ÔŁĄ´ŞĆ Gesunder Hund

Wenn Parasiten den Hund befallen

Werbung

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden und beinhaltet Werbung.

Anmerkung: Ich bin kein Tierarzt, sondern teile hier lediglich meine Erfahrungen, die ich mir in den letzten Jahren angelesen und von meiner Tier├Ąrztin erfahren habe. Dadurch kann es sein, dass einige Infos fehlen oder unvollst├Ąndig sind. Beim Verdacht auf Parasitenbefall sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden, ganz egal, wie gut man sich damit auskennen mag. Ich werde hier bewusst keine Medikamente oder Mittel dagegen nennen, da dies ein Tierarzt entscheiden sollte und jeder Hund einfach eine andere Behandlung ben├Âtigt.

Parasiten ÔÇô Es betrifft jeden Hundehalter

Jeder Hundehalter wird einmal mit dem leidigen Thema Parasitenbefall zu tun haben. Aber was genau sind nun diese Parasiten? Warum sind sie so gef├Ąhrlich f├╝r meinen Hund und was kann ich als Hundebesitzer dagegen tun? Dieser Beitrag wird sich genau mit diesen Fragen befassen und am besten starten wir hierf├╝r mit einem kleinen ├ťberblick, was denn genau unter Parasiten zu verstehen ist.

Im Allgemeinen sind Parasiten alle Lebewesen von au├čerhalb, die den Hund befallen und diesen als Wirt benutzen. Sie vermehren sich entweder in ihm, ern├Ąhren sich von ihm oder stecken ihn im schlimmsten Fall mit einer gef├Ąhrlichen Krankheit an. Es wird nicht jeder Hund gleich stark von Parasiten befallen, woran das liegt, ist bisher nicht bekannt.

Bei manchen Parasiten wird jedoch vermutet, dass die Abstammung eine Rolle spielt. Es ist wie bei uns Menschen auch: Einige werden von M├╝cken regelrecht belagert und andere haben ├╝berhaupt keine Probleme und nur ganz selten einen M├╝ckenstich. Es ist halt einfach komplett unterschiedlich. So hatte meine erste H├╝ndin z.B. nie W├╝rmer, Giardien oder Fl├Âhe und auch nur ganz selten mal eine Zecke und mit Reva habe ich ein reines Parasitentaxi zuhause.

Reva ist unglaublich viel im Wald, wodurch sie schnell von Parasiten befallen werden kann.

Parasiten ÔÇô Ein ├ťberblick

Hier folgt nun eine kleine Auflistung g├Ąngiger Parasitenarten beim Hund, was sie so gef├Ąhrlich macht und was man vorbeugend machen kann.

Giardien

Giardien sind sehr hartn├Ąckige Parasiten, denn die einzelligen D├╝nndarm-Parasiten pflanzen sich durch Zellteilung fort und nisten sich im Magen-Darm-Trakt des Hundes an der Darmwand ein. Sie docken dort an und sitzen an der inneren Darmwand, um da auf Nahrung zu warten. In der Regel ern├Ąhren sich die Giardien vom Darminhalt des Hundes und verursachen dadurch Durchfall.

Typisch f├╝r einen Giardienbefall: der Hund wird immer d├╝nner und hat permanent Hunger. Das liegt vor allem an dem N├Ąhrstoffverlust aufgrund des Durchfalls und der verringerten Aufnahme von N├Ąhrstoffen durch die besch├Ądigte Darmwand. Der st├Ąndig oder immer wiederkehrende Durchfall weist teilweise auch Blut-, Fett-, Schleim- und/oder Schleimhautbeimengungen, die wie eine schleimige H├╝lle auf dem Kot liegen, auf. Auch eine gelbliche Verf├Ąrbung des Kotes oder sehr w├Ąssriger Durchfall k├Ânnen auf Giardien hindeuten.

Einige Hunde werden immer schw├Ącher, da die Giardien ihnen die Nahrung wegnehmen. Aber es gibt auch sehr viele Hunde, bei denen man keine Symptome bemerkt, was das Ganze halt so gef├Ąhrlich macht.Am meisten betroffen sind Welpen oder immunschwache Hunde, da hier das Immunsystem sehr anf├Ąllig f├╝r Parasiten ist. Daher neigen gesunde, erwachsene Hunde eher selten zu Symptomen. Bei Welpen k├Ânnen Giardien, die l├Ąngere Zeit unbehandelt bleiben, ├╝brigens zu starken Wachstumsst├Ârungen, Mangelern├Ąhrung und auch zu Entwicklungsst├Ârungen f├╝hren.

Die h├Ąufigste Ansteckung mit Giardien erfolgt ├╝ber den Kot anderer Hunde, die eben mit diesen infiziert sind. Da sie mit (fast) jedem Kothaufen auch Giardienzysten ausscheiden, ist diese Ansteckungsm├Âglichkeit am gr├Â├čten. Das ist auch einer der Gr├╝nde, warum es immer wichtig ist, den Kothaufen seines Hundes einzusammeln. Das Problem ist aber auch, dass sobald der Kot den Boden/das Gras etc. ber├╝hrt, die Zysten dort verteilt werden und sehr lange ├╝berleben k├Ânnen. Auch starke Hitze oder K├Ąlte macht ihnen nichts aus. Sobald ein anderer Hund an dieser Stelle schn├╝ffelt, die Zysten dabei mit der Nase ber├╝hrt und diese anschlie├čend ableckt, kann er sich somit anstecken. Aber auch das Belecken kotverschmutzter Haut- oder Fellpartien eines erkrankten Hundes kann zur Ansteckung f├╝hren, da die Zysten auch im Fell oder am After h├Ąngen bleiben k├Ânnen, wenn der Hund sein Gesch├Ąft gemacht hat.

Da sich die Giardien ├╝ber die Zellteilung fortpflanzen, werden es schnell immer mehr, die sich im Darm des Hundes ansiedeln. Es gibt einige Meinungen die sagen, dass jeder Hund in einer gewissen Menge Giardien in sich tr├Ągt, diese aber nicht sch├Ądlich sind. Inwiefern das stimmt, kann ich aber nicht sagen. Wenn man bei seinem Hund nun einige der beschriebenen Symptome erkennt oder unsicher ist, sollte der Kot des Hundes drei Tage lang aufgesammelt und im K├╝hlschrank gek├╝hlt werden, so dass man drei Kotproben hat und ein Test aussagekr├Ąftig bleiben kann.

Dann gibt man die Kotproben beim Tierarzt ab, welcher diese dann auswertet und bei einem positiven Befund, also dass der Hund Giardien hat, wird der Hund Medikamente bekommen. Es gibt aktuell zwei Medikamente die verabreicht werden k├Ânnen. Eines davon ist ein Pr├Ąparat, welches ├╝ber mehrere Tage verabreicht wird, dann folgt eine kleine Pause und danach noch ein Einnahmezyklus. Danach wartet man vier Wochen und macht einen weiteren Kotprobentest, da die Giardien noch ├╝ber mehrere Wochen im Kot ausgeschieden werden und auch abget├Âtete Giardien einen Test positiv erscheinen lassen.

Bei der zweiten Variane wird ein anderes Medikament ├╝ber 5-7 Tage gegeben. Bei beiden Behandlungsmethoden ist wichtig, dass immer alle Hunde des Haushalts mitbehandelt werden. Wenn der Hund wirklich Giardien hat, hei├čt es nun Putzen, Putzen, Putzen, denn Giardien k├Ânnen ├╝ber mehrere Wochen auf Spielzeugen, N├Ąpfen, Boden und Teppichen etc. ├╝berleben. Es gibt nur ein anerkanntes Putzmittel, welches Giardien zuverl├Ąssig abt├Âtet und das ist ÔÇ×HalamidÔÇť. Am besten ist es, wenn man alles bei mind. 65┬░ Grad abkocht und auch N├Ąpfe und Spielzeug t├Ąglich aufs Neue abkocht. Sicher ist sicher.

Und neben dem t├Ąglichen Putzen ist auch eines ganz wichtig: Kein Kontakt zu anderen Hunden und auch das Schn├╝ffeln am Po sollte dringend vermieden werden. Nach jedem Gassigang sollte der Po gr├╝ndlich abgeduscht werden, damit keine neuen Zysten ins Haus gelangen k├Ânnen. Und auch das F├╝tterungsthema sollte in der Zeit ge├Ąndert werden, denn Giardien ern├Ąhren sich am liebsten von Kohlenhydraten. Daher wird empfohlen, in dieser Zeit besonders kohlenhydratarmes Futter zu geben.

Einige Tier├Ąrzte sehen es eher lockerer und sagen, dass man nur die N├Ąpfe auswaschen sollte und der Hund sein gewohntes Futter bekommen sollte, aber da teilen sich die Meinungen ganz stark.Ein wichtiger Punkt ist ├╝brigens noch, dass die Giardien auch auf uns Menschen ├╝bertragen werden k├Ânnen, was ├╝brigens meldepflichtig ist. Dies kommt zwar nicht so h├Ąufig vor, aber es ist durchaus schon ├Âfters passiert. Beim Menschen ├Ąu├čert sich ein Giardienbefall mit Durchfall und Erbrechen. Kinder, die Giardien abbekommen haben, neigen zu Wachstumsst├Ârungen und weisen ein starkes Untergewicht auf.

Reva hatte etliche Male Giardien und wurde sie nur schwer los.

Zecken

Ein sehr l├Ąstiges und ÔÇťbeliebtesÔÇŁ Thema, sp├Ątestens im Fr├╝hjahr, sind Zecken, denn diese kleinen Tiere sind richtige Plagegeister. Es gibt Hunde, die nie eine einzige Zecke haben, obwohl sie nicht vorsorglich dagegen behandelt werden und andere Hunde hingegen bekommen st├Ąndig Zecken und das obwohl sie vorsorglich behandelt werden. Zecken kennen wir von uns Menschen nur zu gut und so wie f├╝r uns Menschen, k├Ânnen sie auch f├╝r unsere Hunde sehr gef├Ąhrlich werden, denn Zecken ├╝bertragen schlimme Krankheiten.

Unsere Hunde haben einen hohen Bewegungsdrang und wollen aktiv unterwegs sein, somit ist es schnell geschehen. Ganz gleich ob im Wald, auf der Wiese oder im Feld, die bl├Âden Zecken lauern einfach ├╝berall. Viele Hundehalter denken ├╝brigens noch immer, dass sie nur im Fr├╝hjahr und Sommer ein Thema sind, was leider nicht richtig ist, denn Zecken k├Ânnen auch im Herbst und Winter ├╝berleben und warten nur auf unsere armen Hunde, um sie zu stechen.

Sobald eine Zecke einen Hund gestochen hat und fest verankert ist, saugt sich diese mit seinem Blut voll und wird von ihm abfallen, wenn sie vollgesogen ist. Das Gef├Ąhrliche ist aber, je l├Ąnger sie an dem Hund dran bleibt, desto st├Ąrker steigt das Risiko, dass sie eine gef├Ąhrliche Krankheit ├╝bertr├Ągt. In der Regel brauchen die Erreger zwischen 16 und 24 Stunden bis diese auf den Hund ├╝bertragen wurden. Also sollte man seinen Hund nach jedem Spaziergang immer gut absuchen, was gerade bei dunklen oder langhaarigen Hunden ein wenig dauern kann, aber unbedingt notwendig ist.

Die g├Ąngigen und gef├Ąhrlichsten Krankheiten, die so eine Zecke ├╝bertragen kann, sind

  • Borreliose
  • Ehrlichiose
  • FSME
  • Babesiose
  • Anaplasmose

Gegen Borreliose, diese Krankheit kommt am meisten vor, kann man zwar impfen lassen, jedoch sind dies sehr viele Impftermine und es ist nicht wirklich bewiesen worden, dass so eine Impfung wirklich zuverl├Ąssig wirkt, da es mittlerweile zu viele Borreliosest├Ąmme gibt und daher viele Tier├Ąrzte davon abraten. Immerhin geht man davon aus, dass jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert ist. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass sogar fast 20 % aller Hunde in Deutschland Abwehrstoffe, also sogenannte Antik├Ârper, gegen Borrelien bereits in ihrem Blut haben. Dies muss aber nicht bedeuten, dass der Hund von einer infizierten Zecke gebissen wurde, ein Kontakt zum Zeckenspeichel reicht hierzu schon aus und f├╝hrt nicht zwangsl├Ąufig zu einer Erkrankung.

Gegen FSME kann man ├╝brigens nur den Menschen impfen lassen, aber noch nicht den Hund, aber hieran wird angeblich seit einigen Jahren geforscht. Am besten geht man keine Gefahr ein und sch├╝tzt sich und seinen Vierbeiner gegen diese l├Ąstigen Biester. Hier gibt es diverse M├Âglichkeiten und von der erw├Ąhnten Impfung gegen Borreliose bis hinzu Bernsteinketten, Spot-Ons, Shampoos, Kokos├Âl im Fell, Zeckenhalsb├Ąndern und Zeckentabletten ist einfach alles M├Âgliche dabei.

Jeder sollte hierbei ganz f├╝r sich entscheiden, was die richtige Methode ist, denn wir wissen ja, jeder Hund ist individuell und braucht somit etwas anderes. Bei dem einen wirken Bernsteinketten und bei dem anderen Spot-Ons, andere geben Zeckenhalsb├Ąnder mit Erfolg und bei anderen wirkt es gar nicht. Man muss sich damit einfach wirklich gut auseinander setzen, auch was deren Wirksamkeit und m├Âglichen Nebenwirkungen betrifft und dann eine ganz eigene Entscheidung treffen. Hier sollte man auf seinen Bauch h├Âren und nicht auf das Meckern der Leute, die von der ausgesuchten Methode nichts halten.

Hier k├Ânnen sich leicht Zecken sammeln und auf den Hund ├╝berspringen.

Fl├Âhe

Fl├Âhe sind winzig kleine Insekten, die nur wenige Millimeter gro├č und mit fast 2.400 Arten weltweit verteilt sind. Ein weiblicher Floh lebt fast drei Wochen, in denen ca. 20 Eier t├Ąglich gelegt werden k├Ânnen. Daraus schl├╝pfen dann Larven, welche sich verpuppen und im Kokon dann zu Nymphen reifen, woraus ein erwachsener Floh herausw├Ąchst. Ausgewachsen ern├Ąhren sie sich vom Blut der Tiere, welche sie als Wirt nutzen.

Der bekannteste Floh ist der Katzenfloh, welcher Hunde und Katzen gleicherma├čen bef├Ąllt und sie k├Ânnen auch auf den Menschen ├╝berspringen. Tats├Ąchlich ist der Hundefloh recht selten zu finden. Eine richtige Flohsaison gibt es nicht. Viele meinen, dass Fl├Âhe im Herbst am aktivsten sind, doch tats├Ąchlich ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie es z.B. im Sommer oft der Fall ist, f├╝r die Vermehrungvon Fl├Âhen am g├╝nstigsten. Frost ist hingegen f├╝r alle Entwicklungsstadien der Fl├Âhe t├Âdlich.

Wenn ein Hund von einem Floh befallen wurde, so sticht dieser, saugt Blut und legt anschlie├čend seine Eier im Fell ab, welche von dort herausfallen und woraus dann neue Fl├Âhe entspringen. Wenn ein Hund also einen Floh mit nach Hause bringt, passiert es schnell, dass ├╝berall Eiernester entstehen und irgendwann viele Fl├Âhe in der Wohnung aktiv sind.Immer mehr Hunde reagieren allergisch auf Flohspeichel, was man an starkem Juckreiz und/oder roten kleinen Stellen und Papeln auf der Haut erkennen kann.

Wenn ein Hund immer wieder gestochen wird, kann sich eine Floh-Allergie-Dermatitis (FAD) entwickeln, welche eine h├Ąufige Hautkrankheit bzw. Allergie beim Hund ist.

Gef├Ąhrlich sind Fl├Âhe ├╝brigens auch, da sie den Gurkenkernbandwurm ├╝bertragen k├Ânnen, sobald der Hund sie beim Putzen an seinem Fell runterschluckt. ├ähnlich wie bei den Zecken gibt es Hunde, die st├Ąndig befallen sind und diese nur schwer los werden und andere Hunde, die nie einen Floh gesehen haben.

Bei Flohbefall hei├čt es immer ab zum Tierarzt, denn der Hund ben├Âtigt dann neben einem Flohmittel ggf. auch eine Wurmkur gegen einen m├Âglichen Gurkenkernbandwurmbefall. Die Wohnung muss gr├╝ndlich geputzt werden, der Staubsaugerbeutel muss direkt weggeworfen und die T├╝te gut verschlossen werden. Au├čerdem m├╝ssen alle K├Ârbchen, Decken, und Liegepl├Ątze vom Hund sehr gr├╝ndlich gereinigt werden ÔÇô hier sollte man ggf. das Auto nicht vergessen. Auch das Sofa, da es hier Fl├Âhe besonders gern haben.

Auch hier wichtig: Alle Hunde/Katzen im Haushalt behandeln! Wenn man wirklich (ggf. mit speziellen Mitteln) gr├╝ndlich reinigt, kann man Fl├Âhe gut wegbekommen, aber l├Ąstig ist es trotzdem.

Ein aktiver Hund sollte regelm├Ą├čig auf Parasiten ├╝berpr├╝ft werden.

W├╝rmer

Bei den W├╝rmern wird es nun etwas komplexer, da es hier verschiedene Wurmarten gibt, die ich nachfolgend separat aufschl├╝sseln werde. W├╝rmer sind Parasiten, die im Hund einen gro├čen Schaden anrichten k├Ânnen, denn die N├Ąhrstoffe im Hundek├Ârper dienen dem Fortbestand der W├╝rmer, wenn der Hund von ihnen befallen wurde. Manche W├╝rmer oder ihre Larven k├Ânnen zudem in verschiedene Organe einwandern.

W├╝rmer k├Ânnen, wie auch schon bei den Giardien, ├╝ber die Ber├╝hrung mit der Nase beim Schn├╝ffeln und das anschlie├čende Ablecken vom Hund aufgenommen werden, da Wurmeier ├╝ber den Kot der erkrankten Hunde ausgeschieden werden. Doch, je nach Wurmart, k├Ânnen sie auch ├╝ber Aas-, Nagetier- oder Rohfleischfressen aufgenommen werden. Wenn der Hund also am Boden schn├╝ffelt, wo ein infizierter Kothaufen lag, kann auch der Boden infiziert sein. Liegt der Kothaufen noch auf dem Boden, hat der Hund sogar direkten Kontakt zu den Eiern. Auch das Schn├╝ffeln am Po von infizierten Hunden k├Ânnte zur Ansteckung f├╝hren, da am Po oder im Fell rund um den After ausgeschiedene Wurmeier kleben k├Ânnen. Au├čerdem sind Wurmeier sehr widerstandsf├Ąhig und k├Ânnen sogar an unseren Schuhen kleben und somit ins Haus gelangen.

├ähnlich wie beim Giardienbefall zeigen meist nur Welpen, ├Ąltere und/oder immunschwache Hunde Symptome eines Wurmbefalles. Hierzu geh├Âren st├Ąndiger Durchfall oder sehr breiiger Kot evtl. mit einer schleimigen H├╝lle ├╝berzogen, blutiger Kot, Husten und Hochw├╝rgen oder Erbrechen von W├╝rmern, bei einem starken Wurmbefall. Ebenso k├Ânnen bei starkem Wurmbefall manche W├╝rmer auch aus dem After gekrochen kommen. Erwachsene Hunde mit einem gesunden Immunsystem werden vielleicht nur kurz oder auch gar keine Symptome zeigen.

Gerade Hundewelpen stecken sich oft beim Muttertier mit Spulw├╝rmern an, weswegen die Entwurmung von Hundewelpendringend angeraten wird. Viele Tier├Ąrzte sind heutzutage immer noch der Meinung, dass man seinen Hund mindestens alle drei Monate vorsorglich mittels Wurmkuren entwurmen sollte. Hier scheiden sich die Geister mittlerweile aber sehr, denn was vor einigen Jahren normal war und von fast jedem Hundehalter durchgef├╝hrt wurde, wird nun kritisch hinterfragt, denn Medikamente k├Ânnen auch Nebenwirkungen hervorrufen, die z.B. das empfindliche Darmmilieu des Hundes stark durcheinanderbringen k├Ânnen.

Daher sind viele Hundehalter dazu ├╝bergegangen alle paar Monate den Kot ihrer Hunde einzusammeln und beim Tierarzt auf W├╝rmer testen zu lassen. Dazu sammelt man den Kot des Hundes an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein und l├Ąsst diesen im K├╝hlschrank gelagert, damit der Test sp├Ąter aussagekr├Ąftig bleiben kann.

Sollte der Hund anhand des Kottests W├╝rmer aufweisen, kann behandelt werden. Allerdings lassen sich nicht alle W├╝rmer ├╝ber so einen Kottest nachweisen und daher bietet er nur bedingt Sicherheit. Es muss also jeder selber f├╝r sich entschieden, wie er seinen Hund vor W├╝rmern am besten sch├╝tzt. Fakt ist aber, dass diese Wurmkur kein Ansteckungsschutz vor W├╝rmern ist, sondern lediglich wirken w├╝rde, wenn der Hund bereits W├╝rmer in sich tr├Ągt!

So und nun zu den einzelnen Wurmarten:

Lungenw├╝rmer

Der Lungenwurm ist immer ├Âfter in Deutschland zu verzeichnen und wird ├╝ber den Kontakt oder das Fressen von Schnecken aufgenommen. Die Lungenw├╝rmer befallen im Hund die Luftr├Âhre, Bronchien und das Lungengewebe. Anzeichen f├╝r den Befall von Lungenw├╝rmern sind u.a. Fieber, Appetitlosigkeit, Blutgerinnungsst├Ârungen, Lungengewebsentz├╝ndungen, Husten, starke M├╝digkeit und weniger Lust bzw. weniger Leistungsbereitschaft des Hundes. Ein Lungenwurmbefall kann aber auch oft v├Âllig symptomlos sein. Lungenw├╝rmer sind sehr gef├Ąhrlich, da die Hunde hieran sogar versterben k├Ânnen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird. Da Lungenw├╝rmer nicht unbedingt im Kottest nachgewiesen werden k├Ânnen, werden mittlerweile auch manchmal Blutuntersuchungen auf den Lungenwurm vorgenommen.

Spulw├╝rmer

Der Spulwurm ist die g├Ąngigste Wurmart bei Hunden und mit seinen fast 20 Zentimetern L├Ąnge ├Ąhnelt er einer Spaghetti. Ein Befall von Spulw├╝rmern tritt oft bei Welpen auf, da dieser von der Mutter weitergegeben wird. Und hier wird es gef├Ąhrlich, denn Spulw├╝rmer k├Ânnen neben Durchfall und Erbrechen auch zu Blutarmut, N├Ąhrstoffverlust, Wachstums- und Entwicklungsst├Ârungen und stumpfem Fell f├╝hren. Au├čerdem k├Ânnen die Welpen einen Wurmbauch aufweisen, hierbei ist der Bauch verdickt, schmerzhaft angespannt und ÔÇťaufgebl├ĄhtÔÇŁ.

Bei sehr akutem Befall husten die Welpen viel, da die Larven durch die Luftr├Âhre wandern und so einen Hustenreiz ausl├Âsen. Bei leichtem bis mittelgradigen Befall treten bei Welpen allerdings oftmals auch gar keine oder nur leichte Symptome auf.Erwachsene Hunde zeigen bei Spulw├╝rmern nur selten Symptome, aber k├Ânnen trotzdem Eier im Kot ausscheiden. Laut einer Studie sind rund 20 Prozent aller Sand- und Grasproben aus Parks und Hundefreilaufzonen mit Spulwurmeiern infiziert.

Herzw├╝rmer

Der Herzwurm kommt haupts├Ąchlich im Mittelmeerraum vor und wird durch Stechm├╝cken ├╝bertragen. Wie stark die Ausbreitung ist, h├Ąngt hierbei sehr stark von den jeweiligen klimatischen Bedingungen ab und somit kann es vorkommen, dass die M├╝cken sich auch neue Pl├Ątze suchen, in denen sie urspr├╝nglich nie beheimatet waren. So wie z.B. die Asiatische Tigerm├╝cke, die es urspr├╝nglich nicht in Deutschland gab und die es nun hierher geschafft hat. Das Thema Herzw├╝rmer ist gerade bei Tierschutzhunden aus S├╝d- sowie Osteuropa sehr gro├č und sollte bei diesen Hunden genauestens im Auge behalten werden. Ein ausgewachsener Herzwurm ist bis zu 30Zentimeter lang und kann nur mit einer ganz speziellen Wurmkur get├Âtet werden.

Bandw├╝rmer

Es gibt viele verschiedene Arten von Bandw├╝rmern, die g├Ąngigen beim Hund sind der Gurkenkernbandwurm, welcher durch Fl├Âhe ├╝bertragen werden kann, weswegen bei einem Flohbefall auf jeden Fall eine Wurmkur gemacht werden sollte. Und der Gurkenkernbandwurm kann auch auf den Menschen ├╝bertragen werden.

Au├čerdem gibt es den Fuchsbandwurm, dessen Endwirt der Rotfuchs ist, den aber auch Feldm├Ąuse sowie andere kleine Nagetiere ├╝bertragen k├Ânnen. Eine Ansteckung auf den Menschen ist sehr selten, aber wenn, ist sie in den meisten F├Ąllen t├Âdlich.

Und dann gibt es da noch den Hundebandwurm, welcher aber angeblich kaum noch eine Rolle spielt und eher in Osteuropa oder im Mittelmeerraum vertreten ist, wo er hauptschw├Ąchlich in Schafen seinen Wirt findet.

Alle Bandw├╝rmer k├Ânnen ├╝brigens mitunter im Kot bemerkt werden, da ihre Glieder dort oft schon mit blo├čem Auge zu finden sind und oftmals wie kleine Reisk├Ârner aussehen, da die Bandwurmglieder sich teilen k├Ânnen. Um einen Bandwurmbefall erfolgreich zu behandeln, muss zuerst der Bandwurmtyp ausfindig gemacht werden, denn nicht alle Wirkstoffe/Wurmkuren wirken gegen jeden Bandwurm.

Eine Kotprobe kann bei der Wurmtypbestimmung helfen ÔÇô findet man keine Bandw├╝rmer im Kot, k├Ânnen sie jedoch trotzdem im Tier sein

Hackenw├╝rmer

Der Hakenwurm kommt nicht so h├Ąufig vor, dennoch sollte man ihn kennen. Er lebt im Verdauungstrakt, wenn er sich bei einem Hund eingenistet hat. Er heftet sich an die Darmschleimhaut, ├Ąhnlich wie es Giardien tun und saugt dort das Blut des Hundes. Die Eier des Hakenwurms werden ├╝ber den Hundekot ausgeschieden, woraus neue Larven entstehen. Welpen sind auch von dieser Wurmart ├Âfter betroffen, da eine infizierte Hundemutter dieses weitergeben kann.

Die Hakenw├╝rmer sch├Ądigen die Darmschleimhaut und l├Âsen einen erheblichen Blutverlust beim infizierten Hund aus. Gerade f├╝r kleine oder schwache Hunde kann dieser Blutverlust sehr gef├Ąhrlich werden. Daher sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn der Hund Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Mattheit sowie blutigen Durchfall, Abmagerung, Gewichtsverlust und Erbrechen zeigt.

Peitschenw├╝rmer

Der Peitschenwurm kommt recht h├Ąufig in Deutschland vor und sieht optisch etwas wie eine kleine Peitsche aus, da er nach seinem dicklichen K├Ârper einen langen, d├╝nnen, faden├Ąhnlichen Teil hat. Auch der Peitschenwurm heftet sich, wie der Hakenwurm oder auch die Gardien, an die Darmwand des Hundes und ern├Ąhrt sich von seinem Blut.

Einen sehr starken Befall vom Peitschenwurm erkennt man meist durch Abmagerung, Blutarmut und blutigen Durchfall, welcher mit Schleim ├╝berzogen ist.Peitschenw├╝rmer sind, wie Giardien, sehr robust und k├Ânnen trotz starker Hitze oder K├Ąlte lange in der Umwelt ├╝berleben und sind daher sehr gef├Ąhrlich. Gerade in Tierheimen und bei Zwingerhaltung kommt eine Peitschenwurminfektion immer wieder vor. Daher ist es in diesen Einrichtungen wichtig, regelm├Ą├čig den Hund mit einer passenden Wurmkur zu behandeln.

Ein kleiner Tipp von mir zum Schluss: Es ist immer schlau, eine Tierkrankenversicherung abzuschlie├čen, da der Versicherungsschutz n├Ąmlich auch bei der Vorsorge vor Parasiten greift. So k├Ânnen z.B. die Kosten f├╝r Wurmkuren, Zeckenschutz oder Flohschutz sowie auch die Behandlungskosten f├╝r den Fall eines Parasitenbefalles bei seinem Liebling erstattet werden.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.