch hier einige wichtige Punkte, die man beachten sollte, zusammen geschrieben, als kleine Hilfestellung, bevor ihr zu eurer ersten Wandertour aufbrecht.

  • Der wichtigsten Punkte sind Gesundheit und Alter des Hundes. Ihr solltet die Schwierigkeit und Länge der Wanderstrecke dem Alter und der Gesundheit eures Hundes entsprechend wählen oder ggf. anpassen oder verkürzen. Natürlich könnt ihr auch mit einem jungen Hund wandern gehen, allerdings sollte bei einem Junghund, der noch nicht ausgewachsen ist, auf extreme Steigungen und sehr lange Strecken verzichtet werden. Ebenso bei einem sehr alten Hund. Aber es spricht nichts dagegen, bei einer geraden Strecke auch mit einem Junghund oder Senioren wandern zu gehen, dann sollte lediglich auf die Länge der Tour geachtet werden und viele Pausen eingebaut werden. Bitte beachtet aber immer, dass eine lange Wanderung, gerade mit vielen Steigungen, eine sehr hohe Belastung für die Gelenke der Hunde darstellt und der Hund aus diesem Grunde mindestens ein Jahr alt sein sollte. Vielleicht macht ihr vorher auch einen Fitness Check-Up mit ihm, um die Muskulatur prüfen zu lassen, ob sie ausreichend ist oder ob sich euer Hund nicht übernehmen würde, denn dann würde schnell ein Verletzungsrisiko bestehen.
  • Die Fitness deines Hundes sollte an die Strecke angepasst werden. Falls euer Hund noch keine Steigungen kennt und wenig Ausdauer hat, weil er bisher noch keine sehr langen Strecken gelaufen ist, wäre es besser mit kleinen Touren anzufangen und die Steigung immer mehr zu erhöhen, so dass euer Hund sich nach und nach daran gewöhnen kann. Auch der Anspruch an die Strecke sollte zum Fitnesslevel des Hundes passen. Unsere Hundephysiotherapeutin empfiehlt auch gerne, dass man mit seinem Hund rechtzeitig vorher einen Check-Up bei einem Physiotherapeuten-Trainier für Hunde macht und ihn ggf. mit Training auf dem Unterwasserlaufband für Wandertouren fit macht, da man so die Muskulatur super aufbauen kann.
  • Eigentlich könnte man denken, dass jeder Hund ein guter Wanderpartner sei, dem ist aber leider nicht so und der Gesundheit eurer Hunde zuliebe, sollte dies auch beachtet werden. Wenn ihr einen sehr lauffreudigen Hund wie z. Dalmatiner oder Labrador habt, so ist dies der ideale Partner für eine Wanderung, denn mit ihren langen Beinen kommen sie immer gut mit und haben beim möglichen Klettern über Steine keine Probleme und laufen auch gern längere Strecken. Anders sieht es bei Mops, Dackel und Zwergrassen aus. Natürlich laufen auch diese Hunde sehr gern, sollten aber lange oder schwierige Strecken meiden. Aber dennoch erfreuen auch sie sich über Wanderrungen, aber dann lieber gerade und weniger lange Strecken. Also bitte bedachtet immer die Bedürfnisse eures Hundes, findet vor einer Wanderung sein ideales Tempo heraus und schaut auf welchen Untergründen er am liebsten läuft und am Trittsichersten wirkt.
  • Startet ein Fitnesstraining vorab. Klingt vielleicht blöd und albern, hat aber Sinn und Verstand, denn nur wenn ein Hund eine gut aufgebaute Muskulatur hat, kann er lange mit euch mithalten und ihr müsst euch keine Sorgen machen, ob euer Liebling am nächsten Tag von blödem Muskelkater gequält wird, denn dieser ist für Hunde wirklich nicht so angenehm. Ihr könnt bei einem Physiotrainer für Hunde die Muskulatur aufbauen, aber auch zuhause mit einem Balancekissen oder ihr fangt an, eure Spaziergänge zuhause auszudehnen und die Zeiten der Laufstrecken an die Wandertour anzupassen. Im Idealfall kann euer Hund problemlos seine 20 km auf Waldwegen zurücklegen ohne Muskelkater zu bekommen oder extrem aus der Puste zu sein. Nutzt die Natur des Waldes um euch auf die Wanderung vorzubereiten und das Fitnesslevel eures Hundes zu erhöhen. Dazu gehört das Dehnen an Baumstämmen oder Balancieren über Bäumen.
  • Sehr hilfreich sind auch extra Kommandos die ihr für die Wandertour zur Sicherheit aufbaut, denn gerade im Gebirge kann es schnell gefährlich werden, wenn euer Hund plötzlich zu schnell vorläuft und euch an der Leine hinterher zieht. Wir haben z.B. das Kommando “Hinter mich” und “Warte” aufgebaut, was ich z.B. nutze um Reva hinter mich zu schicken, wenn es einen Abhang runter geht, damit sie sich meinem Tempo anpassen kann und ihr nichts passiert. Wenn ich merke, dass ich ins Rutschen komme, würde ich die Leine fallen lassen und das “Warte” sagen, damit sie nicht mit mir ausrutscht und abstürzt. Ebenso musste Reva lernen, sich längere Zeit auf dem Arm tragen zu lassen oder sich in einen extra für sie mitgenommenen Wanderrucksack tragen zu lassen, wenn es die Situation erforderte und es sonst zu gefährlich wäre.
  • Und eventuell muss extra besorgtes Material erst antrainiert werden, z.B. ein Wanderrucksack für den Hund oder ein Wandergeschirr oder was auch immer ihr für die Wanderung benötigt, damit ihr gut und sicher an euer Ziel kommen könnt. Wir haben Reva an einen extra Rucksack gewöhnt, in dem sie sich runter tragen lässt und bequem sitzen kann, auch wenn es anders aussieht. Oder Wir haben ihr auch Pfotenschuhe besorgt, falls wir in Gegenden unterwegs sind, wo scharfkantige Steine liegen, dass müssen die meisten Hunde auch erst einmal lernen damit zu laufen.
  • Geht bitte nicht blind auf eine Tour, sondern sucht euch im Internet eine Strecke heraus, die wirklich zu euch und eurem Hund passt. Es ist keine Schande klein anzufangen, denn so kann Frust verhindert werden, falls es unterwegs Schwierigkeiten gibt. Es gibt im Netz unzählige Seiten, die Wanderstrecken in sämtlichen Gebieten vorstellen und auf Gefahren hinweisen. Ebenso gibt es auch Apps mit tollen Wandertouren und super Hinweisen, was ihr zu diesen Touren wissen müsst, um ideal vorbereitet zu sein.
  • Achtet auf das Wetter, denn ihr solltet nicht bei zu starker Hitze wandern, denn dann droht euch und eurem Hund ein böser Hitzschlag und die Hitze erschwert das Wandern nur. Wir gehen gern bei leicht bewölkten Tagen und nicht wärmer als 20 Grad. Es sollte natürlich auch nicht in Strömen regnen oder Gewitter herrschen.
  • Ihr solltet für euch gut sitzende Wanderkleidung und Schuhe gekauft haben und bereits einige Male darin gelaufen sein, damit ihr euch keine Blasen oder Scheuerstellen lauft und ihr das Beste aus eurer Funktionskleidung herausholen könnt.
Auch wenn es anders aussieht aber Reva sitzt bequem im Rucksack und kann sicher herunter getragen werden

Das sollte in den Wanderrucksack

  • Ein gut sitzendes Geschirr, toll sind auch welche mit Griff am Rücken
  • Hundeschuhe, falls ihr scharfkantige Steine auf dem Weg habt
  • Hunderucksack oder Tasche um kleinen Hunden zu helfen und eine Pause zu ermöglichen
  • eine gute Leine die nicht zu schwer ist und die gut in der Hand liegt
  • Trinkflasche oder Reisenapf für den Hund und ggf. was zum Fressen
  • Aber natürlich auch für euch Essen und Trinken
  • Erste-Hilfe-Set für euch aber auch für euren Hund, ausgestattet mit Verbandszeug, Zeckenzange, Pinzette, Impfpass und Adresse vom nächsten Tierarzt oder Tierklinik
  • Falls ihr viel mit dem Handy unterwegs seid und eure Tour dort ablest, eine Powerbank
  • Falls ihr Abends unterwegs seid, Taschenlampen, Stirnleuchten, Sicherheitsweste für Mensch und Hund und Leuchti oder Blinklicht für den Hund

So haben wir uns auf unseren ersten Wanderurlaub vorbereitet

Als wir vor drei Jahren zum ersten Mal in den Harz gefahren sind, war ich voller Vorfreude und ganz aufgeregt, denn ich liebe den Harz seit meiner Jugend und konnte es kaum abwarten mit Reva und meinem Mann endlich dort Urlaub zu machen und gemeinsam wandern zu gehen. Für meinen Mann war das Wandern mit Hund etwas ganz Neues und auch Reva kannte bisher keine richtigen Berge. Ich hatte mich darum vorab im Netz schlau gemacht, wie ich sie am besten darauf vorbereiten kann.

Ich habe mir Wanderrouten heraus gesucht, die sich nach und nach immer mehr steigerten und machte für den Urlaub einen Plan, welche Wanderung wir wann machen würden. Dabei habe ich darauf geachtet, dass Reva immer mindestens einen Tag Pause hat, um sich von der Wanderung zu erholen. Ich suchte Wanderstrecken unterschiedlichen Anspruchs heraus und achtete darauf, dass auch Reva nicht zu kurz kommt und wir kleine Abenteuer dabei haben, z.B. einen See/Fluss und Wasserfall auf unseren Strecken sind, um sich kurz abzukühlen.

Außerdem schaute ich mir Videos an, wie ich Reva die Muskeln nach einer langen Wanderung massieren kann, um ihr ein wenig Entspannung zu bieten. Wir besorgten ein extra Geschirr, was sie bei der Wanderung unterstützen sollte, da wir eine Schleppleine nutzten und ich es einfach sicherer finde, mit dem Hund im Geschirr zu wandern als am Halsband. Ich kaufte außerdem noch Pfötchenschuhe und einen Wanderrucksack, in dem ein mittelgroßer Hund gut Platz hat, um ggf. ein Stück darin getragen zu werden und gewöhnte sie an die neuen Sachen, was problemlos ging.

Und wir hatten einen Termin beim Tierarzt vereinbart, welcher Revas Gangbild überprüfte, sich die Muskeln und Sehnen genau ansah und ihre Gelenke und Hüfte abtastete. Ich bekam Tipps wie ich Reva aufwärmen kann, bevor wir einen starken Anstieg machen und was ich bei Muskelkater zu beachten habe. Ich kann so einen Check Up vor einem längeren Wanderurlaub nur empfehlen und hier eignet sich eine Tierkrankenversicherung sehr gut, denn Verletzungen können immer schnell passieren beim Wandern.

Wir mussten zusammen über Felsen klettern, was viel Geschick erforderte und spannend für Reva war

Unsere Gassistrecken zuhause, verlängerte ich nach und nach und so machten wir unseren Ausflug in den Stadtpark nicht mehr mit dem Bus sondern liefen und kamen schnell auf einen 4 Stunden Spaziergang, mit Hin- und Rückweg zu Fuß, was Reva viel Spaß machte und auch heute noch so beibehalten wurde. Wir übten zusammen durch Bäche und Flüsse zu laufen und das sie sich ggf. ein Stück auf dem Arm tragen lässt, falls es nötig ist.

Diese Vorbereitung würde ich immer wieder so machen, denn sie hat uns vor unserem ersten Wanderurlaub sehr geholfen und wir hatten somit einen wunderschönen Urlaub, der uns an unsere Grenzen brachte und in dem wir sehr viel Spaß hatten, bei unseren gemeinsam erlebten Abenteuer, denn wir hatten wirklich wunderschöne Wanderstrecken mit ganz vielen tollen, unvergesslichen Momenten.

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