đŸŸ Revas und Laskas Hundeleben

Wir nutzen nur Geschirre, oder etwa doch nicht?

Halsband oder Geschirr?

Wenn ein Hund einzieht steht auch immer die Frage im Raum, one dieser am Halsband oder am Geschirr gefĂŒhrt werden soll. Eine Frage die gar nicht si einfach oder pauschal beantwortet werden kann, denn jeder Hund hat so seine ganz eigenen Vorlieben oder gesundheitlichen EinschrĂ€nkungen, die es natĂŒrlich zu beachten gilt. Und auch wir haben uns lange mit diesem Thema auseinander gesetzt.

Bei uns werden nur Geschirre genutzt

Als meine erste HĂŒndin einzog, brachte diese vom Vorbesitzer ein ganz dĂŒnnes Halsband mit, mit welchem sie aber nie wirklich zurecht kam. Darum ließ ich mich im Fachhandel ordentlich beraten und da mein Mann ein großer Fan von Geschirren war, entschieden wir uns dafĂŒr, nur Geschirre bei unseren Hunden zu nutzen.

Also wurde dies auch so umgesetzt als Reva bei uns einzog. Diese hatte bereits als Welpe eine ziemliche Kraft und zog spĂ€testens mit Beginn der PubertĂ€t ordentlich an der Leine, obwohl wir immer gut an der LeinenfĂŒhrigkeit arbeiteten. Immer wieder bekam ich den Tipp, es doch mal mit einem Halsband zu versuchen, denn dann wĂŒrde Reva beim ziehen die Luft weg bleiben und sie wĂŒrde lernen, sich selbst zu korrigieren. Ich hielt davon wirklich wenig und blieb beim Geschirr.

Reva mit Laub-Ohren im bunten Herbst.

Von Genickbruch und KehlkopfentzĂŒndungen

Aber auch, wenn ich mich weiterhin gegen HalsbĂ€nder an meinem Hund wehrte, begann ich das Internet durchzusuchen und fragte auch meine TierĂ€rztin oder Hundetrainer und andere befreundete Hundehalter um Rat. Also, wenn hier jemand nach der richtigen Antwort auf die “Geschirr oder Halsbandfrage” sucht, dem kann ich nur davon abraten, im Internet zu suchen, denn dort warten wirkliche Horrorstorys auf euch. Es gibt dort Tierratgeber, die sagen, dass der Hund am Halsband ganz schnell einen Genickbruch erleiden kann oder auch TierĂ€rzte die in ihren Praxisblogs davon schreiben, dass Hunde mit Halsband ganz hĂ€ufig eine KehlkopfentzĂŒndung hĂ€tten, durch den stĂ€ndigen Zug am Halsband.

Auch meine TierĂ€rztin war keine große Hilfe, da diese sich bei solchen Fragen gern raus hielt und nur meinte, dass kommt auf die Vorlieben vom Hund an. Bei meinen Freunden war dies Ă€hnlich. Die einen liebten HalsbĂ€nder und die anderen nutzen nur Geschirre.

Immer wieder die Frage nach Geschirr oder Halsband

Ich blieb fast drei Jahre dabei, dass wir nur Geschirre nutzen und es waren drei Jahren die voll waren, mit regelmĂ€ĂŸigen Anproben in diversen HundelĂ€den, da unsere Geschirre nie richtig sitzen wollten. Reva hatte eine so blöde ZwischengrĂ¶ĂŸe, dass einfach nichts lange wirklich gut sitzen wollte. Ganz egal welches Geschirr wir nutzen, und wir hatten sie eigentlich wohl alle einmal durch, nie waren wir lange zufrieden und nach ca. 9 Monaten kam dann die nĂ€chste Anprobe und suche nach einer neuen Marke, die dann hoffentlich besser passen wĂŒrde.

Reva wurde Ă€lter und auch die LeinenfĂŒhrigkeit wurde viel besser. Bis auf unser Problem mit ihrer Leinenfrustration, die wir aber immer besser lenken konnten, sprach eigentlich nix mehr gegen ein Halsband. Und so startete ich im MĂ€rz diesen Jahres den ersten Versuch, bei einem Ausflug an den Hundestrand. Vor Ort tauschte ich Halsband gegen Geschirr, damit sie das erst einmal positiv verknĂŒpfen konnte und auf dem RĂŒckweg zum Auto, befestigte ich die Leine an das Halsband. Reva schĂŒttelte den Kopf von rechts nach links, ging drei Schritte zurĂŒck und versuchte mit den Pfoten das Halsband abzustreifen. Also erst einmal wieder abgeleint, Geschirr wieder um aber Halsband blieb auch dran.

Zuhause begann ich dann langsam damit, dass Halsband positiv mit Hilfe des Clickers aufzubauen und nachdem das ganz gut lief, nahm ich es immer öfters auf kleine AusflĂŒge mit, um sie dort beim RĂŒckweg am Halsband an der Leine zu fĂŒhren, statt am Geschirr. Das wurde schnell immer besser und ich war wirklich begeistert ĂŒber unsere schnellen Fortschritte.

Prinzessin Reva mit Blumenkrone.

Reva ist doch ein Halsbandhund

Wir ĂŒbten einige Wochen lang so und dann nahm ich das Halsband immer öfters mit. Mal leinte ich Reva am Halsband und mal am Geschirr an. Das Halsband empfand sie nun nicht mehr als störend und schien es auch ganz gut zu finden.

Was mir aber nun richtig auffiel, war das Reva immer seltener ihr Geschirr anziehen mochte. Wir hatten schon immer unsere kleinen Problemchen gehabt, wenn es darum ging, das Geschirr anzuziehen. Sie machte es zwar mit, aber nur sehr ungern und nach kleinen Diskussionen. Beim Halsband war dies nicht mehr so. Und noch etwas fiel mir auf, Reva lief am Halsband wirklich besser und wenn sie kein Geschirr dabei trug, war ihre Körperhaltung auch eine ganz andere. Beim Geschirr wirkte Reva optisch immer wie ein “geprĂŒgelter Hund” und ging ganz klein und geduckt. Sie blieb auch oft stehen und verweigerte das laufen, . Und obwohl sie immer gut gepolsterte Geschirre trug, hatte sie ĂŒberall böse Scheuerstellen.

Vom ersten Gedanken an eine Umgewöhnung an das Halsband bis hin zum wirklichen Umstieg hat es zwar fast ein halbes Jahr gedauert, aber letztendlich habe ich mich dazu entschieden Reva nur noch mit dem Halsband laufen zu lassen, denn hier lĂ€uft sie viel LeinenfĂŒhriger, achtet besser auf mich, wobei das vorher nun nicht wirklich zu bemĂ€ngeln gewesen wĂ€re und auch das Thema Leinenfrustration ist besser geworden.

Reva zeigt mir aufgrund ihrer Körperhaltung deutlich an, dass es eine gute Entscheidung war und sie definitiv ein Halsbandhund ist. Tja so kann man sich irren, bzw. ich musste lernen, dass jeder Hund wirklich anders ist und nicht pauschalisiert werden darf. Unsere Geschirre haben wir aufgehoben, falls wir die mal brauchen zwecks Schleppleine oder Krankheit, aber ansonsten zieren nun viele schöne bunte HalsbÀnder Revas Garderobe.

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