🎤 Blogtalk - Hundeerziehung und Nützliches

Was braucht ein Welpe?

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Dieser Gastbeitrag wurde von meiner lieben Freundin Mirjam, die ich über Instagram kennen gelernt habe, geschrieben und ich freue mich, dass sie euch so schön von ihren Erfahrungen berichtet und es zukünftigen Welpenbesitzern damit leichter macht. Da es sich um einen Gastbeitrag mit Nennung des Instagram-Accounts handelt, handelt es sich hierbei um Werbung.

Hallo von uns – Wer wir sind

„Wir“ sind Balu, seines Zeichens Labrador, 29. Februar 2020 geboren und sein Frauchen Mirjam, 20 Jahre alt. Balu ist mit acht Wochen bei mir und meinem Freund eingezogen und ist unser erster Hund. Auf Instagram findet man uns unter dem Namen “life.of.labradorbalu“. Ich studiere Lehramt im fünften Semester, mein Freundarbeitet in der IT-Branche.

In diesem Beitrag möchte ich dir von der ultralangen Einkaufsliste für unseren Welpen erzählen, was wir eigentlich auch kaufen hätten sollen und was sich als total unnötig herausgestellt hatte.

Der pure Listenwahnsinn

Als wir vor Balus Einzug die ersten Züchter angerufen haben, liefen in meinem Kopf parallel Gedanken dazu an, was so ein Welpe denn nun eigentlich alles braucht. Und so stürzte ich mich ins Internet, hab überall nachgelesen was man unbedingt braucht, was man nicht unbedingt aber trotzdem haben sollte und was man vielleicht vergessen könnte.

Und dann begann das große Listenschreiben. Ich hab bei sowas immer total Angst etwas zu vergessen, daher hab ich bestimmt drei verschiedene Listen geschrieben und gleichzeitig schon gegoogelt wo ich denn was in der näheren Umgebung am besten kaufen könnte und was ich doch lieber bestellen sollte. Tausend Meinungen zu dem was man unbedingt haben muss, bevor der Welpe einzieht kann man auf bestimmt auf über 100 Seiten nachlesen. Da gibt’s von Futter über Spielzeug bis zu Boxen alles.

Doch was braucht der Welpe selbst wirklich? Die wichtigsten Dinge sind Futter, Wasser, Liebe und Ruhe. Hm, was kaufst du da dann? Jeder muss selbst entscheiden was sinnvoll, was vielleicht gebraucht gekauft werden kann und was doch neu sein muss. Ich möchte im Weiteren erzählen was wir gekauft haben und was wir vielleicht doch nicht gebraucht hätten.

Die Grundausstattung für einen Welpen

Da wir vorher noch keinen Hund hatten mussten wir wirklich von ganz vorne anfangen. Ein Hundebett musste her, ebenso eine Box. Wir haben uns für eine faltbare Box entschieden, da wir Balu eigentlich in der Box schlafen lassen und auch im Auto verwenden wollten. Wie gut der Schlafplan funktioniert hat könnt ihr bei unserem anderen Blogbeitrag zum Thema “Weltenweit mit Balu” nachlesen, im Auto haben wir sie aber so lange verwendet, bis Balu zu groß dafür war.

Ebenso musste ein Futter- und ein Wassernapf gekauft werden, hier haben wir uns für zwei relativ große Edelstahl-Exemplare entschieden und noch einen dritten, etwas kleineren Napf für unterwegs gekauft. Kotbeutel und eine passende Tasche, Klicker, eine Bürste, Spielzeug, eine Decke, eine Leine, eine Schleppleine, und Knabberdinge standen ebenfalls auf der langen Liste. Nicht zu vergessen Futter, Leckerlis und die Trinkflasche für unterwegs. Klingt viel? War auch teuer! Was für uns super funktioniert hat und worüber ich noch immer super froh bin, ist unsere Hundetrinkflasche. Balu liebt dieses Ding und auf Ausflügen oder langen Spaziergängen kommt sie immer mit. Die Flasche hat einen Aufsatz, in den man per Knopfdruck Wasser laufen lassen kann. Der Hund trinkt dann direkt aus diesem Aufsatz. Alles was nicht getrunken wird kann man einfach wieder zurücklaufen lassen und muss es nicht wegschütten – prima!

Auch die Spielzeuge, die wir anfangs ausgesucht haben, waren prima. Balu hat ein Kuscheltier bekommen, einen Ball, ein Zergel und einen Kong. Vor allem der Kong war für uns total toll zur Beschäftigung, während dem Zahnen, beim Alleine-bleiben. Unseren Klicker würden wir auch nie wieder hergeben, das klappt für uns besonders gut, muss aber jedes Mensch-Hund-Team für sich selbst herausfinden, ob der wirklich für sie geeignet ist.

Fehlkauf – noch nie verwendet, gibt’s das?

Ich kann dir sagen es gibt Fehlkäufe, und das nicht zu wenige. Wo hätten wir uns Geld sparen können oder doch lieber genug Geld in die Hand nehmen sollen? Noch niemals verwendet, wurde unser Anschnallgurt fürs Auto. Dieser Gurt wäre, um den Hund auf der Rückbank anschnallen zu können. Balu bekommt jedoch auf der Rückbank Panik, im Kofferraum ist er zufrieden. Demnach kam dieser Gurt bei uns zwei Mal aus Probezwecken zum Einsatz, wurde aber sofort wieder verworfen.

Da Bekannte uns erzählt haben, dass ihr Labrador sehr viel sabbert beim Essen und auch die Küche regelmäßig nach dem Trinken in ein Pool umwandelt haben wir eine rutschfeste Gummimatte als Unterleger für die Näpfe gekauft. Naja, wie soll ich sagen, ob jetzt die Matte oder der Boden schwimmt ist auch schon egal. Die liegt halt jetzt ebenfalls ungenützt herum. Wir haben für uns eine bessere Methode gefunden: Alte Handtücher oder Badezimmermatten, die man eigentlich vor die Dusche legt! Saugfähig, billiger, kannst du einfach mal Waschen und alles ist gut, klappt für uns wunderbar.

Auch der Kotbeutelspender hat bei uns etwas versagt, wir haben ihn anfangs zwar gerne genutzt, aber irgendwie ist das Täschchen bei einem langen Ausflug mal verloren gegangen. Seit wir sie nicht mehr haben werden die Säckchen einfach in die Jacken- oder Hosentasche gesteckt, bis sie Verwendung finden. Vorteil hierbei ist, dass irgendwann in jeder Jacke und jeder Hose ein oder zwei Säckchen platziert sind, falls man mal vergisst ein neues Säckchen einzustecken findet man sicher zufällig eines.

Unsere erste Schleppleine war eine 5 Meter Leine aus Stoff. Und hier liegt schon das Problem: Diese Stoffleine war entweder durchgehend dreckig und stinkig oder nass und brüchig. Das war irgendwann so nervig, dass wir uns eine Biothane-Leine zugelegt haben und nun nur noch diese verwenden. Klar, sie ist etwas unhandlicher zu transportieren, aber es zahlt sich hundert Mal aus.

Mit dem Hund gekauft

Manche Dinge wollten wir auch nicht vor dem Hund kaufen, sondern mit ihm gemeinsam. Unser größter Punkt hierbei war das Geschirr. Daher sind wir, nachdem Balu eine Woche bei uns war, gemeinsam mit ihm in den Tierfachhandel gefahren, um Geschirre probieren zu können. Wieso nicht einfach kaufen? Wir wollten sehen, wie ihm das Geschirr passt, nicht, dass wo was zwickt oder scheuert. Dieser Tag war mehr als aufregend für alle Beteiligten, aber er hat es super gemacht, für uns hat sich das definitiv ausgezahlt.

Dinge, die man vielleicht vergisst

Zusätzlich zu unserer Einkaufsliste für den Welpen mussten wir unseren Garten und unsere Wohnung hundesicher gestalten. Hierfür haben wir uns einen Zaun gebaut, um den Herrn am Ausbüchsen zu hindern. Alle Steckdosen in Bodennähe wurden mit einer Kindersicherung ausgestattet und Gefahrenquellen wie lose Kabel beseitigt.

Für die ersten Wochen war noch etwas in unserem Haushalt so präsent wie der Welpe: Küchenpapier! Ich hab nicht gezählt durch wie viele Rollen Küchenpapier wir in der ersten Zeit gegangen sind, wenige waren es aber definitiv nicht. Es kann halt doch immer wieder ein Missgeschick passieren! Wir haben zwar dann irgendwann später einen Enzymreiniger gekauft, diesen aber nur sehr selten verwendet, war für uns also nicht ganz so relevant. Falls du zu Hause aber viele Teppiche hast wär das sicher eine Überlegung wert.

Was kann ich eigentlich alles selber machen?

Meine Familie und ich sind nicht ganz ungeschickt, wenn es ums Nähen oder basteln geht. Darum habe ich mir von Anfang an Gedanken gemacht, was ich nicht alles selber machen könnte. So haben wir zum Beispiel unsere Leckerlitaschen selbergemacht, etwas später auch die ein oder andere Leine oder ein Halsband. Auch Balus zweites Hundebett für das Büro habe ich selbst genäht, mit etwas Internetrecherche und Geschick kann man so super Geld sparen und hat dann selbst was für sein neues Familienmitglied erstellt. Falls du hierzu Fragen hast oder was nicht findest kannst du dich gerne melden und ich versuche, dir zu helfen!

Niemand kann dir sagen, was du und dein Hund wirklich brauchen wirst. Hätte Balu kein Hundebett wäre er wahrscheinlich genauso glücklich, darin schlafen tut er nämlich mehr als selten. Bevor du dich total stresst und nicht weißt was du alles kaufen sollst behalte folgendes im Kopf: der Hund braucht was zu essen und was zu trinken, woraus ist ihm mehr als egal. Er möchte spielen und raus gehen, also ein Spielzeug und eine Leine wäre nicht schlecht, Halsband und vielleicht sogar die Leinebekommst du vielleicht sogar vom Züchter. Solange noch Klopapier oder Küchenpapier im Überfluss zu Hause ist, bist du sicher gut ausgestattet. Und alles andere kann mit der Zeit kommen, dass ganz viel Liebe für das neue Familienmitglied da ist zweifle ich auf keinen Fall an.

Ein Kommentar

  • Steffi

    Es ist spannend zu lesen, was man so alles beachten und anschaffen muss, wenn ein Welpe einzieht. Wir haben allerdings für Boerne ähnliches gekauft, auch wenn er schon zwei Jahre alt war, als er bei uns einzog. Mit dem Autogurt haben wir übrigens die gleichen Erfahrungen gemacht, wie ihr mit Balu. Wir haben ihn gekauft und nur ein oder zweimal benutzt. Boerne hat die Fahrt ohne Körbchen auf dem Rücksitz überhaupt nicht gefallen. Inzwischen haben wir einen Korb für ihn auf der Rückbank und nutzen dort einen anderen Anschnallgurt für ihn. Seitdem klappt es besser.

    Es ist total klasse, dass ihr so viel Hundezubehör selber machen nähen könnt. Vor allem für einen Welpen, der ja noch ordentlich wächst, ist das perfekt. Ich habe da leider zwei linke Hände. 😉

    Liebe Grüße
    Steffi

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